Institut für Byzantinistik und Neogräzistik
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Forschungsprojekte


Lexikon der byzantinischen Autoren 

Seit Generationen wird das „Tusculum-Lexikon griechischer und lateinischer Autoren des Altertums und des Mittelalters“ als kompaktes Referenzwerk in byzantinistischer Forschung und Lehre eingesetzt. Die letzte Auflage des Lexikons erfolgte allerdings 1982. Die neugriechische Übersetzung von 1993 enthält einige Korrekturen und Ergänzungen, aber im deutschsprachigen Raum gab es seitdem keine Überarbeitung. Zwar wurden durch das „Lexikon des Mittelalters“ und das „Oxford Dictionary of Byzantium“ einige Autoren neu behandelt, doch eine Gesamtschau des literarischen Schaffens im griechischen Mittelalter wurde in den genannten Werken aufgrund der anders gewichteten Schwerpunktausrichtung nicht angestrebt.

Aus diesem Grund wird die Herausgabe eines neuen „Lexikon der byzantinischen Autoren“ in Angriff genommen. Das einbändige Lexikon ist als Nachschlagewerk für Wissenschaftler/innen und Studierende aller mediävistischen und literarhistorischen Disziplinen konzipiert und wird im Akademie Verlag (Leipzig) erscheinen. In alphabetischen Lemmata werden über 1000 Autoren aus dem Zeitraum 300-1500 behandelt; jeder Eintrag enthält eine Kurzbiographie und knappe Werkbeschreibung (unter Angabe von Editionen, Übersetzungen und (Sekundärliteratur) zum jeweiligen Autor (siehe Musterlemmata).

Ein Advisory Board von angesehenen Wissenschaftlern überblickt das Gesamtkonzept und wird die Qualität der Beiträge überprüfen.

Eine Liste der noch zu bearbeitenden Autoren finden Sie hier. Sollten Sie Interesse haben, den einen oder .anderen Eintrag zu verfassen, wenden Sie sich an die Projektbetreiber Michael Grünbart (Münster) oder Alexander Riehle (Wien)  [alexander.riehle@univie.ac.at / gruenbart@uni-muenster.de ]


 

(B2-8) Moses und David: Ambige Typologien für Patriarchen und Kaiser in Byzanz in der Koordinierten Projektgruppe Mediale Figurationen des Politischen und des Religiösen und in der Koordinierten Projektgruppe Martyrium und Märtyrerkult, Transformationen des Märtyrerbegriffs in mittelbyzantinischer Zeit

siehe hier


Kaiser und Patriarchen in Byzanz – eine spannungsvolle Beziehung

Im Rahmen des Exzellenzclusters "Religion und Politik" werden in dem Teilprojekt B 11 die Beziehungen und Formen des Umgangs zwischen dem byzantinischen Kaiser und dem Patriarchen von Konstantinopel untersucht und Möglichkeiten der Machtspielräume des geistlichen Oberhauptes beleuchtet.

Details siehe unter: http://www.uni-muenster.de/Religion-und-Politik/personen/projekt/gruenbart.html.


 

Byzantine Small Finds in the Menil Foundation Collection, Houston, Texas

In der Menil Collection in Houston (Texas) liegen knapp 700 Objekte aus früh- und mittelbyzantinischer Zeit (Schlüssel, Schlösser, Gürtelschnallen, Ringe, Metallkreuze, Metallstempel, Glasmedaillons, Glasgewichte, Bronzegewichte, Bleisiegel). Diese sind zum Großteil unpubliziert und somit der Forschung nicht zugänglich. Die Sammlung gehört zu den weltweit wichtigsten mit derartigen Gegenständen.  Im Rahmen des Projektes werden die Objekte erstmalig wissenschaftlich bearbeitet, beschrieben,  interpretiert und in einen kulturgeschichtlichen Kontext gestellt. Im Rahmen des Projektes, das von der Universität Münster unterstützt wird, wird es intensive Kollaborationen mit der Menil Foundation Collection (Houston, Texas) mit dem Dumbarton Oaks Research Center (Washington, D.C.), dem Walters Art Museum (Baltimore) und dem British Museum (London) geben.

