Unser Veranstaltungsprogramm!

Hier können Sie den Semesterprogramm-Flyer des Netzwerkbüros für das Wintersemester 2017/18 herunterladen.

Unser Programm im Überblick:

Mittwoch 8.11.2017 15-17 Uhr Hüfferstift, Raum B2.03 Berufe-der-Kirche vor Ort. Eine offene Sprechstunde mit Ursula Heck (Bistum Aachen)
Mittwoch 8.11.2017 19-20:30 Uhr KTh II (Johannisstraße 8-10)

Seelsorge!? Eine Themenreihe zu nicht ganz gewöhnlichen Berufen
Gefängnisseelsorge (Dietmar Jordan, Aachen)

Mittwoch 15.11.2017 19-20:30 Uhr KTh II (Johannisstraße 8-10) Seelsorge!? Eine Themenreihe zu nicht ganz gewöhnlichen Berufen
Urlauberseelsorge (Carolin Hanke, Osnabrück)
Mittwoch 22.11.2017 19-20:30 Uhr KTh II (Johannisstraße 8-10) Seelsorge!? Eine Themenreihe zu nicht ganz gewöhnlichen Berufen
Krankenhausseelsorge (Klaus Hammelbeck, Münster)
Mittwoch 29.11.2017 19-20:30 Uhr KTh II (Johannisstraße 8-10) Seelsorge!? Eine Themenreihe zu nicht ganz gewöhnlichen Berufen
Militärseelsorge (Constantin Rhode, Essen)
Donnerstag 7.12.2017 17-19 Uhr

Landesarchiv NRW in Münster

(Treffen um 16:40 Uhr unter dem KTh I)

EinBlick Beruf. Ein Informationsabend rund um die Arbeit im Landesarchiv
Dienstag 12.12.2017 17-18:30 Uhr KTh II Theo-Talk! Ein Gesprächsabend mit ARD-Chefredakteur Rainald Becker
Freitag 19.1.2018 9-15 Uhr Hüfferstift, Raum B 1.04 Management & Skills. Ein Karrieretag für Laien (bitte anmelden, begrenzte Teilnehmer_innenzahl!)
Dienstag 23.1.2018 18- ca. 20 Uhr c. t. Hüfferstift, Raum B 2.04 Seminar zur Nachbereitung der Praxisphase Praktikantenkolloquium

Sie wünschen sich Veranstaltungen zu bestimmten Themen? Oder Sie sind als Absolventin oder Absolvent eines Theologischen Studiengangs interessiert an einer Vorstellung Ihres Berufsfelds? Wenden Sie sich gerne an den Koordinatoren des Netzwerkbüros! theologieundberuf@uni-muenster.de

  • Das aktuelle Semesterprogramm

    Das Programm im Detail:

    Berufe-der-Kirche vor Ort

    Eine offene Sprechstunde

    Wer überlegt, sich bei einem Bistum zu bewerben, stellt sich viele Fragen.

    Welche Stellenformate gibt es?
    Was für Ausbildungswege muss ich gehen?
    Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

    In der offenen Sprechstunde kommen Sie mit Ursula Heck, Ausbildungsleiterin im Bistum Aachen, ins Gespräch. Ohne Voranmeldung und Vorgespräch, hier vor Ort: im Netzwerkbüro.

    Mittwoch, 8.11.2017, 15-17 Uhr im Hüfferstift, Raum B 2.03

    Seelsorge?!

    Eine Themenreihe zu nicht ganz gewöhnlichen Berufen

    Viele denken zuerst an die Arbeit in einer Gemeinde, wenn sie das Wort „Seelsorge“ hören. Dabei reicht das Tätigkeitsspektrum von Seelsorger_innen viel weiter.

    Wir wollen uns im Wintersemester die Zeit nehmen, speziellere Tätigkeitsfelder von Seelsorger_innen in den Blick zu nehmen:

    8.11. Gefängnisseelsorge (Dietmar Jordan, Aachen)
    15.11. Urlauberseelsorge (Carolin Hanke, Osnabrück)
    22.11. Krankenhausseelsorge (Klaus Hammelbeck, Münster)
    29.11. Militärseelsorge (Constantin Rhode, Essen)

    Vier Abende, vier Themen, vier Bistümer – und Ihre Fragen im Fokus.

    Wie sieht der Alltag in der Kategorialseelsorge aus?
    Wie funktioniert das Zusammenspiel von Privat- und Berufsleben?
    Welche Ausbildungswege müssen absolviert werden?

    Nach einem Impulsvortrag der Referent_innen haben Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen zu stellen. Im Anschluss an die einzelnen Veranstaltungen findet ein informeller Austausch statt.

    Je mittwochs, 8. / 15. / 22. und 29. 11. 2017, 19-20:30 Uhr s. t.im KTh II (Johannisstraße 8-10)

    EinBlick Beruf

    Ein Informationsabend rund um die Arbeit im Landesarchiv

    Archive sind faszinierende Orte – auch für Theologiestudent_innen. Sie fragen häufiger nach Berufsperspektiven in der Archivarbeit.

    Wie sieht ein Archiv eigentlich aus?
    Was macht man in einem Archiv?
    Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?

    Dr. Mechthild Black-Veldtrup beantwortet Ihre Fragen. Sie leitet das Landesarchiv NRW in Münster (Bohlweg 2), durch das sie uns führen wird.

    Donnerstag, 7.12.2017, 17-19 Uhr. Treffen um 16:40 Uhr unter dem KTh I (Johannisstr. 8-10). Von dort aus gehen wir gemeinsam zum Landesarchiv.

    Theo-Talk!

    Ein Gesprächsabend mit ARD-Chefredakteur Rainald Becker

    Sie haben ihn mit Sicherheit schon einmal gesehen, vielleicht in der Tagesschau oder im „Bericht aus Berlin“: Rainald Becker besetzt verantwortungsvolle Positionen bei der ARD als Chefredakteur wie auch als Koordinator des Bereichs Politik, Gesellschaft und Kultur. Und studiert hat er unter anderem Katholische Theologie.

    Beim Theo-Talk! spricht Rainald Becker mit Ihnen über seine Berufsbiografie, seine Tätigkeit bei der ARD und die gesellschaftliche Relevanz der Theologie heute.

    Der Theo Talk möchte der Berufsorientierung dienen. Vor allem aber will er Orte des Theologietreibens außerhalb von Universität und Seelsorge erkunden und die Diskussion über die gesellschaftliche Relevanz der Theologie fördern – im intensiven Gespräch mit spannenden Theolog_innen aus unterschiedlichen Berufsfeldern.

    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem studentischen Arbeitskreis des Mentorates (AKM) statt.

    Dienstag, 12.12.2017, 17-18:30 Uhr s. t. im KTh II (Johannisstraße 8-10)

    Management & Skills

    Ein Karrieretag für Laien

    „Als Laie habe ich in der Kirche nichts zu sagen“, denken manche, die auf Jobsuche sind. „Stimmt nicht!“, sagt Dr. Yvonne von Wulfen, Personalentwicklerin im Bistum Osnabrück, denn Laien übernehmen zunehmend Führungsverantwortung in der Kirche. Was man wissen muss:

    Wo braucht Kirche überhaupt Management?
    Was muss ich dafür eigentlich können?
    Welche anschlussfähigen Skills bringe ich als Student_in bereits mit?

    In kleinen Workshops und im Gespräch mit Yvonne von Wulfen erhalten Sie erste Antworten auf diese Fragen und erfahren, wo und wie Sie in der Kirche Chancen auf eine Karriere mit Führungsverantwortung haben.

    Freitag, 19.1.2018, 9-15 Uhr im Hüfferstift, Raum B 1.04

    Die Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt! Bitte melden Sie sich per Mail an! theologieundberuf@uni-muenster.de

    Seminar zur Nachbereitung der Praxisphase

    Praktikantenkolloquium

    Hier bekommen Sie Anregungen für ein Praktikum oder können Ihr absolviertes Praktikum reflektieren. Sie sind eingeladen zu einem ungezwungenen Austausch.

    Was darf ich von einem Praktikum erwarten?
    Was habe ich im Praktikum gelernt?
    Welchen Herausforderungen stehe ich als Praktikant_in gegenüber?

    Hinweis: Student_innen im Master CKG können im Rahmen dieser Veranstaltung einen Leistungspunkt im Orientierungsmodul III erwerben. Bitte wenden Sie sich dazu bis zum 20.12.2017 an das Netzwerkbüro!

    Dienstag, 23.1.2018, 18 Uhr c.t. (bis ca. 20 Uhr) im Hüfferstift, Raum B 2.04

    Noch Fragen?

