Events - Wissenstransfer
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Medizin der Zukunft

Die MS Wissenschaft in Münsters Stadthafen - vom 1. bis 5. Juli 2026
© FH, Diana Jansing


Wie hilft Künstliche Intelligenz bei Diagnosen? Welche Therapien sind besonders schonend? Und wie können Daten genutzt werden, um Behandlungen individuell anzupassen? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren?

Im Wissenschaftsjahr 2026 – „Medizin der Zukunft“ steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Die MS Wissenschaft, ein zum Ausstellungsort umgebautes Frachtschiff, fährt unter der Flagge des aktuellen Wissenschaftsjahres und erwartet die Besucherinnen und Besucher im Rumpf mit einer interaktiven Ausstellung von rund 30 Mitmach-Exponaten – konzipiert von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). An diesen lässt sich zum Beispiel ein künstliches Organ testen, der eigene Herzschlag messen oder ein Blick in den OP der Zukunft werfen. So wird Forschung direkt erlebbar.
 

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18.30 Uhr (am 01.07. erst ab 13.00 Uhr) geöffnet und wird für Besucher*innen im Alter ab 12 Jahren empfohlen.

Ergänzt wird das Ganze in Münster durch gemeinsame Formate der Universität Münster, der FH Münster und des Universitätsklinikums Münster (UKM). Die Organisation übernehmen dabei die Abteilung Wissens- und Technologietransfer (WiT) der Uni Münster sowie die Presse- und Kommunikationsabteilung der FH Münster. Für den 02.07. bis 04.07.2026 ist ein abwechslungsreiches und lebendiges Programm entstanden: Von Kindervorlesungen über Science Slam geht es kreativ und unterhaltsam zu – etwa wenn gefragt wird: „Knochen aus dem Drucker?!“ Auf dem kleinen Zukunftsmarkt unter dem Motto „ImPuls der Zukunft“ geben die Institutionen an Deck der MS Wissenschaft einen kleinen Einblick in ihre Forschungsprojekte und aktuelle Themen rund um die Medizin der Zukunft. Sie zeigen, wie Forschung dazu beiträgt, Gesundheit neu zu denken – von Prävention über Diagnose bis hin zu innovativen Therapien – und laden dazu ein, neue Ansätze, Technologien und Konzepte kennenzulernen. Kleine Experimente und Mitmachangebote rund um Gesundheit und Medizin warten an Deck. 

Der Eintritt ist sowohl für die Ausstellung als auch für die Veranstaltungen an Deck frei.


© Ilja C. Hendel - Wissenschaft im Dialog

Bitte beachten Sie:

Für die drei Kindervorlesungen am 02.07. und 03.07. im Vormittagsbereich ist eine Anmeldung der Lehrkraft an anmeldung@uni-muenster.de bis zum 26.05. erforderlich.

Für die Kindervorlesung am 03.07. um 16.00 Uhr nutzen Sie bitte unser Anmeldeportal.

Die Kindervorlesungen richten sich an Kinder der 3. bis 6. Klasse.

Das Programm vom 2. bis 4. Juli 2026
Das Programm vom 2. bis 4. Juli 2026

Gemeinsame Veranstaltungen von Universität, FH und UKM

2. Juli 2026

  • Kindervorlesung 9.00 bis 10.00 Uhr - ausgebucht

    Kindervorlesung mit Anmeldung über Lehrkraft, Teilnahme nur im Klassenverband
    Abbildung KI-generiert

    Prof. Dr. Sven Kernebeck, Digitalisierung im Gesundheitswesen, FH Münster
     „Gehe ich bald zum Roboter, wenn ich krank bin? Wie Künstliche Intelligenz und Roboter die Gesundheit beeinflussen.“

    Gehe ich bald zum Roboter, wenn ich krank bin? In diesem spannenden Vortrag entdecken junge Zuhörerinnen und Zuhörer, wie Künstliche Intelligenz und Roboter heute schon das Gesundheitswesen unterstützen. An anschaulichen Beispielen wird gezeigt, wie Künstliche Intelligenz Krankheiten erkennen, Therapien verbessern und Leben retten kann. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Gesundheit der Zukunft – verständlich, überraschend und interaktiv erklärt.