Ziel des Projektes ist die Publikation des Bestandes der Sammlung und die Präsentation derselben in einem wissenschaftlichen Rahmen.

Projektverantwortlich:  Prof. Dr. Michael Grünbart                                                                     

 


 Die Briefe des Mönchs Hierotheos (12.Jh.)

Eine der wenigen bislang unedierten Briefsammlungen der mittelbyzantinischen Zeit befindet sich in der Handschrift Acad. Roum. 508 in Bukarest. Die Briefe stammen aus der Feder des Mönchs Hierotheos, der in der zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts im Hinterland Konstantinopels wirkte. Aus seiner etwa 170 Briefe umfassenden Sammlung lassen sich viele (und oft einzigartige) Einblicke in die Alltagskultur und die Organisation des Mönchtums in der Komnenenzeit gewinnen.  Ziel des Projektes ist die editio princeps des Textes sowie eine umfassende Kommentierung. 

(Projektverantwortlich Prof. Dr. Michael Grünbart)

Publikationen:

- ‘Tis love that has warm’d us – Reconstructing networks in 12th century Byzantium. In: Revue Belge de philologie et d’histoire 83 (2005) 301–313.

- Nachrichten aus dem Hinterland Konstantinopels: Die Briefsammlung des Mönchs Hierotheos (12. Jahrhundert). In: Byzantinische Zeitschrift 100 (2007) 57–70.

 


Medieval Friendship Networks

www.univie.ac.at/amicitia

 

Bibliography on Byzantine Material Culture and Daily Life

www.univie.ac.at/byzantine

International Medieval Bibliography

Mitarbeit an der International Medieval Bibliography ( University of Leeds) (Bereich Byzantinistik)

http://www.leeds.ac.uk./ims/imb/index.html


Neuedition und Übersetzung der Chronik von Morea
Institut für Byzantinistik und Neogräzistik


Die  “Chronik von Morea”  ist eine anonyme, in unverfälschter mittelgriechischer Volkssprache original abgefasste umfangreiche Verserzählung aus dem Anfang des 14. Jhs. Sie behandelt die Eroberung nach 1204 der Peloponnes durch fränkische Barone sowie die Herrschaft dort der Familie Villehardouin. Die Chronik erweist sich als mehrschichtige Fälschung, ursprünglich als das Werk eines im fränkischen Griechenland lebenden lateinischen Prälaten, dem es entgegen der herrschenden Meinung nicht um eine Auseinandersetzung mit den orthodoxen Griechen, sondern, in der Tradition volkssprachlicher Eroberungschroniken des Westens, um die nachträgliche Legitimierung der Herrschaft der Villehardouins ging.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Georgios Makris
Institut für Byzantinistik und Neogräzistik
Scharnhornstr. 110
48151 Münster
Tel. + 49 (0) 251 83 - 25110
makris@uni-muenster.de


                  Edition und Übersetzung der Schrift des Prokopios von Kaisareia

“Über die Bauten Kaiser Justinians” (De aedificiis)
Institut für Byzantinistik und Neogräzistik


Die Editionen der Schrift des Prokopios von Kaisareia “Über die Bauten Kaiser Justinians” (De aedificiis) zwischen 1603 (durch den Humanisten David Höschel) und 1913 (durch Jakob Haury in der Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana, bis heute maßgeblich) geben eine Version des Textes wieder, die vom Original weit entfernt ist, ja es gezielt und vielfach verfälscht. Die Neuedition basiert auf zahlreichen, bisher wenig berücksichtigten bzw. überhaupt nicht zur Kenntnis genommenen Überlieferungsträgern (z.B. Codex Guelf. Gudianus graecus 70 [4257]).

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Georgios Makris
Institut für Byzantinistik und Neogräzistik
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