    Dann wenden Sie sich an das Netzwerkbüro: theologieundberuf@uni-muenster.de

  • Nachberichte

    Download früherer Semesterprogramm-Flyer

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    • Sommersemester 2017

      Erolgreiche Zusammenführung von Expertise. Rund 80 Teilnehmende bei den 1. Münsteraner Fachgesprächen zur Zukunft des Theologiestudiums am 30.6. und 1.7.2017

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      „Wir werden jetzt die Zugfahrt zurück nach Erfurt nutzen, um Module zu entwerfen. Mein Kopf ist voller Ideen!“ Hoch zufrieden verlässt die Dekanatsassistentin der Katholisch-Theologischen Fakultät Erfurt Brigitte Kanngießer mit Dekan Michael Gabel die Münsteraner Fachgespräche. Gemeinsam mit rund 80 Personen aus Deutschland und der Schweiz war sie der Einladung von Dr. Barbara Zimmermann (Koordination Hochschuldidaktik) und Andree Burke (Netzwerkbüro Theologie und Beruf) nach Münster gefolgt, um an zwei Tagen (30.6. + 1.7.) über die Zukunft theologischer Studiengänge zu debattieren. Dank einer abwechslungsreichen, auf Kommunikation und Konkretion angelegten Tagungsdidaktik gelang es den beiden Koordinatoren, Expertinnen und Experte der Curriculumsentwicklung in Münster zu vernetzen und den Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Berufsfelder (Gemeinde, Schule, Hochschule und Kultur & Gesellschaft) zu intensivieren.

      Pünktlich um 14:00 Uhr begrüßten die beiden Koordinatoren unserer Fakultät am Freitag die Tagungsgäste im Tagungscafé. In ihrer Eröffnungsrede illustrierten sie anschaulich, wie unterschiedlich beispielsweise Studierende, Fachleiter, Mentoren und Professoren auf theologische Curricula schauen und wie sehr sich Verantwortliche der Curriculumsentwicklung heute im „Kreuzfeuer d(ies)er Interessen“ (so ein Untertitel der Tagung) sehen. Sie stimmten die Tagungsgruppe darauf ein, in Abgrenzung zum Wettbewerbscharakter des Bologna-Prozesses solidarisch Visionen, die Optionen sind für theologische Studienprogramme zu formulieren.

      Dass die Interessen der Studierenden dabei von zentraler Relevanz sind, wurde im 1. Tagungsteil herausgearbeitet. Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Theologiestudierende (AGT) – vertreten durch Johanna Tannen und Florian Tiede - brachte studentische Visionen klar ins Gespräch. Der Organisationspsychologe Prof. Michael Ley (Köln) betonte aus wissenschaftlicher Perspektive die Notwendigkeit von Anknüpfungspunkten zwischen (religiöser) Schüler_innenbiographie und Studium. Im gemeinsamen Gespräch im Plenum wurde deutlich, dass Studierenden- und Subjektorientierung Markenzeichen theologischer Studiengänge sein müssen. Gemeinsam trugen die Tagungsteilnehmer dazu konkrete Ideen zusammen: So könnten in Zukunft verstärkt Reflexionseinheiten im Curriculum verankert werden (theologisch basierte Reflexion der individuellen Glaubensbiographie, theologisch basierte Reflexion von Berufsleitbildern, Verbindung in der Figur der beruflichen Handlungskompetenz), es könnten Studierende vor und während des Semesters in die thematische Lehrplanung einbezogen sowie noch konsequenter curriculare Strukturen etabliert werden, die individuelle theologische Profilbildung ermöglichen. Durch eine – gemeinsam mit der Fachschaft erarbeitete – Ausstellung mit Zitaten, warum und wozu Studierende heute Katholische Theologie studieren, wurde zudem sichtbar, wie vielfältig und heterogen die Interessen gegenwärtig sind und dass es didaktisch Auftrag, Chance und Herausforderung zugleich ist, diese Motivationen aufzugreifen, um sinnstiftende Bildungsangebote zu ermöglichen.

      Im zweiten Tagungsabschnitt konturierte Prof. Ladenthin (Bonn) die Relevanz der Theologie aus bildungswissenschaftlicher Perspektive. Er schärfte mit seinem Vortrag den Blick dafür, Studierende der Theologie zu befähigen, ein theologisches Profil in die Gesellschaft einzuweben und christliche Positionen zur Legitimation von Sinnhaftigkeit zu formulieren. Sein Beitrag wurde auch beim anschließenden Conference-Dinner in der Aula der KSHG viel diskutiert.

      Am 2. Tagungstag stand der Dialog mit der Praxis im Vordergrund. In vier Themenräumen wurde ausgelotet, inwiefern Studiengänge schon auf die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Theologinnen und Theologen vorbereiten können. Dabei wurde raumübergreifend die Relevanz von Praktika bis hin zu Praxissemestern hervorgehoben. Ganz konkret könnte beispielsweise das Modell des Praxissemesters aus der Religionslehrerausbildung auf das theologische Vollstudium übertragen und ein vorgezogenes Gemeindesemester etabliert werden, um die Wechselbeziehung zwischen Theologie und fachwissenschaftlicher Ausbildung auf der einen und beruflicher Praxis auf der anderen Seite zu fördern. Mit Blick auf die Tätigkeitsfelder Hochschule sowie Kultur & Gesellschaft wurde unter anderem die Notwendigkeit individueller Profilbildung herausgestellt; dazu müssten curriculare Strukturen einer individuellen Profilbildung vorgesehen und didaktische Konzepte einer ausgewogenen Mischung aus Förderung und Eigeninitiative etabliert werden. Der Umgang mit Heterogenität wurde im Themenraum Religionsunterricht als eine zentrale Herausforderung markiert. Eine darauf reagierende binnendifferenzierte Didaktik im Religionsunterricht müsse schon im Studium stärker angebahnt werden. Neben dem Wissen um heterogene Schulklassen, Optionen einer reflektierten Klassifizierung und Kategorisierung sei – so wurde visionär formuliert – auch eine binnendifferenzierte Hochschuldidaktik begrüßenswert. Es gelte, eine Hochschuldidaktik zu fördern, bei der der Heterogenität der Studierenden Rechnung getragen werde. Zugleich wurde auf Arbeitgeberseite diskutiert, inwiefern solche Heterogenität sich als Charismenvielfalt dechiffrieren lässt.

      Zum Ende der Tagung formulierten Andree Burke und Barbara Zimmermann ganz praxisnah und exemplarisch, welche curricularen Handlungsoptionen aus den Münsteraner Fachgesprächen erwachsen können. Sie entließen ihre Tagungsgäste mit dem Impuls, konkrete Konsequenzen für die eigenen Standorte zu bedenken, um die Qualität theologischer Studienprogramme insgesamt zu fördern.

      Alle Visionen, Tagungsdokumentation und -nachbereitung unter www.muensteraner-fachgespraeche.de

      EinBlick Beruf – Gedenkstätte Esterwegen

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      Mit zwei Bullis und bereits am frühen Morgen motivierten Studierenden ging es am Samstag, den 24. Juni 2017, nach Esterwegen, um dort die KZ-Gedenkstätte und das angrenzende Kloster zu besuchen. Die große Frage, die zu dieser Exkursion Anlass gab, war die nach den wesentlichen Zügen der Gedenkstättenarbeit. Was ist Gedenkstättenarbeit eigentlich und haben in ihr auch Theolog_innen Platz?

      Kurt Buck, ausgebildeter Lehrer und nun Zuständiger für alle interessierten Gruppen, die das Emslandlager Esterwegen besuchen möchten, empfing uns freundlich. Bereits seiner Einführung in die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers, in dem die Nationalsozialisten von 1933 bis 1945 Menschen aus politischen, sozialrassistischen und kriminellen Gründen inhaftierten, merkte man deutlich seinen pädagogischen Hintergrund an. Weil er nach dem Referendariat wie so viele ausgebildete Lehrer_innen Schwierigkeiten hatte, eine Stelle an der Schule zu bekommen, landete er über Umwege als Historiker im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Mittlerweile wolle er gar nicht mehr in die Schule zurück. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit sei die Leitung von Besuchergruppen im Zentrum, doch gehörten auch Fragen rund um die Ausstellung in seinen Bereich. Besonders am Herzen lägen ihm Treffen mit Zeitzeugen und deren Nachkommen.

      Die Frage, ob auch Theolog_innen beruflich in die Gedenkstättenarbeit passen, ließ Kurt Buck dann kurz innehalten. Durchaus gebe es gewiss in der Theologie Bereiche, die für eine solche Arbeit mit der Geschichte qualifizierten. Doch eine Schwierigkeit müsse man bedenken: „Nach einem Theologiestudium in die Gedenkstättenarbeit, das geht wohl, aber nur, wenn Sie die Theologie außen vor lassen. Dies ist ein politisch und religiös neutraler Ort.“

      Nach einer Stärkung führte Kurt Buck uns kurz über das Außengelände. Baumgruppen nehmen dort mittlerweile den Platz der früheren Baracken ein. Am Rande des Geländes steht dann ein kleines Kloster. Wieder genossen wir dort einen herzlichen Empfang, dieses Mal durch die Schwestern, einen zu Gast weilenden Priester aus Neuseeland und Michael Strodt, Pastoralreferent im Bistum Osnabrück.

