Veranstaltungen zur Reformation in Westfalen 2017

Ausstellung: Lichtenau 31.10.2016 - 12.11.2017

Luther. 1917 bis heute

Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur

Zum Auftakt des 500. Reformationsgedenkens widmet sich die Stiftung
Kloster Dalheim mit der Sonderausstellung „Luther. 1917 bis
heute“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur der Figur Martin
Luther in der jüngeren Geschichte und zeigt, was den Reformator
bis heute zu einer Schicksalsfigur der Deutschen macht.
Auf ihrer Reise in die deutsche Geschichte begegnen Besucherinnen
und Besucher der Sonderausstellung dem Reformator in völlig
unterschiedlichen Gestalten: als Nationalheld zur 400-Jahrfeier
des Thesenanschlags im Kriegsjahr 1917 oder als sogenannter
„deutscher Luther“, den die Nationalsozialisten für ihre Propaganda
vereinnahmen, als „Fürstenknecht“ oder später als Anführer der
„ersten frühbürgerlichen Revolution“ in der DDR. Immer wieder
wird der Reformator von der Obrigkeit vereinnahmt, werden seine
Äußerungen in einen neuen politischen Zusammenhang gesetzt.
Im Spannungsfeld von politischer Projektionsfläche und kollektiver
Identifikationsfigur erleben Besucherinnen und Besucher der
Sonderausstellung „Luther. 1917 bis heute“ einen steten Wandel
des Lutherbilds als Spiegel seiner Zeit. Diese anregende Reise in
die deutsche Geschichte führt zu einer einzigartigen Begegnung
und persönlichen Auseinandersetzung mit der Legende Luther.

Ausstellung: Wietmarschen 02.05.2017 - 30.11.2017

Kloster und Stift Wietmarschen – Reformation und Gegenreformation in der Grafschaft Bentheim

Heimatverein Wietmarschen

Veranstalter: Heimatverein Wietmarschen
Veranstaltungsort: Verwalterhaus, Klostergang 2, 49835 Wietmarschen
Ausstellungszeitraum: 02. Mai – November 2017

Die Ausstellung präsentiert verschiedene Themen rund um die Reformation in der Gemeinde Wietmarschen:
– Die Grafen von Bentheim und die Gründung des Klosters Wietmarschen
– Die Reformation und die Grafschaft Bentheim
– Reformationsversuche in Wietmarschen
– Der Graf wird katholisch – Gegenreformation in der Grafschaft Bentheim

Theater: Münster 18.05.2017 - Mitte Juli 2017

Uraufführung „Das neue Jerusalem – oder: Die Leiden des Jan van Leiden“

Auftragswerk zum 500. Reformationsjubiläum

1534 predigt in Münster der weitgereiste Schneider, Kaufmann,
Gastwirt und Schauspieler Jan Beuckelsson, besser bekannt als
Jan van Leiden, ein Täufer, zu dem Katholiken wie Protestanten
in Scharen überlaufen – vor allem Frauen. Anders als die Lutheraner
fordern sie eine radikale Umkehr zur Gütergemeinschaft. Ab
Februar 1534 erscheint der Prediger Jan Mathys in der Stadt und
ernennt Münster zum „Neuen Jerusalem“. Es entbrennt ein blutiger
Machtkampf zwischen Täufern, Kirche, Adel und Bürgern. Als
Jan Mathys getötet wird, steigt Jan van Leiden zum „König“ auf.
Ab jetzt dürfen Männer mehrere Frauen heiraten. Und über alle
privaten Interessen wird die Gemeinschaft der Gläubigen gestellt.
Doch in der apokalyptischen Situation mit den Kriegsknechten vor
den Toren der Stadt greift Jan van Leiden zu immer drastischeren
Mitteln, bis die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten ist ...
Menschen in krisengeschüttelten Zeiten zwischen Utopie und
Fanatismus. Ein lebendiges Stück Münsteraner Stadtgeschichte –
zum Reformationsjubiläum für die Bühne neu erzählt.
Das Wolfgang Borchert Theater vergibt hierzu ein Auftragswerk
an die Autorin Arna Aley, die bereits 2014 das Auftragswerk „Die
letzte Soirée“ über Alfred Flechtheim verfasste. Intendant Meinhard
Zanger führt Regie.