  • Kindervorlesung 10.30 bis 11.30 Uhr - ausgebucht

    Kindervorlesung mit Anmeldung über Lehrkraft, Teilnahme nur im Klassenverband
    © UKM

    PD Dr. Sabrina Martens, Oberärztin der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, UKM
    „Das Herz – der Motor unseres Körpers“

    Das Herz schlägt unermüdlich – Tag und Nacht, ein Leben lang. Es pumpt Blut durch unseren Körper und versorgt alle Organe mit Sauerstoff und Energie. Doch wie genau funktioniert dieser „Motor“? Warum schlägt das Herz mal schneller und mal langsamer? Und was unterscheidet unser Herz von dem anderer Lebewesen? Die Ärztin Priv.-Doz. Dr. Sabrina Martens und die Biologin Dr. Nadine Ludwig erklären, wie der Herzrhythmus entsteht, welche Aufgaben das Herz erfüllt und warum es für unser Leben so unverzichtbar ist.

  • Science Slam 18.00 bis 19.30 Uhr

    v.l.: PD Dr. Sabrina Martens, Prof. Dr. Jennifer Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Hilmar Apmann, Florian Bernhardt
    © Fotocollage: Andreas Wessendorf, WiT
    • Florian Bernhardt, Palliativmedizin UKM
      „Von der Bürgerbewegung zur Bürgerwissenschaft - Von „High-Tech“ bis „High-Touch“ (Beschreibung folgt)
    • PD Dr. Sabrina Martens (UKM), Oberärztin der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie
      „Kleine Keime, großes Drama: Angriff aufs Herz“
      Was passiert, wenn winzige Erreger unser Herz ins Visier nehmen? Beim Science Slam wird gezeigt, wie Bakterien und Viren das Herz beeinflussen können – spannend, verständlich und mit überraschenden Einblicken in die Welt der Medizin.
    • Prof. Dr.-Ing. Hilmar Apmann, Fertigungsverfahren und Werkzeugmaschinen, FH Münster
      „Knochen aus dem Drucker?! – Wie 3D-Druck Medizin macht“
      Maschinenbau und Medizin, passt das zusammen…???
      Nur wenn man sich zusammentut und unterschiedliche Erfahrungen und Erkenntnisse zusammenwirft, kommt was Neues bei raus und man kann neue Dinge machen oder entwickeln. Sowas passiert auch wenn Fertigungstechniker und Chirurgen zusammenarbeiten: …geht was kaputt, kann was Neues wieder herstellen… In diesem Fall konzentriert sich die Zusammenarbeit auf die Herstellung von Stützkonstruktionen für defekte Rückenwirbelknochen oder Bandscheiben. Hier müssen dann Stützen zur Entlastung der Rückenbereiche eingesetzt werden, die im besten Fall individuell an Größen und Gewicht der Personen angepasst aus Titan gedruckt werden können.
    • Prof. Dr. Jennifer Schmidt, FH Münster, Fachbereich Gesundheit, FH Münster
      "Psyche am Limit: Warum mentale Gesundheit die nächste große Gesundheitsfrage ist"
      Unsere Psyche hat keinen Akku mit Schnellladefunktion und das merkt Deutschland gerade deutlich. Aktuelle Monitorings zur psychischen Gesundheit zeigen eindringlich: depressive Symptome, Angst und Einsamkeit sind längst keine Randthemen mehr. Der Science Slam zeigt, warum mentale Gesundheit uns alle betrifft, weshalb „Reiß dich zusammen“ keine Gesundheitsstrategie ist und welche Aufklärungs- und Gegenmaßnahmen wirklich helfen könnten.

3. Juli 2026

  • Kindervorlesung 10.30 bis 11.30 Uhr

    Kindervorlesung mit Anmeldung über Lehrkraft, Teilnahme nur im Klassenverband

    Prof. Dr. Philipp Lenz, Dr. David Rene Steike, PD Dr. Michael Oertel, Universitätsklinikum Münster

    Die drei Mediziner geben in ihrer gemeinsamen Vorlesung spannende Einblicke in die Welt der Palliativmedizin, Strahlentherapie und Radioonkologie. Was passiert, wenn Menschen sehr krank werden und ärztliche Hilfe besonders wichtig wird? Es wird gezeigt, wie moderne Medizin dabei hilft, Krankheiten im Körper aufzuspüren und gezielt zu behandeln. Dabei spielen spannende Krankenhaus-Technik und „besonderes Licht“ eine wichtige Rolle. Sie erklären, wie Ärztinnen und Ärzte arbeiten, damit Menschen im besten Fall wieder ganz gesund werden können.