      Bereits zu Beginn betonten die Schwestern die Besonderheit eines Klosters an einem solchen Ort. Zurückhaltung müsse geübt werden, es gehe nicht darum, sich den Besucher_innen aufzudrängen. Vielmehr stehe das Kloster allen offen, die diesen Raum nutzen möchten. Und auch Michael Strodt verdeutlichte, dass man einfach für die Menschen da sein wolle. Wir durchschritten nach und nach verschiedene Räume, hielten immer wieder inne. Im Raum der Geschichte beschäftigten wir uns noch einmal mit dem bekannten Lied der Moorsoldaten. Im Raum des Schweigens taten wir zunächst genau das: schweigen. Bis einer die Stille brach. Und dann wurde über diesen Ort und seine Wahrnehmung gesprochen, an dem man eigentlich nur schreien wolle und doch oft nicht anders könne, als zu schweigen.

      In der kleinen Kapelle schließlich wurde eines besonders deutlich: Ganz im Sinne der Zurückhaltung dürfe man Opfern und allen Menschen, die kommen, um zu gedenken, niemals eine Theologie aufdrängen. Für Theolog_innen, die in der Gedenkstättenarbeit beruflich Fuß fassen möchten, hieße das also vor allem, eine besondere Sensibilität zu entwickeln.

      Text: Alissa Geisler

      „Manche kennen mich vielleicht, andere noch nicht. Aber dafür muss man sich nicht schämen“ Der „Theo-Talk!“ mit Lisa Feller am 13.06.2017

      Es wurde viel gelacht während des „Theo-Talks!“ im Sommersemester 2017. Zu Gast war die Komikerin und Schauspielerin Lisa Feller, die vor rund 15 Jahren ein Lehramtsstudium an unserer Fakultät absolviert hat. Ihr theologischer Universitätsabschluss hat ihr „eine Basis“ geschaffen, die ihr nicht nur eine Sicherheit, sondern auch ein Gespür für moralische und ethische Fragen gegeben hat. Für ihren Beruf ist das wichtig, denn „Comedy funktioniert nur, wenn man weiß, was Menschen lustig finden“.

      Schon während ihres Studiums konnte Lisa Feller einige Erfahrungen in der Medien- und Comedy Branche sammeln. Neben ersten Engagements wurde sie vor allem durch ihre Besuche des Placebo-Theaters im Café Milagro geprägt: „Hape Kerkeling war damals mein Vorbild“, verriet sie beim „Theo-Talk!“. Nicht verwunderlich, dass sie später selbst ein Teil des Theaterensembles wird.

      Im Talk äußerte sich Lisa Feller generell sehr wertschätzend über die Theologie: „Ich habe viele Freunde, die mit mir studiert haben, aber nicht in theologischen Berufen sind. Ich glaube aber, manche wären ohne die Theologie nicht dort, wo sie heute sind“. Dabei betonte sie gleich mehrfach, dass es nicht das Studium an sich gewesen ist, das ihre Karriere vorangebracht hat. Die Praxiserfahrung und die Möglichkeit sich auszuprobieren waren zwar zentral für ihren beruflichen Werdegang, aber vielmehr hatte sie das „große Glück eine weitere Leidenschaft zu finden“, der sie auch neben dem Studium nachgehen konnte.

      Im Gespräch machte Lisa Feller Studierenden Mut, sich auch in schwierigen Zeiten durchzusetzen und den eigenen Weg stringent zu verfolgen. Wenn man auch manchmal nicht weiß, was das nächste Jahr bringt, so wird man doch auch immer wieder mit, manchmal unerwarteten, Erfolgen belohnt, für die sich der Einsatz lohnt.

      Der Theo-Talk! möchte der Berufsorientierung dienen, aber auch Orte des Theologietreibens außerhalb von Universität und Seelsorge erkunden und die Diskussion über die gesellschaftliche Relevanz der Theologie fördern – im intensiven Gespräch mit spannenden Theolog_innen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern.

      Weitere Informationen über Lisa Feller finden Sie auf ihrer Website!

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      Kirche, Karriere, Kompetenz. Ein Informations- und Gesprächsabend zum Thema Aufstieg und Führung in der Kirche

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      Die Meinungen gingen weit auseinander, als Dr. Andrea Qualbrink die gut 25 Teilnehmer_innen der Veranstaltung Kirche, Karriere, Kompetenz am Dienstagabend (16.05.2017) fragte, ob Kirche anschlussfähig für ambitionierte Berufsperspektiven sei. „Wenn man Erfolg haben will, muss man sich schon einen anderen Verein suchen, denke ich“, äußerte sich eine Teilnehmerin. Eine andere entgegnete „Ich glaube schon, dass man in Kirche Karriere machen kann“.

      Auch unter Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Einschätzungen leitete Andrea Qualbrink die Fragedimensionen ab, die das Themenfeld Aufstieg und Führung in der Kirche betreffen: „Wer darf in Kirche was leiten?“, „Was ist denn eigentlich Karriere?“, Kann man in der Kirche Karriere machen und darf man das wollen?“ und „Was kann ich perspektivisch tun, wenn ich Interesse an einer Leitungsposition habe?“

      Zunächst stellte sie klar, dass es viele Bereiche in der Kirche gibt, in denen Leitung gebraucht wird und in denen auch Laien als Führungskräfte Anstellung finden können. Neben Ordinariaten und Generalvikariaten können das zum Beispiel auch diakonische Projekte, Gemeinden oder Bildungseinrichtungen sein. Als besondere Herausforderung für Führungskräfte hob Qualbrink hervor, dass in der Kirche verschiedene Diskurse relevant seien. In der Kirche gehe es nicht in erster Linie um Fragen der Effizienz oder des Gewinns, sondern eben auch um Fragen der Pastoral oder der Caritas, um die Zeichenhaftigkeit der Kirche. Führungskräfte benötigten daher Kompetenzen auf unterschiedlichen Ebenen, sowohl fachliche als auch gerade außerfachliche.

      Ein entscheidender Aufstiegsfaktor sei besonders die gelungene Vernetzung: „Für einen Aufstieg sind Mentor_innen und funktionale Netzwerke extrem wichtig. Es braucht einen angemessenen Habitus und eine geglückte Sichtbarkeit, um in einer Organisation aufzusteigen. Es reicht nicht, zu sagen: ‚Ich hab doch überall ne eins!‘“.

      Schließlich konnte Andrea Qualbrink allen Mut machen, die sich für eine Karriere in der Kirche interessieren. „Im Moment tut sich viel in der Kirche. Es tut sich etwas in Sachen Führungskultur. Und es tut sich auch etwas für Frauen, die Lust auf Leitungspositionen haben“.

      Dr. Andrea Qualbrink arbeitet als Referentin im Bistum Essen und als Prozessbegleiterin des Programms „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“. Sie hat ihre Dissertation über Frauen in kirchlichen Leitungspositionen geschrieben.

      PROMI-Tag - Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses am 13. Mai 2017

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      Gleich zwei Neuerungen kamen beim diesjährigen PROMi-Tag am 13. Mai zum Tragen: Einerseits war der Tag des Wissenschaftlichen Nachwuchses zum ersten Mal auch für Studierende in fortgeschrittenem Semester geöffnet, die an einer Promotion am Fachbereich interessiert sind. Andererseits wurde die bestehende Kooperation zwischen dem Prodekanat für Forschung, Internationalisierung und wissenschaftlichen Nachwuchs (Volker Niggemeier) und dem Verein „Forum internationaler Studierender an der Katholisch-Theologischen Fakultät der WWU“ (Ludger Hiepel) durch die Mitwirkung des Netzwerkbüros Theologie & Beruf (Andree Burke) erweitert.

      Im ersten Teil berichtete zunächst Prodekanin Heimbach-Steins über die Möglichkeiten einer Promotion am Fachbereich – Dr. theol., Dr. phil., Dr. paed. – und informierte über die am 1.4. in Kraft getretene neue Promotionsordnung. Der Vormittag stand zudem ganz im Zeichen der Vernetzung zwischen den Promovierenden und Interessierten unterschiedlicher theologischer Fächer und Disziplinen. Mittels dreier „Mini-Workshops“ wurden Gespräche über die Frage angeregt, wozu eine Promotion berufsbiografisch eigentlich dienen kann und soll. Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen wurden dann zwei größere Workshops angeboten.
      Den ersten Workshop mit dem Titel „‚The show must go on.‘ – Moderationsmethoden kennenlernen und ausprobieren“ leitete Dr. Elisabeth Mayweg-Paus (Zentrum für Hochschullehre der WWU Münster). In Kooperation mit dem Graduate Center der WWU Münster führte der professionelle Trainer Torsten Rother in Methoden der Gesprächsführung ein und zeigte Kommunikationsstrategien auf.

      Die Teilnehmer_innen zeigten sich in der anschließenden Reflexion zufrieden mit den Inhalten des Tages und nahmen viele Anregungen mit nach Hause.

      SAVE THE DATE: Der nächste PROMi-Tag findet am 9. Juni 2018 statt.

