Physiker der Universität Münster kontrollieren erstmals Spinströme auf atomarer Skala und machen mikroskopische Prozesse sichtbar
Aus der Informationstechnik sind Speicherzellen, in denen die Magnetisierung durch sogenannte Spinströme geschaltet wird, nicht wegzudenken. Diese Technologie ermöglicht es beispielsweise in Smartwatches, magnetische Informationen besonders schnell und mit höchster Dichte zu schreiben. Um zwischen zwei magnetischen Zuständen, die als Bits fungieren, hin- und herschalten zu können, ist eine gezielte Kontrolle der Spinströme auf kleinstem Raum erforderlich. Dr. Maciej Bazarnik und Prof. Dr. Anika Schlenhoff vom Physikalischen Institut der Universität Münster haben nun erstmals gezeigt, dass ein gezieltes Einstellen der Spinströme auch auf atomarer Skala möglich ist. Die Studie wurde jüngst in der Zeitschrift „ACS Nano“ veröffentlicht.