Projekt GrünSchatz

Auf die richtige Mischung kommt es an

Aktuelles

Neues aus dem Projekt GrünSchatz: Fachtagung zum Thema Energie aus Wildpflanzen

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© Sabine Paltrinieri

Die diesjährige Fachtagung zum Thema „Energie aus Wildpflanzen – Chancen und Perspektiven“ findet am 23.06.2017 im Gemeinschaftshaus in Dorsten/Wulfen statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Zentrum für ländliche Entwicklung, der Regionale 2016 Agentur sowie der EnergieAgentur.NRW ausgerichtet. Es sollen aktuelle Ergebnisse aus den bisherigen Projektjahren vorgestellt und mit den verschiedenen Akteuren diskutiert werden. Zudem soll ein Erfahrungsaustausch mit anderen Projekten, die sich mit Energiegewinnung aus Wildpflanzen beschäftigen, stattfinden. Im Anschluss an die Fachtagung besteht die Möglichkeit einige Anbauflächen der Wildpflanzen zu besichtigen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für die energetische Nutzung von Wildpflanzen interessieren oder sich über den Erkenntnisstand des Projekts informieren möchten.
Informationen zur Anmeldung und Anfahrt entnehmen sie bitte dem Flyer.
 

Ökologische Begleituntersuchungen für das dritte Projektjahr angelaufen

Schwebfliege 1zu1
© Patrich Günner

Mit Beginn des Frühlings starten dieses Jahr wieder die Begleituntersuchungen auf den Wildpflanzenstreifen im „GrünSchatz Projekt“. Neben den Vegetationskartierungen auf den Untersuchungsflächen und den botanischen und faunistischen Untersuchungen im näheren Umfeld der Projektflächen werden auch in diesem Jahr wieder verschiedene Tiergruppen kartiert. Dazu zählen das Niederwild und die Avifauna, aber auch diverse Taxa aus der Klasse der Insekten. Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Untersuchungen kann der ökologische Mehrwert der „GrünSchatz-Flächen“ beurteilt werden. Die ökologischen Begleituntersuchungen werden jedes Jahr in der Zeit von März bis in den November durchgeführt.


Teamwork für mehr Biodiversität

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© Patrick Günner

Unter diesem Motto fand vom 30.11.2016 bis 02.12.2016 ein Workshop mit Master-Student/Innen des Institutes für Landschaftsökologie und Schüler/Innen der Fachschule für Agrarwirtschaft in Borken statt.

Nach theoretischer Einführung und praktischer Besichtigung diverser Projektflächen im südwestlichen Münsterland am Mittwoch fand am Donnerstag und Freitag  ein Workshop statt, bei dem Schüler/Innen und Student/Innen ihre Ziele bezüglich einer zukunftsträchtigen und die Biodiversität fördernden Landwirtschaft definierten. Im weiteren Verlauf wurden Strategien entwickelt, wie diese im Rahmen des „GrünSchatz-Projektes“ realisiert werden könnten.  Dabei fand ein intensiver Austausch über die existentiellen und wirtschaftlichen Sorgen der jungen Landwirte einerseits und den von den Landschaftsökologen aufgezeigten bedrohlichen Erkenntnissen bezüglich einer rasant abnehmenden Biodiversität in unserer Umwelt statt.  Es wurde nach Wegen, diesen Biodiversitätsverlust zu stoppen, gesucht. Beide Seiten konnten spannende Ausblicke über den eigenen Tellerrand hinaus gewinnen. Am Ende konnten einige interessierte Landwirte gewonnen werden, die sich durchaus vorstellen könnten „GrünSchatz-Kulturen“ anzulegen. Auch auf Landschaftsökologen-Seite wurden durch die vielen persönlichen Gespräche  wichtige Einblicke in die Möglichkeiten und Entscheidungswege  auf Seiten der  Landwirtschaft gewonnen, was dem Ziel, Naturschutz in die (Landwirtschafts-) Fläche zu bringen sicher zuträglich ist.