      Plakat zur Veranstaltung

      Wintersemester 2016/17

      Menschen mit Haltung und analytischen Fähigkeiten. Bernadette Spinnen reflektierte beim Theo-Talk! ihre Rolle als Theologin und Marketingexpertin

      Theo-talk3
      Bernadette Spinnen beim Theo-Talk!
      © Netzwerkbüro Theologie & Beruf

      Fast 50 Teilnehmer_innen kamen am Mittwochabend (7.12.2016) zum Theo-Talk! mit Bernadette Spinnen. Die Leiterin des Münster Marketing studierte in Münster, Innsbruck und Tübingen Katholische Theologie und Germanistik auf Lehramt.
      Nach ihrem Studium ließ Frau Spinnen sich auf einen Prozess der beruflichen Umorientierung ein, weil die Aussichten auf Stellen im Lehrerberuf schlecht schienen. Dabei erwiesen sich die ersten Schritte im Berufsleben als schwierige Erfahrung: „Ich habe in meinem ersten Bewerbungsgesprächen vor allem geübt und mich ausprobiert. Wenn man von der Uni kommt, hat man das Gefühl, dass man nichts kann, was die Berufswelt braucht. Dieses Gefühl attackiert in hohem Maße das Selbstwertgefühl. Es bedrückt und bedrängt“.
      Den Schlüssel zu ihrer eigenen beruflichen Perspektive fand sie darin, „ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Leute eigentlich wollen“. Entscheidend sei nicht der lupenreine und geradlinige Lebenslauf, sondern vor allem die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen, „Freude an der Hinwendung zum Menschen“ zu haben.
      Dies sei eine Fähigkeit, die besonders Theolog_innen aneignet. Für Frau Spinnen, die bereits nach kurzer Tätigkeit in der Stadtverwaltung mit 29 Jahren Leiterin des Kulturamts wurde, bildet sich darin eine von zwei Kernkompetenzen von Theolog_innen ab: „Theologen haben eine sehr klare Haltung zum Menschen. Das ist es, was man heute in Führungsetagen extrem braucht“.

      Theo-talk4
      Fast 50 Student_innen verfolgten aufmerksam den Theo-Talk!
      © Netzwerkbüro Theologie & Beruf

      Die zweite Kernkompetenz sieht sie in analytischen Fähigkeiten. „Ich habe gelernt, so an Bibeltexten oder Gedichten zu arbeiten, dass ich nicht nur andere Meinungen anhäufe. Das ist eine Fähigkeit, die viele Andere nicht haben, weil sie in ihrem Methodendenken feststecken“. Vor einem leeren Blatt zu sitzen und dennoch Ideen entwickeln und strukturieren zu können, sei eine nicht zu unterschätzende Begabung, die besonders durch Geisteswissenschaften wie die Theologie oder Germanistik gefördert werden könne.
      Theolog_innen seien Menschen mit Haltung und analytischen Fähigkeiten. Das mache sie besonders interessant für Berufe im Marketing- und Kulturbereich, so Frau Spinnen weiter. Dies sei besonders gut sichtbar zu machen durch Praktika. Praktika generieren überdies einen direkten Kontakt und vernetzen. Deshalb empfahl Frau Spinnen zum Ende der Veranstaltung allen Interessierten, sich um ein Praktikum im Marketing- oder Kulturbereich zu bemühen.
      Der Theo-Talk des Netzwerkbüros Theologie & Beruf findet einmal pro Semester statt. Er möchte der Berufsorientierung dienen, aber auch Orte des Theologietreibens außerhalb von Universität und Seelsorge erkunden und die Diskussion über die gesellschaftliche Relevanz der Theologie fördern – im intensiven Gespräch mit spannenden Theolog_innen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern.

      Theo-talk1
      © Netzwerkbüro Theologie & Beruf

      1.000 Veranstaltungen und 25.000 Gäste im Jahr. Dr. Michael Reitemeyer gibt einen Einblick in die Erwachsenenbildung

      Beim „EinBlick Beruf“ am Donnerstagabend, 24.11.2016, wird schnell klar, in welchen Dimensionen Erwachsenenbildung sich bewegt. Dr. Michael Reitemeyer, Akademiedirektor des Ludwig-Windthorst-Hauses (Lingen), muss nur den Jahresdurchschnitt der Besucher_innen nennen, um zu verdeutlichen, welches gesellschaftliche Gewicht Katholische Akademien haben. Es verwundert deshalb kaum, dass Erwachsenenbildung besonders auch eine Brücke zwischen Kirche und Politik darstellen kann.

      Programmatisch für Reitemeyer ist die Person Ludwig Windthorsts. Der Sozialreformer hatte im Kulturkampf Bismarck Widerstand geleistet und ist ausdrücklich als Katholik für Minderheiten in der Bevölkerung eingetreten. Wie Windthorst am Zahn der Zeit zu sein und politische Prozesse beobachten und beeinflussen zu können, sei ein spannendes Moment der Erwachsenenbildung. „Das Schöne ist: Sie können sich ein eigenes Bild machen“, so Reitemeyer.

      Dabei komme es besonders auf kommunikative Fähigkeiten, Neugierde, Offenheit und Interesse an. „Sie müssen übersetzen“, sagt Reitemeyer und spricht damit eine sinnbildliche Kernkompetenz in der Erwachsenenbildung an. Theolog_innen zeichne hinsichtlich dessen das Erlernen vielfältiger anschlussfähiger Teildisziplinen und „der Blick für das Ganze“ aus.

      Reitemeyer folgert daraus: „Die Katholische Theologie muss sich nicht unter Wert verkaufen“. Theolog_innen haben Fähigkeiten, die gesellschaftlich gefragt sind. Sie sollten sich einbringen in inhaltliche Diskurse.

      Zum Abschluss des Abends erläutert Reitemeyer, worauf es ihm in Bewerbungen ankommt und gibt Tipps zur Weiterqualifikation in und nach dem Studium. Eine Teilnehmerin stellt im Anschluss daran fest: „Das war hilfreich“.

      Foto vom EinBlick Beruf
      Dr. Michael Reitemeyer beim EinBlick Beruf am 24.11.2016
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      Was eine Fusselbürste mit dem Berufseinstieg zu tun hat… Beim Themenabend „I did it my way“ erzählen Absolvent_innen von ihrem Berufseinstieg

      Rund 20 Student_innen haben sich am Donnerstagabend (17.11.2016) aufgemacht, um sich Anregungen zum Berufseinstieg geben zu lassen. Sie kamen ins Gespräch mit Merve Böckmann, Pastoralassistentin in Münster sowie Andre Knue, Projektkoordinator bei der DKM Darlehnskasse Münster eG und Henning Schoon, journalistischer Volontär beim Liboriusblatt in Hamm.

      Merve Böckmann beim Themenabend zum Berufseinstieg
      Merve Böckmann beim Themenabend zum Berufseinstieg
      © Netzwerkbüro Theologie & Beruf

      „Ich habe den klassischen Weg gewählt“

      Merve Böckmann reflektierte ihren bisherigen Werdegang, der sie als Pastoralassistentin in eine Pfarrei in Münster-Coerde geführt hat. Im Laufe ihres Studiums stellte sich der „klassische Weg für Theolog_innen“, die Arbeit in der Gemeinde, als passendes und gutes Arbeitsfeld für sie heraus. Dazu motiviert haben sie ihre Erfahrungen mit Menschen im ihr vertrauten kirchlichen bzw. religiösen Umfeld. Auch im Studium konnte sie dieses Umfeld unter anderem in der Durchführung von Tagen religiöser Orientierung intensiv erkunden.

      „Was können wir als Kirche eigentlich für die Menschen tun – was hat man eigentlich von Kirche?“, beschreibt sie ihren Ansatz in der Pastoral und fügt an: „Ich glaube, dass es interessanter wird in der Gemeinde“.

      Andre Knue beim Themenabend zum Berufseinstieg
      Andre Knue beim Themenabend zum Berufseinstieg
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      Praktika als Türöffner

      Andre Knue hat in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Netzwerke und Praktika äußerst sinnvoll sind: „Netzwerken und Praktika machen, das hat entscheidende Weggabelungen für mich eröffnet“. Deshalb rät er allen: „Etabliert ein Netzwerk, baut Kontakte auf, sprecht miteinander!“.

      Warum er gerade in einer Bank nach seinem Theologiestudium seinen Berufseinstieg finden konnte, führt er auf eine besondere Kompetenz von Theolog_innen zurück, nämlich „komplexe Strukturen auf das Wesentliche zu reduzieren und damit viele Faktoren in einer Entscheidungsfindung unterzubringen“.

      Andre Knue gab überdies einen wichtigen Tipp für Bewerbungsgespräche: „Es gibt zwei Dinge, die Sie für Bewerbungsgespräche unbedingt brauchen: Einen Block für Notizen und eine Fusselbürste, um gepflegt auszusehen und gut vorbereitet zu sein!“. Im Anschluss an die Veranstaltung verteilte er zur Erheiterung aller Anwesenden Fusselbürsten und Notizblöcke.

