Aktuelles

  • September und Oktober 2026: Bodengeophysikalische Messungen im Oberharz für Herbst geplant

    Im Rahmen von DESMEX-MinD sind im Oberharz weitere geophysikalische Untersuchungen am Boden geplant. Im September 2026 wird das LIAG geoelektrische Messungen (ERT) durchführen, gefolgt von seismischen Messungen mit Vibrationstrucks im Oktober. Die Untersuchungen ergänzen die im August durchgeführten hubschraubergestützten elektromagnetischen Messungen im Raum Lautenthal, sowie den existierenden großskaligen semi-Airborne EM Datensatz. Durch die Kombination der verschiedenen geophysikalischen Verfahren mit geologischen und geochemischen Informationen soll ein möglichst umfassendes Bild des Untergrunds entstehen und das Verständnis der Mineralsysteme im Oberharz verbessert werden.

    Messtruck für weitere Bodenmessungen im Herbst.
    © LIAG
  • 3.-12. September 2026: Geophysikalische Messkampagne im Erzgebirge geplant

    Im Rahmen von DESMEX-MinD führen die Projektpartner vom 3. bis 12. September 2026 eine geophysikalische Messkampagne im Erzgebirge durch. Im Raum Gottesberg werden auf einer Fläche von rund 100 km² semi-airborne-elektromagnetische (sAEM) Messungen durchgeführt. Dabei werden elektrische Signale über am Boden ausgelegte Sender in den Untergrund eingespeist und die erzeugten elektromagnetischen Felder mit einer Messsonde unter einem Hubschrauber erfasst. Ziel ist es, hochauflösende Informationen über geologische Strukturen und potenziell mineralisierte Zonen zu gewinnen und die im DESMEX-Projektverbund entwickelten Verfahren zur Erkundung heimischer Rohstoffvorkommen weiterzuentwickeln.

  • 12.-14. August 2026: Geophysikalische Messungen im Oberharz

    Vom 12. bis 14. August 2026 wurden im Rahmen von DESMEX-MinD hubschraubergestützte geophysikalische Messungen im Oberharz durchgeführt. Im rund 100 km² großen Untersuchungsgebiet bei Lautenthal kam das elektromagnetische HEM-Messsystem der BGR zum Einsatz. Die Messungen liefern hochauflösende Informationen über die elektrische Leitfähigkeit des oberflächennahen Untergrunds und ergänzen die bereits in den Vorgängerprojekten gewonnenen Daten. Gemeinsam mit weiteren geophysikalischen, geologischen und geochemischen Untersuchungen sollen die Ergebnisse zu einem verbesserten dreidimensionalen Modell des Untergrunds beitragen und neue Erkenntnisse über potenzielle Rohstoffvorkommen liefern. 

    Der BGR-Hubschrauber beim Start zu einem Messflug. Die Messsonde wird an einem Seil in etwa 40 Meter Höhe über den Boden geschleppt.
    © BGR
  • 21. & 22. Juni 2026: Tag der offenen Tür beim BMFTR, Berlin

    © BMFTR / Czybik & Schmid Media / Zöhre Kurc
    © Ronny Stolz

    Am 21. und 22. Juni 2026 öffnete das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) seine Türen für die Öffentlichkeit. DESMEX war als Aussteller dabei und präsentierte das vom BMFTR geförderte Projekt einem breiten Publikum: Mit Ausstellungsstücken, einem Informationsfilm und einer interaktiven Schatzsuche fanden sich zahlreiche Interessierte am Stand ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projekts standen für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Auch Bundesforschungsministerin Dorothee Bär besuchte den DESMEX-Stand und ließ sich über Ziele und Methoden des Projekts informieren.

  • 15.-20. Juni 2026: BMFTR Delegationsreise nach Indonesien

    Vom 15. bis 20. Juni 2026 reiste eine Delegation des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) nach Jakarta und Bandung, Indonesien, um ein Kooperationsprogramm zwischen deutschen und indonesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zum Thema Georessourcen vorzubereiten. Prof. Michael Becken war als Experte für das Themenfeld Exploration Mitglied der Delegation und vertrat dabei das DESMEX-Konsortium. Die Reise markiert einen weiteren Schritt hin zu einer engeren internationalen Vernetzung im Bereich der Erkundung kritischer Rohstoffe.

  • 16.&17. März 2026: DESMEX-MinD Kick-off Meeting

    Zum Auftakt des neuen Projekts trafen sich 25 Teilnehmende aller beteiligten Partner zum Kick-off des DEMSEX-MinD-Projekts („Deep Electromagnetic Sounding for Mineral Exploration – Mineralsysteme Deutschland“) am Institut für Geophysik in Münster.

    Im Mittelpunkt standen neben dem Austausch und dem Kennenlernen neuer Projektpartner vor allem die Organisation der Arbeitspakete sowie die Planung kommender Arbeiten im Erzgebirge. Zudem wurde an bestehende Arbeiten im Oberharz angeknüpft und die weitere Zusammenarbeit im Kontext des dortigen Mineralsystems abgestimmt. 

    © Institut fuer Geophysik
  • 5. März 2026: Wiebke Mörbe erhält den Günter-Bock-Preis

    Dr. Ulrike Werban (rechts), Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, überreichte Dr. Wiebke Mörbe (links) vom LIAG-Institut für Angewandte Geophysik den Günter-Bock-Preis.
    © DGG

    Für ihre Arbeiten zur großskaligen 3D-Inversion semi-airborne elektromagnetischer (sAEM) Daten wurde Dr. Wiebke Mörbe auf der 86. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) mit dem Günter-Bock-Preis ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurden die erstmalige vollständige 3D-Inversion eines umfangreichen sAEM-Datensatzes sowie die überzeugende Berücksichtigung von Induzierte-Polarisation- (IP-) Effekten zur Abbildung graphitreicher Strukturen. Die Forschung entstand im Rahmen des Projekts DESMEX II während ihrer Postdoc-Zeit an der Universität zu Köln in Zusammenarbeit mit dem LIAG-Institut für Angewandte Geophysik und wurde 2024 in Geophysics veröffentlicht:


    Mörbe, W., Yogeshwar, P., Tezkan, B., Kotowski, P., Thiede, A., Steuer, A., Rochlitz, R., Günther, T., Brauch, K. & Becken, M. (2024): Large-scale 3D inversion of semi-airborne electromagnetic data — Topography and induced polarization effects in a graphite exploration scenario. Geophysics, 89(5), B339–B352. https://doi.org/10.1190/geo2023-0471.1