Ausstellung: Lemgo 20.08.2017 - 14.01.2018

Glaube, Recht & Freiheit 1517 – 1617 – 2017

Die Ausstellung im Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo
nimmt zwei Jubiläen in den Blick: das 500. Reformationsjubiläum
sowie – für die Stadt Lemgo ebenso entscheidend – die Verabschiedung
des Röhrentruper Rezesses 1617.
Nach der eigenständigen Stadtreformation (Kirchenordnung 1533)
kam es um 1600 zu einem massiven Konflikt zwischen der Stadt
und dem Landesherrn Simon VI. zur Lippe, der sich durch den
Übergang der Grafschaft Lippe zum reformierten Bekenntnis entzündet
hatte. Im genannten Rezess wurde der Konflikt beigelegt
und der Stadt weitreichende Selbstverwaltungsrechte garantiert,
darunter der Verbleib beim lutherischen Bekenntnis und ein eigenständiges
Kirchenregiment. Nicht alle Ergebnisse des Vertrags waren
positiv: Der Rezess ermöglichte die Hexenverfolgungen in der
Stadt, behinderte die Stadtentwicklung zugunsten der Residenz
Detmold und führte zu Konflikten zwischen Lutheranern und Reformierten
in Lemgo. Die Ausstellung zeigt die Folgen von Reformation
und Rezess für die Stadt und die lutherischen Kirchengemeinden
St. Marien und St. Nicolai bis zur Aufhebung der kirchlichen
Privilegien 1854 bzw. bis zur Mitte 1880er Jahre. Im Fokus stehen
dabei einerseits Pfarrer und andere zentrale Akteure der Lemgoer
Kirche und ihre Vernetzung über Lippe hinaus, andererseits die Bereiche
Theologie, Alltagsleben und Politik. Auch nach dem Röhrentruper
Rezess blieb die Konfession ein identitätsstiftendes Moment
für die Bürger Lemgos. Er setzte eine verstärkte Konfessionalisierung
der Stadt in Gang. Die Lemgoer Stadtkirche konnte bis Mitte
des 19. Jahrhunderts ihre Eigenständigkeit bewahren.

Ausstellung Münster 01.09.2017 - 14.01.2018

Die Macht des Wassers – Taufen in der Reformation

Ausstellung im Stadtmuseum Münster vom 1. September 2017 bis zum 14. Januar 2018

In Münster hatte die Veröffentlichung der Thesen von Martin Luther im Jahr 1517 keinen direkten Nachhall, erst zu Beginn der 1530er Jahre gab es nichtlutherische Reformationsbestrebungen. Kern des Streits waren die unterschiedlichen Vorstellungen von Taufe, und diese Diskussion ist eng mit den münsterischen Ereignissen um die sogenannten Wiedertäufer verknüpft. Das Ausstellungsprojekt stellt die kontroverse Behandlung der Taufe während der Reformation in den Mittelpunkt: Flugschriften Martin Luthers wie seiner Gegner, Karikaturen, Taufgeschenke, Taufbecken aber auch digitale Animationen visualisieren die unterschiedlichen historischen Auffassungen zur Taufe. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Taufdarstellungen im lutherischen Bereich. Bei diesen Taufbildern vollziehen meist lokale Reformatoren die Taufe und stehen deshalb im Mittelpunkt der Darstellungen.

Ausstellung: Detmold 03.09.2017 - 07.01.2018

Machtwort!

Reformation in Lippe

Kein Heiligenbild – keine Reliquie – kein Ablass und was nun?
Per „Machtwort“ entschieden die Landesherren während der Reformation
über die Konfession ihrer Untertanen. Aber geht das –
Glauben verordnen?
Das Lippische Landesmuseum nimmt Besucherinnen und Besucher
mit in eine Zeit gesellschaftlicher und religiöser Um- und
Aufbrüche, die Vertrautes in Frage stellten, Lebenswelten auflösten
und die die Geschichte Lippes bis heute prägen. Sie erfahren,
wie die Bevölkerung in Lippe auf die Einführung des lutherischen
und einige Jahrzehnte später des reformierten Bekenntnisses
reagierte, was sie hinnahm, wofür sie kämpfte und wogegen
sie aufbegehrte.
Bildersturm und energisches Eintreten für den Protestantismus
prägten die öffentliche Meinung ebenso wie Widerstände gegen
die Glaubensvorgaben. Sowohl das Festhalten an Altbewährtem
als auch der gelebte Glaubenswandel schlugen sich in Kunst und
Alltagskultur nieder. Nur wenige regionale Zeugnisse dieser Zeit
sind erhalten geblieben und können anlässlich des Reformationsjubiläums
im Lippischen Landesmuseum bestaunt werden. Besucherinnen
und Besucher erfahren hier, wie die Reformation in
einem kleinen Territorium die Welt veränderte!