      „Auch ich benutze Blöcke“

      Für Henning Schoon sind Notizblöcke ebenfalls ein alltägliches Arbeitsinstrument. Der ursprünglich aus Wilhelmshaven stammende Journalismus-Volontär beim Liboriusblatt in Hamm stellte einige seiner vielfältigen Stationen im Vorfeld seines Volontariates vor. „Ich habe immer viel gemacht“, sagt er und verweist auf erste journalistische Erfahrungen in der Schule, Fotografenjobs neben dem Studium und Tätigkeiten als freier Mitarbeiter.

      Ein passendes Volontariat im Journalismusbereich zu finden, beschreibt er als Herausforderung: „Der Medienbereich ist riesig. Viele machen ‚was mit Medien‘. Manchmal kann das auch ein Haifischbecken sein“. Mit einigen guten Empfehlungen hat es für Henning Schoon aber letztlich gut geklappt. Seine Ausbildung am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp, München) konnte er kurz nach Abschluss seines Studiums beginnen.

      Henning Schoon beim Themenabend zum Berufseinstieg
      Henning Schoon beim Themenabend zum Berufseinstieg
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      Viele gute Gespräche

      Bis zum Ende des Abends wurden viele gute Gespräche geführt. Das Netzwerkbüro dankt allen Referent_innen und den Teilnehmer_innen für ihre anregende Beteiligung und ihr Engagement!

    • Sommersemester 2016

      Ein ganzer Tag zur beruflichen Orientierung. Student_innen erhalten Anregungen und Tipps für die eigene Berufsbiografie beim Orientierungstag „Berufsfelder der Theologie“ in der Akademie Franz Hitze Haus

      21 Teilnehmer_innen kamen am 8. Juli zum Orientierungstag „Berufsfelder der Theologie“, der in Kooperation des Netzwerkbüros Theologie & Beruf mit der Katholischen Akademie Franz Hitze Haus in Münster angeboten wurde. Lehramts-, Voll-, Master- und Promotions-Student_innen der Katholischen Theologie entwickelten Ideen zu ihren persönlichen Kompetenzen und glichen diese mit der Wirklichkeit in der Arbeitswelt ab. „Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen, da sie die Entdeckung der eigenen Kompetenzen mit sehr unterschiedlichen Biografien und unterschiedlichsten Arbeitsfeldern verbinden konnte“, fasst eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen zusammen. Den Vormittag gestalteten Kathrin Speckenheuer und Benedikt Jürgens von der Arbeitsstelle für kirchliche Führungsforschung am Zentrum für angewandte Pastoralforschung in Bochum. Mit mehreren Lerneinheiten zum Thema ‚Meine Kompetenzen als Theolog_in‘ erarbeiteten die Teilnehmer_innen ein individuelles Kompetenzprofil. Ein Bezug zur Arbeitswelt wurde hergestellt, indem vier Referent_innen, die selbst Theologie studiert haben, ihre Biografie und Tätigkeitsfelder vorstellten und sich dem Gespräch stellten. Ein Teilnehmer berichtet: „Sich noch einmal seiner Stärken und Kompetenzen bewusst zu werden, um dann mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen, hat diesen Tag zu einer runden Sache und guten Orientierungsmöglichkeit gemacht.“ Als Gesprächspartner_innen aus der Arbeitswelt standen Sonja Grolig (Mitarbeiterin im Bereich Controlling und Compliance beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“), Dr. Annette Jantzen (Referentin für Kirchenpolitik und Jugendpastoral beim Bundesverband des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend), Karl Kampermann (Personalleiter im Bistum Aachen) und Dr. Ilkamarina Kuhr (Referentin für Glaubensfragen und Bioethik bei der Deutschen Bischofskonferenz) zur Verfügung. Das niederschwellige Gesprächsangebot stellte für viele Teilnehmer_innen einen großen Gewinn dar: „Besonders gut hat mir gefallen, mit anderen Teilnehmenden in Austausch zu kommen. Die meisten Erkenntnisse kamen in den Pausen im lockeren Gespräch.“ Am Ende der Tagung waren sich Teilnehmer_innen, Referent_innen und Organisatoren einig: Der Orientierungstag „Berufsfelder der Theologie“ hat sich gelohnt. Im nächsten Jahr soll es erneut ein solches Angebot geben.

      Fotos

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      „Die Wege, die Theologinnen und Theologen machen, sind nicht unbedingt lineare“. ZDK-Präsident Thomas Sternberg beim Theo-Talk! am 27. Juni 2016

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      Mehr als 30 Student_innen sprachen beim Theo-Talk! mit ZDK-Präsident Sternberg
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      Thomas Sternberg beim Theo-Talk! im Sommersemester 2016
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      Der Seminarraum im Hüfferstift ist gut gefüllt, als am Montagabend ZDK-Präsident Thomas Sternberg zu einem Impulsvortrag ansetzt. Viele Student_innen interessiert, welche Stationen der 64jährige durchlaufen und welche Akzente er in seiner beruflichen Biografie gesetzt hat. Dieser jedoch überrascht seine Zuhörer_innen zunächst: „In die Theologie bin ich so reingerutscht.“

      Nach einer Bäckerlehre studierte Sternberg zunächst Germanistik. Durch Ermutigungen seiner Kommilitonen bewegt, ließ er sich auf die Theologie ein und entschied sich später während eines Auslandsaufenthalts in Rom dazu, zusätzlich ein Studium der Kunstgeschichte zu beginnen. Als seine Maxime im Studium bezeichnet er seine persönliche Begeisterung: „Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass das Wichtigste ist, dass man die Dinge im Studium macht, für die man brennt.“

      Für Sternberg war es deshalb nur folgerichtig, nach dem Studium zuerst eine Promotion in Germanistik und anschließend eine zweite Promotion in Theologie folgen zu lassen. Nebentätigkeiten als Dozent lassen ihn 1988 für den Posten des Direktors der Katholischen Akademie Franz Hitze Haus in Münster in Frage kommen, den er bis vor Kurzem innehatte. „Es hat mir einen riesen Spaß gemacht, im Franz Hitze Haus meine verschiedenen Interessen zu verbinden“, sagt er rückblickend.

      Sein politisches Engagement als Landtagsabgeordneter und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) führt Sternberg mehrfach am Abend auf sein Selbstverständnis als Theologe zurück: „Theologen sind stark gefragt, wenn es darum geht, gesellschaftliche Konsensfragen zu bearbeiten“. Auf die Rückfrage nach der gesellschaftlichen Relevanz der Theologie heute antwortet er: „Das Gegenüber der kirchlichen Äußerung ist die Zivilgesellschaft. Die Politik muss auf diese reagieren und ist sehr interessiert an religiösen und politischen Positionen“.

      Schließlich kommt Sternberg auch auf kirchenpolitische Fragen zu sprechen: Das Diakonat der Frau und die Ämtertheologie sind zwei Stichworte zu denen immer wieder Rückfragen gestellt werden. Er nennt einige Positionen, die das ZdK vertritt, verdeutlicht aber auch, welche Verantwortung Theolog_innen heute tragen: „Wenn die Kirche noch funktionieren soll, dann wenn Sie es tun!“

      Der Theo-Talk des Netzwerkbüros Theologie & Beruf findet einmal pro Semester statt. Er möchte der Berufsorientierung dienen, aber auch Orte des Theologietreibens außerhalb von Universität und Seelsorge erkunden und die Diskussion über die gesellschaftliche Relevanz der Theologie fördern – im intensiven Gespräch mit spannenden Theolog_innen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern.

      Der „Drang, dazwischen zu sein“. Bernhard Remmers stellt beim EinBlick Beruf Berufsperspektiven im Bereich Journalismus vor

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      Bernhard Remmers beim EinBlick Beruf
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      Sind Theolog_innen eigentlich geeignet für die Arbeit im journalistischen Bereich? Ja, sagt Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor der Katholischen Journalistenschule ifp in München, beim EinBlick Beruf am 16. Juni 2016. Mit einer „ewig langen Liste“ belegt er zu Beginn des Abends, dass zahlreiche Journalist_innen, die heute für große Zeitungen, Radio- oder Fernsehsender arbeiten, Theologie studiert haben. Für Remmers, der selbst ein Studium der Geschichte und Sozialwissenschaften absolviert hat, ist ein Theologiestudium ein besonders guter Ausgangspunkt für die Journalistenausbildung: Theologiestudierende setzen sich intensiv mit Themen auseinander, die Menschen in vielerlei Hinsicht betreffen.

      Nachdem Remmers die Teilnehmer_innen des EinBlick Beruf über das Berufsfeld Journalismus im Allgemeinen ins Bild gesetzt hat, schlägt er konkrete Schritte für diejenigen vor, die einen journalistischen Beruf ergreifen möchten. Besonders wichtig seien dabei persönliche Voraussetzungen: In einem Beruf, der die Auseinandersetzung mit vielen verschiedenen Themen innerhalb kürzester Zeiträume fordert, braucht es Menschen, die neugierig sind, die Zusammenhänge im Hintergrund erkennen, die den „Drang, dazwischen zu sein“ besitzen und die die gewonnenen Erkenntnisse einem breiten Publikum verständlich und wahrheitsgetreu aufbereiten wollen. Diese Erfahrungsräume sollten Studierende, die sich für den Journalismus interessieren, schon frühzeitig durch Praktika oder Stellen in der freien Mitarbeit erkunden.

