Geschichte der Zweigbibliothek Sozialwissenschaften

Nach Auflösung der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe im Jahr 1980 wurde deren Abteilungsbibliothek Münster als "Zweigbibliothek Scharnhorststraße" an die Westfälische Wilhelms-Universität angegliedert und am 1.1. 1985 im Rahmen des neuen Organisationsplanes in die Universität integriert.

Der Umzug der politikwissenschaftlichen und soziologischen Institute in die Gebäude der ehemaligen PH in der Scharnhorststraße im Jahr 1988 machte es erforderlich, den Bestand der Zweigbibliothek völlig neu auszurichten. Der alte, überwiegend pädagogische Bestand - ca. 150.000 Bände - wurde in den folgenden Jahren nach und nach ausgeschieden und durch Neuerwerbungen an politikwissenschaftlicher und soziologischer Fachliteratur ersetzt.
Als Zweigbibliothek Sozialwissenschaften, wie die Bibliothek seitdem heißt, stellt sie jetzt den sozialwissenschaftlichen Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Münster zur Ausleihe zur Verfügung.

Seit 1993 sind nacheinander ca. 95 000 Bände der Bibliotheken des aufgelösten Lehrstuhls für Soziologie sowie der politikwissenschaftlichen und soziologischen Institute übernommen und größtenteils in den Bestand der Zweigbibliothek integriert worden.
Seit März 1997 ist die Bibliothek des Instituts für ökonomische Bildung separat als Präsenzbestand in der Zweigbibliothek aufgestellt und die Bibliothek des Lateinamerikazentrums (CELA) seit Februar 2000 zur späteren Einarbeitung. Nach Umbau und Renovierung im Jahr 1998 hat die Bibliotheksverwaltung Räume im vorderen Gebäudetrakt bezogen. Informations- und Leihbereich sind ganz neu konzipiert und ein Zeitschriftenlesesaal und Gruppenarbeitsräume sind eingerichtet worden. Die neue Zweigbibliothek Sozialwissenschaften wurde im Juni 1999 offiziell eingeweiht.

Seit Januar 2005 verwaltet die Zweigbibliothek auch das Europäische Dokumentationszentrum Münster.