Jahresbericht 2025
Personalsituation
Im Laufe des Jahres haben die drei studentischen Hilfskräfte des Universitätsarchivs ihre Tätigkeit beendet. Aufgrund der Haushaltskonsolidierung der Universität und der damit einhergehenden starken Kürzung des Archivbudgets wurde bislang auf die Neueinstellung von Hilfskräften verzichtet. Eine Hilfskraftstelle soll jedoch in der ersten Jahreshälfte 2026 nachbesetzt werden.
Praktika
Im Juni 2025 hat ein Anwärter für den gehobenen Archivdienst sein einmonatiges Informatorium im Universitätsarchiv abgeleistet. Zudem hat im August/September des Jahres eine Studentin ein dreiwöchiges Praktikum absolviert.
Zugänge
2025 wurden 75 Zugänge im Umfang von insgesamt 100,3 laufenden Regalmetern Archivgut übernommen. Dazu gehören sich 53,6 lfd. Meter Sachakten, 13,6 lfd. Meter Personalakten, 24,3 lfd. Meter Prüfungsakten, 5,3 lfd. Meter Nachlässe sowie 3,5 lfd. Meter anderes Sammlungsgut. Der Gesamtumfang der Zugänge lag damit leicht über dem des Jahres 2024.
Umfangreiche Sachaktenabgaben tätigten die Dekanate der Medizinischen und der Katholisch-Theologischen Fakultät. Übernommen wurden zudem mehr als 25 lfd. Meter Sachakten aus dem Rektor- bzw. Prorektorenbüro. Neben anderen Nachlässen erhielt das Universitätsarchiv den Nachlass von Prof. Dr. Wilhelm Klemm von der Universitätsgesellschaft.
Erschließung
2025 wurden insgesamt 12.444 Verzeichnungseinheiten (VE) bearbeitet (Vorjahr: 6.979), und zwar 9.637 VE personenbezogene Akten (davon 8.647 Prüfungsakten und 990 Personalakten), 1.006 VE Sachakten, 276 VE aus Nachlässen sowie 1.525 VE aus übrigem Sammlungsgut.
Ausleihen
Als Dienstleistung für Verwaltungsstellen (Personaldezernat im Rektorat und im Universitätsklinikum, Prüfungsämter, Dekanate) wurden insgesamt 256 Akten (Vorjahr: 331) ausgeliehen bzw. zur Weiterführung abgegeben. Nach zwischenzeitlich sehr hohen Werten hat sich die Anzahl der Ausleihen wieder auf ein mittleres Niveau eingependelt.
Anfragen / Benutzung
Das Universitätsarchiv bearbeitete 236 schriftliche und mündlichen Anfragen, die von Privatpersonen, Forschungseinrichtungen und Einrichtungen der Universität Münster gestellt wurden. Die Zahl der Anfragen liegt damit in etwa auf der Höhe des Vorjahres (241).
Für Publikum war das Universitätsarchiv 2025 an 145 Tagen geöffnet, an denen 172 Benutzerinnen und Benutzer das Archiv besuchten. Die Benutzerzahl ist gegenüber 2024 deutlich gesunken.
Neben personenbezogenen Recherchen standen thematisch die Medizin und die Sportwissenschaft – bedingt durch das 100jährige Bestehen der Medizinischen Fakultät bzw. des Faches Leibesübungen/Sport – im Mittelpunkt.
Erschließungssoftware
Im Sommer 2025 wurde für die Erschließung der Archivalien die Software „ActaPro“ der Firma startext angeschafft und installiert sowie die vorhandenen Findbücher dorthin emigriert und überarbeitet. Die bislang als Textdatei geführte Beständeübersicht wurde in ActaPro eingepflegt. Anfang 2026 sollen die Beständeübersicht und die Findbücher online gestellt werden. Für Benutzerinnen und Benutzer wird dann eine Archivalienbestellung über Warenkorb möglich sein. Die Benutzerverwaltung soll ebenfalls digital erfolgen.
Publikationen
Im Oktober 2025 erschien ein Band der „Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Münster“:
- Hofer, Hans-Georg, Zielonka, Vina (Hgg.): Die Universitätsmedizin Münster im 20. Jahrhundert. Grundlagen und Entwicklungen (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Münster, 19), Münster 2025
Führungen
2025 wurden insgesamt acht Führungen durch das Universitätsarchiv durchgeführt, an denen 89 Personen teilnahmen. Dazu gehörten fünf Gruppen von Mitarbeitenden des Dezernates 5 der Universitätsverwaltung, der Personalrat Technik und Verwaltung und zwei Seminargruppen mit Studierenden.
Notfallverbund Münster
Nachdem dem Notfallverbund Münster 2023 die Villa ten Hompel und 2024 der Domschatz des St. Paulus-Domes und das LWL-Medienzentrum für Westfalen beigetreten sind, wurden 2025 das Bibelmuseum und das Archäologische Museum der Universität Münster sowie das LWL-Museum für Naturkunde und Planetarium sowie das LWL-Museum für Kunst und Kultur aufgenommen. Der Notfallverbund hat sich damit in den letzten drei Jahren stark erweitert, insbesondere um Museen.
Dr. Sabine Happ
Universitätsarchivarin