PharmaCampus-Kolloquium

 

Das Programm des PharmaCampus-Kolloquiums im Sommersemester 2019 finden Sie hier in kürze.

 

Informationen zu Vorträgen

© Tozakidis


JunProf. Dr. Kazuhiro Murakami vom Cancer Research Institut der Kanazawa Universität Japan, berichtete am Donnerstag, den 7. Februar im PharmaCampus Kolloquiums über Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Stammzellen.

Insbesondere geht es ihm darum, wie sich pluripotente Stammzellen, aus ihrer normalen Funktion für die Entwicklung und die Gewebshomöostase heraus zu Tumorstammzellen entwickeln und durch welche zellulären Faktoren sich die beiden Stammzellpopulation unterscheiden lassen. Dabei hat er im Maus-Modell eine Reihe von Transkriptionsfaktoren identifiziert, die als Target für eine Therapie bei gastrointestinalen Tumoren in Frage kommen könnten. Wir danken Kazuhiro Murakami für seinen Besuch am PharmaCampus und den spannenden Vortrag.


© Tozakidis

Am Dienstag, den 22.01.2019 berichtete Prof. Dr. Finn K. Hansen vom Institut für Pharmazie der Universität Leipzig im Rahmen des PharmaCampus Kolloquiums über seine jüngsten Untersuchungen zur Entwicklung neuer Antitumorwirkstoffe.

Im ersten Teil seines Vortrages ging er auf die Synthese neuer Histone Deacetylase (HDACs) Inhibitoren ein, sowie auf Strategien, diese Substanzen selektiver zu machen. Dabei wurden sehr potente Wirkstoffe gefunden, die im nächsten Schritt dazu dienen sollen, mit Hilfe eines Multitargetansatzes sehr effektive Antititumormittel zu entwickeln. Im zweiten Teil seines Vortrages ging Finn Hansen auf eine neue Gruppe von Peptidomimetika ein, die sogenannten a-Aminoxy-Peptide. Mit Derivaten dieser a-Aminoxy-Peptide, die in seiner Arbeitsgruppe synthetisiert wurden, konnte die Dimerisierung und damit die Aktivität des Chaperones HSP90, das in vielen Tumorgeweben überexprimiert ist, wirksam gehemmt werden. Die beste Substanz, Aminoxyrone, zeigte in-vivo Aktivität und war auch wirksam gegen Imatinib-resitente humane Leukämiezellen, wie in dem hochrangigen Fachjournal Blood (2018, 132: 307-320) kürzlich veröffentlicht. Im Anschluss an den anschaulichen Vortrag gab es eine rege Diskussion, die bei der Nachsitzung im Gasthaus Leve vertieft wurde.  

Am 27.11.2018 trug Herr Dr. Roland Hartmann von der Universität Marburg im Rahmen des PharmaCampus-Kolloquiums vor.

Roland Hartmann berichtete in seinem Vortrag im Rahmen des PharmaCampus Kolloquiums über neue Erkenntnis zur Replikation und Transkription bei dem RNA- Virus Ebola. Insbesondere wurde der Mechanismus, der zum Umschalten von Replikation auf Transkription führt, betrachtet und welche regulatorischen Elemente auf RNA-Ebene eine Rolle spielen könnten.  Im zweiten Teil des Vortrags wurde auf die Bindung des Naturstoffs Sylvestrol an den Translationsinitiation Faktor-4A (eIF4A) eingegangen. Diese Bindung, die spezifisch die Virusvermehrung in eukaryotischen Zellen blockiert, könnte ein Hinweis für einen neuen therapeutischen Ansatz Infektion mit dem Ebola Virus, aber auch bei anderen Virusinfekten, die z.B. durch Corona- und Picornaviren ausgelöst werden, sein. Wir danken Herrn Hartmann für die interessanten Einblicke zu Forschung auf dem Gebiet der Entwicklung antiviraler Wirkstoffe, die einen gut gefüllten Hörsaal 1 im PharmaCampus als Auditorium hatten. Es war der erste Vortrag im Rahmen des neuen PharmaCampus Kolloquiums.