PharmaCampus-Kolloquium

Einladung

Im Rahmen des
PharmaCampus-Kolloquiums
trägt
Herr Dr. Wolfgang Thormann
Institute for Infectious Diseases, University of Bern, Switzerland

am


Dienstag, 12.11.2019
um 17:00 Uhr c.t. im kleinen Hörsaal

über das Thema:


„Capillary electrophoresis for the determination of drugs in biological fluids “

vor.

Abstract:

Capillary electrophoresis (CE) is an effective tool for analysis of licit and illicit drugs and their metabolites in biological samples. Analyses can be performed with small amounts of sample, buffer and hazardous chemicals which make CE assays attractive from economical, health and environmental points of view. A brief overview of the principles of CE, the features of CE instrumentation and the key aspects of CE-based drug assays that were developed for therapeutic drug monitoring (TDM), clinical and forensic toxicology and the assessment of drug metabolism and pharmacokinetics will be presented. Examples discussed will include TDM of cefepime and lamotrigine, the study of the stereoselective metabolism of ketamine and the monitoring of drugs of abuse.

Ort: Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie, PharmaCampus,
Corrensstr. 48, 48149 Münster, Kleiner Hörsaal

gez. Prof. Dr. Joachim Jose
 



Weiterer Termin für das Wintersemester 2019/2020:

 

28.01.2020 Herr Prof. Dr. Andreas Link, Pharmazeutische / Medizinische Chemie, Universität Greifswald   
Titel: „Of Supercritical Fluids and Subcritical Toxicity Analytic/Synthetic Looks at Well-Known Anesthetics, Analgesics and Anticonvulsants “

 







Informationen zu Vorträgen

© I.E.P. Tozakidis

Am Dienstag, den 18.7.2019 hatten wir Prof. Bart de Spiegeleer vom Department of Pharmaceutical Analysis der Universität Ghent zu Gast. Er berichtete über den Cross Talk zwischen bakteriellen Pathogenen und ihren Wirtsorganismen. Innerhalb einer Population können Bakterien mit Hilfe des sog. Quorum Sensings miteinander kommunizieren und sich in Bezug auf eine bestimmte Eigenschaft synchronisieren. Dafür werden auch Peptide als Signalmoleküle eingesetzt, die als Quorum Sensing Peptides bezeichnet werden. Die Untersuchungen der Gruppe um Bart de Spiegeleer haben nun gezeigt, dass diese Peptide auch Zellen des Wirtes beeinflussen, in dem sie über Wirts-eigene Signaltransduktionswege zur Ausdifferenzierung von Muskelzellen, zum Transport über die Blut-Hirn-Schranke und zur Auslösung neoplastischer Erkrankungen führen können. Ein solcher Pathogen-Wirt-Crosstalk erscheint durchaus plausibel, wenn man den langen Zeitraum der Interaktion beider Organismengruppen miteinander in Betracht zieht. Um den Zugang zu diesem noch recht jungen Forschungsgebiet zu erleichtern, hat die Gruppe eine Datenbank mit den bekannten Quorum Sensing Peptides erstellt (Quorumpeps Database), in denen man z.B. nach Ähnlichkeiten zu Signaltransduktionsmolekülen des Wirtes suchen kann. Wir danken Bart de Spiegeleer für den sehr interessanten Einblick in ein neues Forschungsgebiet und die lebhafte Diskussion im Anschluss an seinen Vortrag.

© I.E.P. Tozakidis

Am Dienstag, den 18.06.2019 berichtete Prof. Dr. Antti Poso der Unversity of Eastern Finland über die Anwendung der molekularen Modellierung in der Wirkstoffforschung. Titel seines Vortrages war “Docking and MD simulations in drug design". Im Anschluss an den anschaulichen Vortrag gab es eine rege Diskussion, die bei der Nachsitzung im Gasthaus Leve vertieft wurde. 


© I.E.P. Tozakidis





Am Dienstag, den 28.05.2019 berichtete Prof. Dr. Markus Heinrich vom Department Chemie und Pharmazie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg über neue, insbesondere durch pfiffige Ansätze der Radikalchemie getriebene Methoden zur Synthese von Wirkstoffen und Reportermolekülen. Der Gruppe um Markus Heinrich ist es gelungen mit diesen Methoden hochpotente und Subtyp-spezifische Dopamin D4 Rezeptor Liganden und muskarinische M3 Rezeptor Liganden zu synthetisieren. Die innovativen Synthesemethoden wurden mit großem Interesse aufgenommen und im Anschluss an den Vortrag intensiv diskutiert. 