      Wer solche Interessen und Kompetenzen bei sich entdeckt, könne sich schließlich auf eine journalistische Ausbildung bewerben. Diese besteht zum größten Teil aus einem zweijährigen Volontariat und wird an vielen Journalistenschulen angeboten. Im ifp  gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, eine stipendierte studienbegleitende Ausbildung zu absolvieren, die neben der praktischen Mitarbeit in verschiedenen Redaktionen und Medien ein Kursprogramm in den Semesterferien umfasst.

      Weitere Informationen zu Bernhard Remmers, dem ifp und den dortigen Ausbildungsmöglichkeiten erhalten Sie unter http://www.journalistenschule-ifp.de/.

      EinBlick Beruf SoSe 2016
      © Netzwerkbüro Theologie & Beruf
    • Wintersemester 2015/16

      Chancen nutzen – wachsam sein. Dr. Bernward Kröger, Lektor, und Markus Schmitz, Satzdienstleister, gaben am 12.01.2016 Einblicke in ihre Arbeit

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      Markus Schmitz (links) und Bernward Kröger beim EinBlick Beruf
      Einblick Beruf WiSe 2015/16
      Markus Schmitz zeigte mit einer Live-Präsentation, wie Manuskripte digital verarbeitet werden

      Ziemlich schnell wird am Dienstagabend beim „EinBlick Beruf“ klar, wie schwierig es ist, als Theolog_in eine Stelle in einem theologischen Lektorat zu erhalten. „Das ist einfach passiert“, begründet Bernward Kröger die Tatsache, dass er diese Stelle im Aschendorff-Buchverlag bekommen hat. Er fügt aber hinzu: „Es gab eine ganze Menge Dinge, die mich passend gemacht haben“. Im entscheidenden Moment habe sich die richtige Stelle aufgetan, aber „nicht einfach so“. Wachsamkeit und Kontaktfreude seien die entscheidenden Faktoren gewesen, die ihm diese Chance ermöglichten.

      Ganz anders zeigt sich dagegen Markus Schmitz: „Es ist natürlich besser, wenn ich selbst der Chef bin“, sagt er schmunzelnd nach dreißig Jahren selbstständiger Tätigkeit. Wer einen solchen Weg gehen wolle, der habe ständig auf dem neuesten Stand zu bleiben, brauche Durchhaltevermögen und eine positive Einstellung zu seinem Beruf. Sein Tipp lautet deshalb: Zwei Jahre lang eine Tätigkeit „auszuprobieren“, um zu schauen, was man in den nächsten Jahren seines Lebens machen möchte. Man solle sich demnach vor allem nach seinen eigenen Fähigkeiten und Interessen orientieren – die Chancen seiner eigenen Interessen nutzen.

      Auf die Frage, wie man als Theologe in oder um einen Verlag herum arbeiten kann, antworten beide gleichlautend: „Vom Schreiben können Sie nicht leben“. Wissenschaftliche Publikationen erfordern in aller Regel eher finanzielle Zuschüsse, als dass sie Profit erbringen, und ‚theologische‘ Publikumsbücher werden zwar manchmal noch gedruckt, reichen aber nicht zum Lebensunterhalt. Wenn Sie als Theolog_in in einem Lektorat arbeiten wollen, so Bernward Kröger, „müssen Sie Spaß an Kommunikation unter Menschen haben“. In einem Lektorat sei die Arbeit ebenso kundenorientiert wie in anderen Wirtschaftszweigen. Deshalb empfehle sich für diejenigen, die sich für solche Arbeit interessieren, ein Praktikum, um Kontakte zu knüpfen, Interessen zu erkunden und Chancen zu generieren.

      „Ich brauche Menschen, die begleiten …“. Dipl.-Theol. Timo Brunsmann veranschaulichte seine Arbeit bei der DKM Darlehnskasse Münster eG

      Als am Mittwochabend um 18:15 Uhr Timo Brunsmann zu seinem Vortrag ansetzt, ist vielen der Teilnehmer_innen im Raum noch nicht klar, was sich hinter der Chiffre ‚Finanzmanagement‘ verbergen kann. Unklar ist vielen auch, weshalb gerade ein Theologe bei einer Bank arbeitet.
      Rund 90 Minuten später hat Timo Brunsmann Licht ins Dunkel gebracht: „Das können nur Theologen und Juristen“, sagt er leicht augenzwinkernd und spielt auf die glaubhafte Vermittlung der Sinnhaftigkeit nachhaltiger Investitionsstrategien an. Gerade die DKM Darlehnskasse Münster eG lege großen Wert auf ernsthaft nachhaltige Investitionen. Deshalb sei es wichtig, den Menschen verständlich zu machen, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet und so Vertrauen bei den Kunden zu schaffen.
      Eine beinahe pastorale Kompetenz sei gefordert, ohne dabei die professionelle Distanz zu brechen: „Ich brauche Menschen, die begleiten …“, fasst Timo Brunsmann sein Anliegen zusammen. Langfristig ginge es auch darum, ein Wertemanagement in das Bankenwesen zu integrieren; ein Vorhaben bei dem Theolog_innen eine große Rolle spielen könnten.
      Wir danken Timo Brunsmann für einen horizonterweiternden, sympathischen und spannenden Vortrag.
      Falls Sie Beratung zu beruflichen Perspektiven und Ihrer Interessenfindung als Theolog_in suchen, wenden Sie sich gerne an den Koordinatoren des Netzwerkbüros.

      Timo Brunsmann bei der Veranstaltung
      Timo Brunsmann während seines Vortrags am 16.12.

      „Ja, Theologinnen und Theologen sind besonders kulturaffin!“ Beim Theo-Talk! am 3.11. erzählte der Theologe und Regisseur Gerd Schneider von seinem Werdegang und stellte seinen Film „Verfehlung“ vor.

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      Gerd Schneider beim Theo-Talk!

      Als – zur Prime-Time – um 20:15 Uhr Gerd Schneider zu seinem Vortrag ansetzte, begann er mit einigen Paukenschlägen: Die Verbindung zwischen Theologie und Film sei unübersehbar, manches im Filmgeschäft sei vergleichbar mit der Kirche (mit dem Unterschied, dass es im Filmgeschäft „mehr Päpste“ gebe) und „ja, Theologinnen und Theologen sind besonders kulturaffin!“.

      Eben deshalb sind Berufsperspektiven für Theologinnen und Theologen im Bereich Kultur nicht zu missachten: Sie bringen Fähigkeiten mit, die einen frischen Blick auf Themen ermöglichen, an denen viele Menschen interessiert sind. Gerd Schneider ermutigte seine Zuhörerinnen und Zuhörer zu einer Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und kirchlich relevanten Themen auch anhand der eigenen Interessen, Fähigkeiten und Begabungen. Das Netzwerkbüro Theologie & Beruf und der Arbeitskreis Mentorat danken ihm ausdrücklich für einen fesselnd spannenden, informativen und rundherum gelungenen Abend!

      Falls Sie Interesse an Berufsfeldern im Bereich Kultur haben und vielleicht über ein Praktikum in diesem Feld nachdenken, wenden Sie sich gerne an den Koordinatoren des Netzwerkbüros!

    • Sommersemester 2015

      Theo-Talk! Ein Gesprächsabend mit der Leiterin des "heute journals" Anne Reidt am 25. Juni 2015

      Seit 2009 ist die Theologin Anne Reidt Leiterin des ZDF-Nachrichtenmagazins heute journal. Als Gast beim Theo-Talk! sprach sie über ihren beruflichen Werdegang, gewährte spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag in der heute-journal-Redaktion und zeigte einen Film über die Arbeit hinter den Fernsehkulissen. Die Studierenden nutzten die Gelegenheit, mit Anne Reidt ins Gespräch zu kommen und stellten zahlreiche Fragen. 

      Am Ende der Veranstaltung verabschiedete sich das aktuelle Team des Netzwerkbüros. Die studentische Mitarbeiterin Natalia Löster beendet ihr Studium und die Koordinatorin für Berufsperspektiven, Katharina Klöcker, wechselt an die Ruhr-Universität Bochum. Die Koordinatorin dankte den Studierenden für Ihr Interesse und die vielen guten Gespräche und Begegnungen. Der Aufbau des Netzwerkbüros sei ein tolles Projekt gewesen, betonte sie.  Nun wünsche sie dem Netzwerkbüro Theologie & Beruf und dem nächsten Team viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.