Ausstellung zur Reformation 05.10.2017 - 20.11.2017

Ausstellung zur Reformation in Lübbecke

Stadtarchiv Lübbecke 05.10.2017 - 20.11.2017

Ausstellung zur Reformation (Stadtarchiv Lübbecke)

Altes Rathaus Lübbecke, Am Markt 3, 32312 Lübbecke
Kooperationsveranstaltung der Kirchengemeinden Bad Holzhausen und Börninghausen, des Stadtarchivs Lübbecke sowie des Kirchenkreises Lübbecke im Rahmen der Veranstaltungsreihe "StichWort Reformation"

Vortrag: Münster, 26.10.2017

Luther und der Papst. Worum ging es in der Reformation?

Reformationsfestvortrag der Evangelisch-Theologischen Fakultät

Prof. Dr. Kenneth G. Appold (Princeton) spricht zu dem Thema:

Luther und der Papst. Worum ging es in der Reformation?

am Donnerstag, dem 26. Oktober 2017, 18 Uhr c.t.
im Schloss der WWU, Schlossplatz 2, Hörsaal S 8.

Tagung: Lemgo 27.10.2017 - 28.10.2017

Jahrestagung der Historischen Kommission für Westfalen zur Reformation in Lemgo

Die Herbsttagung der Historischen Kommission 2017 beschäftigt
sich in Fortführung der Tagung 2015 in Lippstadt mit den Spezifika
der Reformation in Westfalen.
Während die Lippstädter Tagung Stadt- und Territorialreformationen
in den 1530er und 1540er Jahren thematisierte, geht es nun
um diejenigen Städte und Territorien, in denen die Reformation
im „Schneckentempo“ ablief oder nicht abgeschlossen wurde.
Auf diese Weise möchte die Tagung zeigen, dass es in Westfalen
nicht die eine Reformation im Sinne Luthers gab, sondern sich
liturgische Mischformen von Katholismus und Protestantismus
ergeben konnten. Weitere Themen sind der Alltag in den protestantischen
Gemeinden sowie die Konflikte innerhalb des Protestantismus
(Calvinismus). Zum Abschluss der Tagung steht die
Frage im Mittelpunkt, auf welche Weise die Menschen in Dörfern
und Städten am Ende des 16. Jahrhunderts trotz unterschiedlicher
Bekenntnisse konfliktfrei miteinander umgingen.

Ausstellung: Münster 01.11.2017 - 14.01.2018

Die Macht des Wassers

Taufen in der Reformation

1517 hatte die Veröffentlichung der Thesen von Martin Luther
in Münster keinen direkten Nachhall; erst zu Beginn der 1530er
Jahre gab es nichtlutherische Reformationsbestrebungen. Kern
des Streits waren die unterschiedlichen Vorstellungen von Taufe:
eine Diskussion, die eng mit den münsterischen Ereignissen um die
sogenannten Wiedertäufer verknüpft ist.
Der Initiationsritus der Taufe hat eine herausragende Bedeutung.
Während die Katholiken sieben Sakramente kennen, lehnte
Luther alle überlieferten Sakramente ab – bis auf die Taufe. Die
reformatorische Täuferbewegung wiederum sah im Vollzug der
Taufe an Neugeborenen keinen Sinn: Für sie war das im vollen
Verständnis vom Täufling gesprochene Glaubensbekenntnis Voraussetzung
der Taufe.
Die Ausstellung stellt die kontroverse Behandlung der Taufe während
der Reformation in den Mittelpunkt: Flugschriften Martin
Luthers wie seiner Gegner, Karikaturen, Taufgeschenke, Taufbecken
aber auch digitale Animationen visualisieren die unterschiedlichen
historischen Auffassungen der Taufe. Ein weiterer
Schwerpunkt sind die Taufdarstellungen im lutherischen Bereich.
Diese werden in ihrer Bedeutung analysiert, da insbesondere die
lokalen Reformatorenpersönlichkeiten als Taufausführende dargestellt
werden.

Ausstellung: Lemgo 03.11.2017 - 07.01.2018

Mach’s Maul auf!