© Tozakidis


JunProf. Dr. Kazuhiro Murakami vom Cancer Research Institut der Kanazawa Universität Japan, berichtete am Donnerstag, den 7. Februar im PharmaCampus Kolloquiums über Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Stammzellen.

Insbesondere geht es ihm darum, wie sich pluripotente Stammzellen, aus ihrer normalen Funktion für die Entwicklung und die Gewebshomöostase heraus zu Tumorstammzellen entwickeln und durch welche zellulären Faktoren sich die beiden Stammzellpopulation unterscheiden lassen. Dabei hat er im Maus-Modell eine Reihe von Transkriptionsfaktoren identifiziert, die als Target für eine Therapie bei gastrointestinalen Tumoren in Frage kommen könnten. Wir danken Kazuhiro Murakami für seinen Besuch am PharmaCampus und den spannenden Vortrag.

© Tozakidis

Am Dienstag, den 22.01.2019 berichtete Prof. Dr. Finn K. Hansen vom Institut für Pharmazie der Universität Leipzig im Rahmen des PharmaCampus Kolloquiums über seine jüngsten Untersuchungen zur Entwicklung neuer Antitumorwirkstoffe.

Im ersten Teil seines Vortrages ging er auf die Synthese neuer Histone Deacetylase (HDACs) Inhibitoren ein, sowie auf Strategien, diese Substanzen selektiver zu machen. Dabei wurden sehr potente Wirkstoffe gefunden, die im nächsten Schritt dazu dienen sollen, mit Hilfe eines Multitargetansatzes sehr effektive Antititumormittel zu entwickeln. Im zweiten Teil seines Vortrages ging Finn Hansen auf eine neue Gruppe von Peptidomimetika ein, die sogenannten a-Aminoxy-Peptide. Mit Derivaten dieser a-Aminoxy-Peptide, die in seiner Arbeitsgruppe synthetisiert wurden, konnte die Dimerisierung und damit die Aktivität des Chaperones HSP90, das in vielen Tumorgeweben überexprimiert ist, wirksam gehemmt werden. Die beste Substanz, Aminoxyrone, zeigte in-vivo Aktivität und war auch wirksam gegen Imatinib-resitente humane Leukämiezellen, wie in dem hochrangigen Fachjournal Blood (2018, 132: 307-320) kürzlich veröffentlicht. Im Anschluss an den anschaulichen Vortrag gab es eine rege Diskussion, die bei der Nachsitzung im Gasthaus Leve vertieft wurde.  

Am 27.11.2018 trug Herr Dr. Roland Hartmann von der Universität Marburg im Rahmen des PharmaCampus-Kolloquiums vor.

Roland Hartmann berichtete in seinem Vortrag im Rahmen des PharmaCampus Kolloquiums über neue Erkenntnis zur Replikation und Transkription bei dem RNA- Virus Ebola. Insbesondere wurde der Mechanismus, der zum Umschalten von Replikation auf Transkription führt, betrachtet und welche regulatorischen Elemente auf RNA-Ebene eine Rolle spielen könnten.  Im zweiten Teil des Vortrags wurde auf die Bindung des Naturstoffs Sylvestrol an den Translationsinitiation Faktor-4A (eIF4A) eingegangen. Diese Bindung, die spezifisch die Virusvermehrung in eukaryotischen Zellen blockiert, könnte ein Hinweis für einen neuen therapeutischen Ansatz Infektion mit dem Ebola Virus, aber auch bei anderen Virusinfekten, die z.B. durch Corona- und Picornaviren ausgelöst werden, sein. Wir danken Herrn Hartmann für die interessanten Einblicke zu Forschung auf dem Gebiet der Entwicklung antiviraler Wirkstoffe, die einen gut gefüllten Hörsaal 1 im PharmaCampus als Auditorium hatten. Es war der erste Vortrag im Rahmen des neuen PharmaCampus Kolloquiums.