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      Alternative Berufsfelder mit Theologie. Chancen in Unternehmenskommunikation, Wissenschaftsmanagement, Verlag und Journalismus. Ein Studientag in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus am 22. Mai 2015

      Chancen in Unternehmenskommunikation, Wissenschaftsmanagement, Verlag und Journalismus. Ein Studientag in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus am 22. Mai 2015
      Studientag 22.5.2015

      Stimmen von Teilnehmer_innen:

      "Dieser Studientag bietet eine gute Möglichkeit über den Tellerrand hinauszuschauen. Es ist Platz für Fragen aller Art, und man bekommt wichtige Impulse für den weiteren Weg der Berufs- und teilweise auch Selbstfindung."

      "Mir wurde heute bewusst, dass ich doch mehr Möglichkeiten habe als ich dachte!"

      "Ich freue mich über den offenen und durchaus auch intensiven Austausch mit den Referenten."

      "Es ist schön gewesen, dass sich immer wieder die Möglichkeit ergab, persönlich mit den eingeladenen Theolog_innen ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen."

      "Es lohnt sich!"

      "Die Biografien der Referenten haben gezeigt, dass die Wege im Leben selten geradlinig verlaufen. Vieles stellt siche erst beim Gehen heraus. Ausdauer und Mut lohnen sich."

      Mir tat es gut, mich ganz konzentriert, mit meinen Vorstellungen für die Zukunft auseinanderzusetzen. Dies auszusprechen, zu kommunizieren und diskutieren, bringt mit mehr als die Gedanken nur im Kopf zu haben.

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      Einblick Beruf. Eine Informationsveranstaltung rund um den Beruf der Bibliothekarin / des Bibliothekars am 11. Mai 2015

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      Mit der Veranstaltung EinBlick Beruf war das Netzwerkbüro in diesem Semester zu Gast in einer der größten theologischen Spezialbibliotheken  im deutschsprachigen Raum, der Diözesanbibliothek in Münster. Im Gespräch mit Dr. Peter Behrenberg, Leiter der Bibliothek und seiner Stellvertretertin, Dr. Kirsten Krumeich, wurde deutlich, wie facettenreich der Beruf des Bibliothekars ist, aber auch, wie hoch die Hürden auf dem Weg zu einer Stelle als wissenschaftlicher Bibliothekar sind.

    • Wintersemester 2014/15

      perspektivWECHSEL. Ein Gesprächsabend zum Thema Bewerbung und Berufseinstieg am 15. Januar 2015

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      Ein neues Veranstaltungsformat des Netzwerkbüros feierte am 15. Januar 2015 Premiere. Zu Gast waren: Dr. Yvonne von Wulfen, Leiterin der Stabsstelle Personalentwicklung im Bistum Osnabrück und zuständig für die Einstellung von Theolog_innen, und Dr. Michael Schlagheck, Direktor der katholischen Akademie des Bistums Essen, Die Wolfsburg. Ergänzt wurde die Sicht der Arbeitgeber durch die einer Berufseinsteigerin: Julia Krebel, ehemalige Master-CKG-Studentin an unserer Fakultät und jetzt Leiterin des katholischen Bildungswerks Mettmann, die vor den mehr als 30 Studierenden und Absovent_innen, die zum perspektivWECHSEL gekommen waren, von den Höhen und Tiefen  ihres Berufseinstiegs berichtete.

      In eindrucksvollen Statements formulierten die Referent_innen, was aus ihrer Sicht unabdingbar bei einer erfolgreichen Bewerbung um eine Stelle ist. Alles entscheidend sei, ob jemand Leidenschaft, Begeisterungs-fähigkeit und hohe Sozialkompetenz zeige. Darin waren sich die drei Gäste einig. Ein Top-Zeugnis sei nicht alles, vielmehr komme es darauf an, ob jemand einen wachen Blick für die Wirklichkeit habe und die Perspektive des anderen einnehmen könne. Wer in der Erwachsenenbildung arbeiten wolle, so Schlagheck, müsse "verliebt sein ins Fragen". Dsc05700

      Frau von Wulfen wies darauf hin, dass es für die Bistümer immer schwerer werde, alle Stellen zu besetzen und riet den Studierenden, sich vor einem Bewerbungsgespräch über die eigenen Stärken und Kompetenzen klar zu werden und "auch über Leitung" nachzudenken. Ehrenamtliches Engagement und Praktika seien eine gute Vorbereitung auf den Beruf und öffneten oft Türen. Frau Krebel schließlich berichtete von ihren Erfahrungen bei der Stellensuche. Sie ermutigte die Studierenden, auch Umwege in Kauf zu nehmen, sich von Krisenzeiten nicht entmutigen zu lassen und dem eigenen Entwicklungspotential zu vertrauen.

      Theo-Talk! Theologie trifft Politik: Die Bundestagsabgeordnete Dr. Claudia Lücking-Michel zu Gast im vierten Theo-Talk! des Netzwerkbüros am 17.11.2014

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      Viele Studierende wollten sich diesen Gesprächsabend offensichtlich nicht entgehen lassen: Die Bundestagspolitikerin Claudia Lücking-Michel war prominenter Gast im Theo-Talk! Die promovierte Theologin erzählte von ihrem Studium in Münster, Jersualem und Tübingen und den Stationen ihrer beruflichen Laufbahn beim Cusanuswerk und Misereor, bevor sie ausführlicher auf ihre Tätigkeit als Politikerin einging.

      Für ein erfolgreiches Berufsleben sei es wichtig, ein Fach mit Leidenschaft studiert zu haben. "Brennen Sie für Ihr Fach?" fragte Lücking-Michel die rund 50 Zuhörer_innen. Darüberhinaus seien Ortswechsel wichtig, Auslandserfahrungen und ehrenamtliches Engagement, unterstrich die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Gepauktes Prüfungswissen habe ihr in ihrem Beruf kaum weitergeholfen. Viel wichtiger seien überfachliche Fähigkeiten, die das Theologiestudium vermittle. So sei etwa der kritische Umgang mit Texten eine äußerst wichtige Kompetenz für ihre Arbeit als Politikerin. 

      Der Abend schloß mit einer ausführlichen Gesprächsrunde. Die zahlreichen Rückfragen von Studierenden zeigten, dass die Ausführungen von Lücking-Michel zum Nachdenken anregten. Auch noch nach der Veranstaltung nutzten Studierende die Gelegenheit, mit der Politikerin ins Gespräch zu kommen und sich zum Beispiel nach Praktikumsmöglichkeiten zu erkundigen.

      Und hier noch der Link auf einen Bericht über den Theo-Talk bei Kirchensite.de, dem Online-Auftritt des Bistums Münster.

      EinBlick Beruf. Eine Informationsveranstaltung rund um den Beruf des Ehe-, Familien- und Lebensberaters am 6. November 2014

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      Der Beruf des Ehe-, Familien und Lebensberaters ist offenbar für viele Theologiestudierende eine attraktive Option: Mehr als 50 Interessierte nutzten die Gelegenheit, bei einer Abendveranstaltung mit dem Leiter der EFL im Bistum Münster, Dr. Markus Wonka, ins Gespräch zu kommen.

      Der Theologe und Psychologe, der für 230 Mitarbeiter_innen in 36 Beratungsstellen bistumsweit zuständig ist, stellte seinen eigenen Werdegang und den Berufsalltag eines EFL-Beraters vor und informierte darüber hinaus über Ausbildungswege und Einstellungschancen.

    • Sommersemester 2014

      Vielleicht doch eine Option? Pastoralreferent_in werden: Neue Perspektiven, Herausforderungen und Chancen. Ein Gesprächs- und Informationsabend am 4. Juni 2014

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      Das Interesse war riesengroß: Der Beruf des Pastoralreferenten stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Netzwerkbüros in Kooperation mit den Bistümern Aachen, Münster und Osnabrück. Rund 50 Studierende und Absolvent_innen waren gekommen, um sich über neue Entwicklungen in dem Berufsfeld zu informieren und mit Verantwortlichen für die Ausbildung und Pastoralreferent_innen ins Gepräch zu kommen.

      Den Auftakt bildeten Stephanie Heckmann-Grohs, Katharina Deuling und Florian Sobetzko - drei Pastoralreferent_innen mit ganz unterschiedlichen Stellenprofilen, die Einblicke in ihre Berufsbiografien und Aufgabenbereiche gaben und einen lebendigen Eindruck davon vermittelten, wie breit das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten ist.

      In der Pause nutzten viele Studierende die Möglichkeit, mit Anne Jansen (Aachen), Rainer Kiwitz (Osnabrück) und Klaus Hammelbeck (Münster) über Fragen der Ausbildung und bistumsspezifische Regelungen ins Gespräch zu kommen. Den Studierenden wurde nicht nur im übertragenen Sinn Appetit auf das jeweilige Bistum gemacht: es gab Aachener Printen, Münsterländer Mettwürste und Pralinen aus Osnabrück.