Ernte auf den GrünSchatz-Flächen

Fotos

© Patrick Günner
  • © Patrick Günner
  • © Patrick Günner
  • © Patrick Günner
  • © Patrick Günner
  • © Patrick Günner
  • © Patrick Günner

Anfang August fand auf den GrünSchatz-Flächen in Dorsten und Billerbeck die jährliche Mahd statt. Die Biomasse wird von den 100 Meter langen Grünstreifen mit Hilfe von Maisharvestern fein gehäckselt und anschließend für die Energiegewinnung in Biogasanlagen vergärt. Anbei finden sie einige Impressionen von der diesjährigen Ernte.

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© André Dünnebacke / Regionale 2016 Agentur

Projekt "GrünSchatz" als Vorreiter im Klimaschutz ausgezeichnet

Um die negativen Auswirkungen der Biogasgewinnung auf die Natur einzudämmen, erprobt das Projekt "GrünSchatz" neue Saatgutmischungen aus heimischen Wildpflanzen. Das Forschungsprojekt gehört ab sofort zu den Vorreitern im Klimaschutz der "KlimaExpo.NRW". Projektleiter Prof. Tillmann Buttschardt von der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung nahm die Urkunde am 1. Juli entgegen. weiterlesen...

Meliolotus Biene Sabine
© Sabine Paltrinieri

1. Fachtagung des GrünSchatz-Projekts

Am 1. Juli findet die Veranstaltung "Energie aus Wildpflanzen- erste Erkenntnisse aus dem Projekt GrünSchatz" in Wulfen statt. Das Projekt GrünSchatz untersucht die Eignung heimischer Wildpflanzenmischungen als alternatives Substrat für Biogasanlagen. Die Wildpflanzensaat wird auf verschiedenden Flächen im Raum Dorsten und Billerbeck auf insgesamt 24 Probeflächen angebaut. Dabei sollen die Auswirkungen auf Ökonomie, Ökologie und die Akzeptanz verschiedener Akteursgruppen untersucht werden. In der Veranstaltung sollen erste Erkenntnisse präsentiert und diskutiert werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit einige Wildpflanzenflächen bei Dorsten-Wulfen zu besichtigen und sich über die Untersuchungsmethoden von Flora und Fauna zu informieren. Bei Interesse geht es hier zum Einladungs-Flyer.

Sonnenblume 1zu1
© Tillmann Buttschardt

Projektidee und Ziele

Wildpflanzenmischungen sollen im westlichen Münsterland und im Lipperaum als alternatives Substrat für Biogasanlagen angebaut werden. Sie sollen unter ökologischen und ökonomischen Aspekten sowie unter Gesichtspunkten der Landschaftsgestaltung getestet werden.

Die Anbauflächen sollen als Demonstrationsflächen im Regionale- Raum Beispiel geben, welche Entwicklung in der Landschaft möglich ist. Bewohner, Landwirte und Besucher sollen erkennen, dass es Alternativen zum Maisanbau gibt (Soziales). Das Projekt wird dazu beitragen, die negativen Effekte der Energiewende auf die Landschaft und die Pflanzen- und Tierwelt abzubilden (Ökologie). Durch Exaktparzellenversuche soll gezeigt werden, welche wirtschaftlichen Potentiale zu erschließen sind und wie groß die Ertragslücke zu konventionellem Maisanbau ist (Ökonomie).

Durch die Entwicklung von Betreibermodellen soll exemplarisch aufgezeigt werden, wie auf Betriebsebene ein ökonomisch tragfähiger Anbau langfristig realisiert werden kann. In enger Abstimmung mit den Anforderungen in der Landwirtschaft und der Pflege städtischer Freiräume wird der Fokus auf die streifenförmige Anlage dieser Flächen gelegt. Hierdurch kann eine entsprechende Wildpflanzeneinsaat auch auf nur einer Ausbreitungsfläche angelegt werden.

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© MOSAIK MANAGEMENT GmbH