  • Kindervorlesung 16.00 bis 17.00 Uhr

    Kindervorlesung mit individueller Anmeldung via indico
    Abbildung KI-generiert

    PD Dr. Tobias Nowacki, Klinik für Gastroenterologie, UKM Marienhospital
    PD. Dr. Jens Peter Hölzen, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, UKM

    „Superhelden in der Medizin – Hightech im Einsatz für Dich“

    Superhelden schauen durch Wände – Ärztinnen und Ärzte nutzen dafür Hightech: Endoskope,  Videokapseln und sogar Operationsroboter. Winzige Kameras und Roboter ermöglichen den Blick ins Innere und reisen durch den Körper -  fast wie echte Superkräfte! Sie zeigen, was für das menschliche Auge sonst nicht sichtbar ist, führen millimetergenaue Bewegungen aus und können so Krankheiten früh entdecken und besonders schonend behandeln. Wie das funktioniert zeigen Jens Peter Hölzen, stellvertretender Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Münster und Tobias Nowacki, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am UKM Marienhospital in Steinfurt.

    In der Medizin arbeitet niemand allein: Wie bei einem Superhelden-Team steuern Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit anderen im Team die Technik und sorgen für sichere Eingriffe.  Aber wie funktioniert diese Technologie genau? Und wer ist der wahre Held im Raum? Kleine und große Wissenschaftsfans begeben sich auf eine spannende Reise in die Zukunft der Medizin. Blutig und gruselig wird es dabei garantiert nicht. Stattdessen gibt es faszinierende Einblicke in eine Technik, die schon heute Leben rettet und sich ständig weiterentwickelt.

    Kindervorlesung individuelle Anmeldung über das Portal indico.

  • Science Slam 18.00 bis 19.30 Uhr

    v.l.: PD Dr. Eva Schönefeld, Marina Peters, Prof. Dr. Christopher Niehues, Prof. Dr. Nicolas Rohner
    © Fotocollage: Andreas Wessendorf, WiT
    • Prof. Dr. Nicolas Rohner, Institut für Integrative Zellbiologie und Physiologie, Universität Münster
      „Kein Essen, kein Problem – das Leben der ultimativen Fasten-Profis“
      Intervallfasten gilt beim Menschen als Trend – blinde Höhlenfische machen das seit Tausenden von Jahren. In den dunklen Höhlen Mexikos finden diese Fische oft monatelang kaum Nahrung und haben erstaunliche Strategien entwickelt, um Hunger zu überleben. Wir erforschen, wie Evolution Stoffwechsel, Verhalten und sogar „Diabetes-ähnliche“ Zustände in einen Überlebensvorteil verwandeln kann.
    • PD Dr. Eva Schönfeld, Trainerin mediCo (LAMA NRW) Universität Münster
      „Medizinische Ausbildung – Bericht aus dem Herstellungslabor für Ärzt*innen der Zukunft“
      Wie funktioniert die medizinische Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses? Und welche Zutaten nehmen wir dafür und warum? Welche Inhaltsstoffe würden Sie gerne hinzufügen? Die Mischung macht´s! Hauptsache gesund und voller Energie zum Erwecken unserer Lebensgeister…
    • Marina Peters, Physikingenieurwesen, FH Münster
      „Diamanten an Bord! Quantentechnologie in der Krebstherapie“
      Auf Spurensuche in der Zelle, mit Quantenspin als Detektiv! Nanodiamanten direkt in der Zelle können anzeigen, wie gut eine Krebstherapie anschlägt. Im Slam gibt es Hintergründe zum Exponat der FH Münster "Nano-Diamanten für die Krebstherapie" auf der MS Wissenschaft!
    • Prof. Dr. Christopher Niehues, BWL im Gesundheitswesen, FH Münster
      "Rettungsdienst und Notaufnahmen: Ist es immer ein "richtiger Notfall?"
      Bei Schmerz und Angst sind Rettungsdienste und Notaufnahmen oft die erste Adresse. Sie sind rund um die Uhr erreichbar und (noch) kostenlos. Die Motivation für Nacht- und Wochenenddienste sinkt auch hier und immer mehr Patienten haben keine dringliche Notfallindikation. Wie soll das funktionieren?

4. Juli 2026

  • Zukunftsmarkt - "ImPuls der Zukunft“ 13.00 bis 17.00 Uhr

    Unter dem Motto „ImPuls der Zukunft“ geben Institute und Fachbereiche von Universität und FH Münster sowie das UKM an Deck der MS Wissenschaft Einblicke in ihre Forschungsprojekte und aktuelle Themen rund um die Medizin der Zukunft. Sie zeigen, wie Forschung dazu beiträgt, Gesundheit neu zu denken – von Prävention über Diagnose bis hin zu innovativen Therapien – und laden dazu ein, neue Ansätze, Technologien und Konzepte kennenzulernen. Lust auf Zukunft? Kleine Experimente und Mitmachangebote rund um Gesundheit und Medizin warten an Deck.