Reformation im Weserraum

500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag zeigt das Weserrenaissance-
Museum Schloss Brake eine Ausstellung über die Reformation
in Nordwestdeutschland. Erstmals werden die kulturellen,
politischen und kirchlich-religiösen Rahmenbedingungen
der Reformation in der Region veranschaulicht.
Anhänger von Martin Luther predigten – getreu seiner Devise
„Mach's Maul auf!“ schon früh in Bremen, Braunschweig, Minden
und Herford. Zusammen mit den Bürgern der Städte wendeten
sie sich gegen die katholische Kirche. Es gab Aufruhr. Die
Bürger stürmten Kirchen und Klöster. Sie zerschlugen Altäre und
Heiligenbilder. Fürsten – Landgraf Philipp der Großmütige in
Kassel und Herzog Ernst der Bekenner in Celle – zählten zu den
Vorkämpfern der Reformation. Sie begründeten mit Luther die
evangelische Kirche, die nun unabhängig war vom Papst in Rom.
Die Ausstellung veranschaulicht die Entstehung und den Verlauf
der Reformation im Weserraum. Gemälde, Skulpturen, Flugblätter,
anregende Inszenierungen und moderne Medien führen uns
die enormen Veränderungen und den Wandel der christlichen
Religion vor Augen. Die Entstehung der verschiedenen Glaubensrichtungen
wird einfach und verständlich dargestellt. Eine besondere
Rolle fällt den Neuen Medien der Lutherzeit zu: Ohne den
Buch- und Bilderdruck hätte sich die Reformation nicht so schnell
ausbreiten können.

Vortrag: Herzebrock-Clarholz 09.11.2017

Die Reformation in Westfalen. Regionale Vielfalt, Bekenntniskonflikt und Koexistenz

Kirchengeschichte in der Zehntscheune

Vortrag Prof. Dr. Werner Freitag am 9.11. um 19.30 

Zehntscheune Clarholz, Raum 2
Propsteihof 10 a
33442 Herzebrock-Clarholz
Preis: 3,00€

Westfalens Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt sich als Flickenteppich. In kleineren und größeren Territorien, Autonomie-, Bischofs- und Landstädten, aber nur in einer Reichsstadt (Dortmund), in Adelsherrschaften, die sich wenige Dörfer erstreckte und in Klöstern und Stiften ging es wie anderswo in Deutschland darum, die Reformation einzuführen bzw. zu verhindern. Demzufolge gab es städtische, landesherrliche, bischöfliche, sodann auf das Territorium bezogene ständische sowie "Adels- und Pfarrerreformationen". Ebenso aber gab es auch Städte und Territorien in Westfalen, etwa das Münsterland, wo es "nur" zu einer evangelischen Bewegung kam, die nicht in eine Reformation mündete, oder wo ein vermittelnder Weg im Sinne der humanistischen Reform eingeschlagen wurde (Grafschaft Ravensberg).
In einem einleitenden Vortrag wird Werner Freitag diese regionale Vielfalt der Reformation vorstellen. Es folgt mit dem Vortrag von Sebastian Schröder über Kloster und Pfarrei Herzebrock ein ortsgeschichtlicher Zugriff, welcher die Grenzen der Reformation deutlich macht. Im dritten Vortrag geht es um die Landzeitreformation in der Grafschaft Rietberg. Alwin Hanschmidt thematisiert zudem die wechselvolle Geschichte der Reformation in Wiedenbrück und im gesamten Amt Reckenberg. Im vierten und abschließenden Vortrag wird die Perspektive gewechselt: Johannes Meier stellt den katholischen Reformer Johannes Gropper vor.

Vortrag: Herzebrock-Clarholz 16.11.2017

Beharrung und das Einsickern der neuen Lehre am Beispiel des Klosters und der Parochie Herzebrock

Kirchengeschichte in der Zehntscheune

Vortrag Sebastian Schröder M.A. am 16.11. um 19.30 

Zehntscheune Clarholz, Raum 2
Propsteihof 10 a
33442 Herzebrock-Clarholz
Preis: 3,00€

Westfalens Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt sich als Flickenteppich. In kleineren und größeren Territorien, Autonomie-, Bischofs- und Landstädten, aber nur in einer Reichsstadt (Dortmund), in Adelsherrschaften, die sich wenige Dörfer erstreckte und in Klöstern und Stiften ging es wie anderswo in Deutschland darum, die Reformation einzuführen bzw. zu verhindern. Demzufolge gab es städtische, landesherrliche, bischöfliche, sodann auf das Territorium bezogene ständische sowie "Adels- und Pfarrerreformationen". Ebenso aber gab es auch Städte und Territorien in Westfalen, etwa das Münsterland, wo es "nur" zu einer evangelischen Bewegung kam, die nicht in eine Reformation mündete, oder wo ein vermittelnder Weg im Sinne der humanistischen Reform eingeschlagen wurde (Grafschaft Ravensberg).
In einem einleitenden Vortrag wird Werner Freitag diese regionale Vielfalt der Reformation vorstellen. Es folgt mit dem Vortrag von Sebastian Schröder über Kloster und Pfarrei Herzebrock ein ortsgeschichtlicher Zugriff, welcher die Grenzen der Reformation deutlich macht. Im dritten Vortrag geht es um die Landzeitreformation in der Grafschaft Rietberg. Alwin Hanschmidt thematisiert zudem die wechselvolle Geschichte der Reformation in Wiedenbrück und im gesamten Amt Reckenberg. Im vierten und abschließenden Vortrag wird die Perspektive gewechselt: Johannes Meier stellt den katholischen Reformer Johannes Gropper vor.