      Der Abend endete mit einem Podium, auf dem sich neben Anne Jansen, Florian Sobetzko und Katharina Deuling auch Domkapitular Hans-Bernd Köppen, Personalchef des Bistums Münster, den vielen Fragen der Zuhörer_innen stellte. Zahlreiche Themen wurden angeschnitten: Gefragt wurde nach Verdienstmöglichkeiten und der Stellensituation, den Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsmodalitäten, den Möglichkeiten der Einflussnahme auf Art und Ort der Stelle und, ob "ledige Pastoralreferenten wechselnde Lebenspartner haben dürfen". Zum Abschluss machten die Podiumsteilnehmer deutlich, dass der Beruf Zukunft hat, dass gute Theolog_innen gebraucht werden und dass in den kommenden Jahren viele Veränderungen und spannende neue Entwicklungen anstehen.

      Alternative Berufsfelder mit Theologie. Chancen in Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Studientag am 23. Mai 2014 in Kooperation mit dem Franz Hitze Haus

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      „Es ist unfassbar interessant zu sehen, wie weit man es entgegen aller Vorurteile mit einem Theologiestudium bringen kann“, so lautete das Fazit eines Teilnehmers am Ende des Studientags „Alternative Berufsfelder mit Theologie - Chancen in Wirtschaft, Wissenschaft und Medien“, einer Veranstaltung des Netzwerkbüros in Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus. 40 Theologiestudierende und Absolvent_innen waren am vergangenen Freitag in die katholische Akademie in Münster gekommen, um ihre eigenen Berufsperspektiven in der Begegnung mit Theolog_innen aus der Praxis weiterzuentwickeln.

      Vier Referent_innen stellten ihre Berufsbiografien vor, beschrieben ganz unterschiedliche Karrierewege, thematisierten aber auch die Krisen, die sie bewältigen mussten und gaben wertvolle Tipps. Am Nachmittag hatten die Studierenden und Absolvent_innen in kleinen Workshops Gelegenheit zum intensiven Austausch. Die Veranstaltung stieß auf ein sehr positives Echo: „Theologen können vieles und sollten dies auch offensiv vertreten! Der Studientag hat das für mich sehr beeindruckend dokumentiert und mich sehr ermutigt“, so stellvertretend das Resümee eines Teilnehmers.

      Weitere Kommentare:

      „Eine lohnende Tagung für alle, die Theologie studieren. Durch die unterschiedlichen Referenten wurde mein Horizont für meine beruflichen Möglichkeiten erweitert. Ich bin mir sicher: Ich werde meinen Weg finden!“

      „Eine empfehlenswerte Veranstaltung für alle (planlosen) Theologen! Ein gut strukturierter Tag, nette, offene Referenten und nette Teilnehmer!“

      „Theologen können vieles und sollten dies auch offensiv vertreten! Der Studientag hat das für mich sehr beeindruckend dokumentiert und mich sehr ermutigt.“

      „Es war sehr motivierend, Menschen kennenzulernen, die als TheologInnen Karriere gemacht haben. Das macht Mut für den eigenen Berufsweg.“

      „Es ist unfassbar interessant zu sehen, wie weit man es entgegen aller Vorurteile und Klischees mit einem Theologiestudium bringen kann.“

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      „Der Studientag war ein sehr erfreuliches und sinnvolles Erlebnis, das aufgrund der großen Vielfalt an Berufsbiographien ein sehr facettenreiches und im Hinblick auf die Zukunft nützliches Bild aufgezeigt hat.“

      „Danke für die gute Auswahl der ReferentInnen, die angenehme offene Atmosphäre & insgesamt für die Organisation dieses Tages.“

      „An diesem interessanten Studientag hatten wir die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Berufsfelder und Karrieren der Referenten mit ihren Höhen und Tiefen kennenzulernen. Zudem war Zeit für persönliche Fragen, die mit hilfreichen Tipps von den Referenten beantwortet wurden.“

      „Wer als Theologe nicht genau weiß, was nach dem Studium kommt, findet hier sehr authentische Beispiele für erfolgreiche Berufsbiographien.“

      „Ein rundum inspirierender und informierender Tag, der mir viele neue Perspektiven eröffnet hat.

      "Stimme der Bischöfe". Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, zu Gast beim Theo Talk am 8. Mai 2014

      Foto Kopp

      Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, war am 8. Mai 2014 zu Gast im Netzwerkbüro, das an diesem Tag mit dem prominenten Gast seinen ersten Geburtstag feierte. Kopp erzählte von seinem Werdegang und den Stationen seiner beruflichen Karriere.

      Doch nicht nur das: Die Zuhörer_innen erhielten spannende Einblicke in die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kirche und Öffentlichkeit. Auch von persönlichen Begegnungen mit Papst Franziskus berichtete Kopp. Viele Studierende nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen.

    • Wintersemester 2013/14

      „Im Dialog“ – Als Theologin in der Erwachsenenbildung… Stellv. Akademiedirektorin Dr. Judith Wolf zu Gast beim Theo Talk am 21. Januar 2014

      „Im Dialog sein“, das mache ihre berufliche Tätigkeit im Wesentlichen aus, erläuterte Dr. Judith Wolf, stellvertretende Akademiedirektorin der Wolfsburg beim zweiten Theo-Talk! des Netzwerkbüros Theologie & Beruf. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erhielten spannende Einblicke nicht nur in die Berufsbiografie der promovierten Sozialethikerin, sondern vor allem auch in die Arbeit an einer katholischen Akademie. Wolf erläuterte, dass in der Wolfsburg kaum noch Vorträge, sondern viel mehr moderierte Gespräche mit Vertretern ganz unterschiedlicher Fachrichtungen angeboten würden. Es ginge darum, die Leute ins Gespräch zu bringen und Inhalte lebendig zu vermitteln.


      Viele Angebote richteten sich mittlerweile an spezielle Berufsgruppen, so gebe es Schulungsprogramme unter anderem für Ärzte, Pflegende, Hospizmitarbeiter oder auch Trainer. Nahezu jede Veranstaltung basiere auf einer Kooperation mit einer Stiftung, kirchlichen Einrichtung, einem Ministerium oder anderen Institutionen. Als Dozentin an einer Akademie stehe man so im Kontakt mit sehr vielen interessanten Gesprächspartnern.
      Die anwesenden Studierenden nutzten die Gelegenheit zum Gespräch und erhielten Informationen aus erster Hand zu Fragen wie: Sollte man promoviert sein für eine Stelle als Akademiedozentin? Wie sieht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz konkret aus? Welche Kompetenzen sind von Vorteil?

      Tag der Theologin. Eine Kooperationsveranstaltung des Netzwerkbüros mit AGENDA - Forum katholischer Theologinnen e.V. am 13. November 2013

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      Die eingeladenen Referentinnen auf dem Tag der Theologin (v.l.): Dr. Monika Maaßen, Marlies Mittler, (Netzwerkbüro-Koordinatorin Dr. Katharina Klöcker), Prof. Dr. Claudia Gärtner, Maria Trübswetter

      Stimmen von Teilnehmerinnen:

      "Es war unglaublich inspirierend und beruhigend, die unterschiedlichen (Berufs-)Biographien der vier total spannenden Frauen zu erfahren und so zu sehen, dass es nicht den einen vorgefertigten Weg zu dem einen Beruf gibt, sondern, dass es normal ist, wenn der Weg in Schleifen verläuft. Vielen Dank für dieses tolle Angebot!" (Ursel Körlings)

      Ein inspirierender Tag in angenehm lockerer Atmosphäre. Ich habe nochmal neu verstanden, dass es darum geht, mir die Frage nach dem, was mir Spaß macht und was ich will, zu stellen. Die persönlichen und offenen Darstellungen der vier Frauenbiographien gaben immer wieder Anstoß zur Frage: "Und wie ist das bei mir?" Keine einschüchternden Übermenschen, aber vier ermutigende Powerfrauen. "Umwege in der Biographie erweitern die Ortskenntnis." Was nehme ich mit?: Inspirierende Kontakte halten, Prioritäten für das Jetzt setzen und selber präsent sein und anklopfen. (Uta Elisabeth Sürmann)
      Ich, als Erstsemester, bin zum Tag der Theologin gegangen um mir neue Perspektiven zu eröffnen. Meine spätere Berufswahl ist momentan noch nicht so relevant für mich, aber ich fand es sehr interessant zu hören, wie die vier Frauen zu dem gekommen sind, was sie heute sind und habe viel daraus mitgenommen! Ihre Tips und Erfahrungen werde ich im Hinterkopf behalten und mit einem guten Gefühl auf diesen Samstag zurück blicken! (Alina Lübbers)
      "Der Tag der Theologin hat mir neue Impulse bezüglich meiner beruflichen Perspektiven gegeben. Die spannenden und vielfältigen Biografien der Referentinnen ermutigen dazu, den eigenen Werdegang ganz individuell zu gestalten." (Susanne Huwer)

      "Es war ein toller, bereichernder Tag, der mir persönlich Mut macht, meinen eigenen Weg zu gehen. Die vorgestellten Berufsfelder (für Theologinnen) waren mir nicht neu, aber es war beruhigend, dass diese Frauen - mit ihren spannenden Berufen und Biographien - nach ihrem Studium auch nicht sofort wussten, wo es genau hingehen soll." (Katharina del Re)

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