    Palliativmedizin: interaktiv, verständlich und ohne Berührungsängste.

    Abbildung KI-generiert

    Palliativmedizin? Klingt erstmal nach Krankenhaus und „nur für alte Menschen“. Aber eigentlich geht es um etwas, das alle betrifft: Wie können Menschen trotz schwerer Krankheit möglichst gut leben? Die Palliativmedizin unterstützt Menschen mit schweren Erkrankungen und ihr Umfeld dabei, dass es ihnen im Alltag möglichst lange möglichst gut geht – zum Beispiel durch Hilfe bei Schmerzen, Angst oder anderen belastenden Beschwerden. An unserem Stand könnt ihr entdecken, wie Digitalisierung und moderne Technologien dabei helfen können – zum Beispiel durch Apps oder Telemedizin. Wo hilft hier Technik, und wo bleibt der Mensch unersetzlich? Wir zeigen Palliativmedizin anders: interaktiv, verständlich und ohne Berührungsängste. Kommt vorbei, probiert Dinge aus, diskutiert mit und findet heraus, warum dieses Thema viel mehr mit unserem Leben als dem Sterben zu tun hat.
    Prof. Dr. Philipp Lenz, Florian Bernhardt - Palliativmedizin, UKM


    Mit Physik erleben – Medizin verstehen

    Beschreibung folgt!

    Q.UNI Kinder- und Jugend-Uni- Münster


    Die Welt der DNA entdecken

    © iGEM Münster

    Das iGEM (international genetically engineered machine competition) -Team Münster nimmt euch mit in die Welt der Genetik. Bei unseren Mitmach-Experimenten   werdet ihr selbst zu Entdecker*innen: Anhand eines spannenden Versuches könnt ihr mit uns aus Früchten die DNA - den Grundbauplan des Lebens - isolieren und mit bloßem Auge ohne Mikroskop sehen.  Anschließend baut ihr euer eigenes DNA-Modell, um spielerisch zu verstehen, wie die DNA aufgebaut ist. Zudem geben wir euch einen Einblick, was iGEM ausmacht, sowie in die Forschung des aktuellen Teams und dessen Projekte der letzten Jahre.
    Das iGEM (international genetically engineered machine competition) - Team


    Training 2.0 – High Fidelity Simulatoren als sichere Sparringspartner in der Lehre

    © Katharina Kipp, FH

    Sie atmen, sie sprechen, sie erscheinen wie lebendig. Hochrealistische Simulatoren wirken wie echte Menschen, verzeihen dabei aber alle Fehler. Damit sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen (medizinischen) Ausbildung geworden. Komplexe Interventionen können gefahrlos immer wieder geübt werden, die Anwender erlangen Handlungssicherheit bevor es zum ersten echten Patientenkontakt kommt. Mit Louise, einer TERi und Lou, einem SimMan3G plus können zwei Simulatoren der FH-Familie auf der MS Wissenschaft hautnah erlebt und in ihren Funktionen getestet werden. Hier ist Anfassen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht!
     Melanie Plath, Gesundheit, FH Münster


     

    Die Vermessung des Geistes

    © AG Engwer

    An dieser Station erlebt ihr, wie mathematische Modelle helfen, Erkrankungen wie Epilepsie und psychotische Störungen zu erforschen und zu behandeln. Forschende des Exzellenzclusters Mathematik Münster und des Instituts für Biomagnetismus und Biosignalanalyse der Uni Münster zeigen euch, wie aus EEG-Signalen ein „Blick“ ins Gehirn rekonstruiert wird, der für eine individuelle Therapie nötig ist. Werdet selbst aktiv und setzt die mathematischen Methoden Schritt für Schritt um. Findet ihr die optimale Lösung?
    Victoria Liesche und Prof. Dr. Christian Engwer, Angewandte Mathematik Münster, Institut für Analysis und Numerik, Universität Münster


     