Vortrag: Herzebrock-Clarholz 23.11.2017

Die Reformation in der Grafschaft Rietberg und im Amt Reckenberg. Anordnung der Landesherren und auswärtige Einflüsse

Kirchengeschichte in der Zehntscheune

Vortrag Prof. Dr. Alwin Hanschmidt am 23.11. um 19.30 

Zehntscheune Clarholz, Raum 2
Propsteihof 10 a
33442 Herzebrock-Clarholz
Preis: 3,00€

Westfalens Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt sich als Flickenteppich. In kleineren und größeren Territorien, Autonomie-, Bischofs- und Landstädten, aber nur in einer Reichsstadt (Dortmund), in Adelsherrschaften, die sich wenige Dörfer erstreckte und in Klöstern und Stiften ging es wie anderswo in Deutschland darum, die Reformation einzuführen bzw. zu verhindern. Demzufolge gab es städtische, landesherrliche, bischöfliche, sodann auf das Territorium bezogene ständische sowie "Adels- und Pfarrerreformationen". Ebenso aber gab es auch Städte und Territorien in Westfalen, etwa das Münsterland, wo es "nur" zu einer evangelischen Bewegung kam, die nicht in eine Reformation mündete, oder wo ein vermittelnder Weg im Sinne der humanistischen Reform eingeschlagen wurde (Grafschaft Ravensberg).
In einem einleitenden Vortrag wird Werner Freitag diese regionale Vielfalt der Reformation vorstellen. Es folgt mit dem Vortrag von Sebastian Schröder über Kloster und Pfarrei Herzebrock ein ortsgeschichtlicher Zugriff, welcher die Grenzen der Reformation deutlich macht. Im dritten Vortrag geht es um die Landzeitreformation in der Grafschaft Rietberg. Alwin Hanschmidt thematisiert zudem die wechselvolle Geschichte der Reformation in Wiedenbrück und im gesamten Amt Reckenberg. Im vierten und abschließenden Vortrag wird die Perspektive gewechselt: Johannes Meier stellt den katholischen Reformer Johannes Gropper vor.

Vortrag: Herzebrock-Clarholz 30.11.2017

Johannes Gropper (1503-1559) aus Soest - Theologie für eine katholischer Erneuerung der Praxis der Kirche

Kirchengeschichte in der Zehntscheune

Vortrag Prof. Dr. Johannes Meier am 30.11. um 19.30 

Zehntscheune Clarholz, Raum 2
Propsteihof 10 a
33442 Herzebrock-Clarholz
Preis: 3,00€

Westfalens Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt sich als Flickenteppich. In kleineren und größeren Territorien, Autonomie-, Bischofs- und Landstädten, aber nur in einer Reichsstadt (Dortmund), in Adelsherrschaften, die sich wenige Dörfer erstreckte und in Klöstern und Stiften ging es wie anderswo in Deutschland darum, die Reformation einzuführen bzw. zu verhindern. Demzufolge gab es städtische, landesherrliche, bischöfliche, sodann auf das Territorium bezogene ständische sowie "Adels- und Pfarrerreformationen". Ebenso aber gab es auch Städte und Territorien in Westfalen, etwa das Münsterland, wo es "nur" zu einer evangelischen Bewegung kam, die nicht in eine Reformation mündete, oder wo ein vermittelnder Weg im Sinne der humanistischen Reform eingeschlagen wurde (Grafschaft Ravensberg).
In einem einleitenden Vortrag wird Werner Freitag diese regionale Vielfalt der Reformation vorstellen. Es folgt mit dem Vortrag von Sebastian Schröder über Kloster und Pfarrei Herzebrock ein ortsgeschichtlicher Zugriff, welcher die Grenzen der Reformation deutlich macht. Im dritten Vortrag geht es um die Landzeitreformation in der Grafschaft Rietberg. Alwin Hanschmidt thematisiert zudem die wechselvolle Geschichte der Reformation in Wiedenbrück und im gesamten Amt Reckenberg. Im vierten und abschließenden Vortrag wird die Perspektive gewechselt: Johannes Meier stellt den katholischen Reformer Johannes Gropper vor.