    Mit VR in die Welt der Moleküle

    © AG Gatsogiannis

    Die Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) ist eine revolutionäre Technologie, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Struktur von Biomolekülen in bisher unerreichter Auflösung zu visualisieren. Durch die Kombination von Kryotechniken und Elektronenmikroskopie können Forscher die Struktur von Proteinen, die molekulare Maschinen der Zelle, direkt visualisieren. Unsere Forschungsgruppe hat eine hochmoderne Kryo-EM-Infrastruktur am Center for Soft Nanoscience der Universität Münster aufgebaut und diese Technologie genutzt, um neue Erkenntnisse über die Struktur und Funktion von Biomolekülen zu gewinnen. Wir präsentieren eine innovative VR-Station, die die Ergebnisse unserer Kryo-EM-Infrastruktur zeigt. Mit Hilfe von Virtual Reality-Technologie können Besucher in die Welt der Moleküle eintauchen und hochauflösende Strukturen von Biomolekülen erkunden. Zum Beispiel können sie die komplexen Strukturen von Neurotoxinen der Schwarzen Witwe oder die feinen Details des Spermiums für die Entwicklung neuer Verhütungsmittel betrachten. Die interaktive Präsentation ermöglicht es den Besuchern, die Ergebnisse unserer Forschung auf eine neue und immersive Weise zu erleben und somit ein tieferes Verständnis für die Möglichkeiten und Ergebnisse der Kryo-EM-Technologie zu gewinnen.
    Prof. Dr. Christos Gatsogiannis, Institut für Medizinische Physik und Biophysik


    Ich sehe was, was du nicht siehst… Zellen in Bewegung!

    © Dörte Schulte Ostermann, Uni Muenster

    Sind es Zellen des Immunsystems, Lymphgefäße eines Zebrafischs oder das Gehirn einer Maus? Raten Sie mit uns, was auf Bildern aus der biomedizinischen Forschung sichtbar wird! Mikroskopie-Aufnahmen stellen winzige Strukturen hochaufgelöst dar. MRT-Bilder oder die nuklearmedizinische Bildgebung bilden größere Ausschnitte des Körpers ab. Außerdem ahmen wir gemeinsam spielerisch Versuche aus dem Labor nach! Das Team vom Multiscale Imaging Centre gibt großen und kleinen Forschenden spannende Einblicke zu Vorgängen im Körper.
    Multiscale Imaging Centre, Universität Münster


    Hightech für präzisere Operationen

    © EUREGIO BioMedtech Center

    Die chirurgische Entfernung von Tumoren erfordert höchste Präzision, doch oft ist Tumorgewebe im Körper während einer OP schwer aufzufinden. PRECISE entwickelt neue Lösungen für die Tumormarkierung. Ein innovativer Fluoreszenzmarker macht den Tumor mittels Nah-Infrarot-Licht sichtbar. Über dünne Mikronadeln wird dieser Marker präzise injiziert, während eine künstliche Intelligenz selbst schwächste Signale in Echtzeit visualisiert. Diese Kombination aus Medizintechnik und KI ermöglicht zukünftig eine präzisere Tumorauffindung und -entfernung für eine optimale Versorgung von Krebspatient*innen.
    Prof. Dr. Karin Mittmann, Leitung des EUREGIO BioMedtech Center, FH Münster


    Hightech für die Kniegesundheit

    © Frederik Tebbe, FH Münster

    Wann darf ich wieder joggen oder Ski fahren? Stellen Sie sich vor, Ihr operiertes Kreuzband beantwortet diese Fragen künftig selbst. Ein Team der FH Münster und des UKM entwickelt dafür den „Graft Monitor“. Da die Genesung bis zu zwei Jahre dauert und jedes fünfte Transplantat durch Fehlbelastung erneut reißt, soll dieser passive Sensor bei der Operation minimalinvasiv implantiert werden und später drahtlos die Belastungen im Knie messen. Das Ziel: Schädliche Krafteinwirkungen frühzeitig erkennen, den Heilungsprozess optimal überwachen und so einen erneuten Riss verhindern.
    Prof. Dr. Jens Wermers, Physikingenieurwesen, FH Münster

  • Meet the Scientists 17.00 bis 18.00 Uhr

    Prof. Dr. Markus Gregor und Marina Peters, Physikingenieurwesen, FH Münster und Dr. Ludwig Horsthemke, Elektrotechnik und Informatik, FH zeigen an ihrem Exponat (Nr. 9) „Nano-Diamanten für die Krebstherapie – Auf Spurensuche in der Zelle“, wie Nano-Diamanten für die Krebstherapie eingesetzt werden können, und stehen für Fragen zur Verfügung.

    Krebserkrankungen gehören weiterhin zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Deshalb ist es wichtig, Krebs möglichst früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Ein neuer Forschungsansatz nutzt dazu winzige Diamanten, sogenannte Nano-Diamanten. Sie werden in die Zellen geschleust und können dort kleinste magnetische Veränderungen im Stoffwechsel der Zellen messen. Dieses Messverfahren heißt Relaxometrie und basiert auf den Grundlagen der Quantenphysik: Die Spinzustände von Elektronen werden dabei als besonders empfindliche Sensoren genutzt. So können Nano-Diamanten einzelne Tumorzellen mit verändertem Stoffwechsel erkennen und helfen, passende Medikamente für die individuelle Therapie zu bestimmen.