491 views

easyphysikum: Wurden die Erwartungen erfüllt?

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage wurden Studierende der Humanmedizin (Röntgen-Semester/easyphysikum) nach ihrer Nutzung der verschiedenen Lernmedien gefragt, die von der Bibliothek im Rahmen des Projekts angeboten wurden.

Frage 9: Wurden Ihre folgenden Erwartungen an das easyphysikum-Projekt erfüllt?

Die Teilnehmer wurden für sechs Bereiche gefragt, ob das Projekt ihre Erwartungen erfüllt hätte. Als Antwortmöglichkeiten wurde die Skala “trifft voll zu / trifft zu / teils-teils / trifft eher nicht zu / trifft nicht zu” angeboten. Im obigen Diagramm wurden die zustimmenden Antwortmöglichkeiten „trifft voll zu / trifft zu“ aufgeführt und die Erwartungen nach diesem Grad der Zustimmung/Erfüllung gerankt.

Die resultierende Hitliste wird von den beiden Erwartungen (oder Projektzielen) angeführt, „Zugang zu wichtigen Apps/Lernmedien“ (88% Zustimmung) und „Vorteile durch Mobilität des iPad“ (84%). „Fachkundige Unterstützung durch die Mitarbeiter der ZB Med“ (83%), Generelle Vorteile beim Lernen (74%) und „Bessere Prüfungsvorbereitung“ (71%) folgten auf den Plätzen. Abgeschlagen rangierte „Unterstützung von Android- und Windows-Tablets“ (38%) auf dem letzter Platz.

Portfolio Projektziele: Zufriedenheit vs. Wichtigkeit

Die obige Abbildung zeigt die Erwartungshaltung der Studienteilnehmer ihrer Zufriedenheit mit den Projektzielen gegenübergestellt.

Dazu wurden die Wichtigkeit verschiedener Projektziele (aus Frage 12 der 1. Umfrage) gegen die Zufriedenheit der Teilnehmer mit ihrer Umsetzung (aus Frage 9 der 2. Umfrage) in ein Koordinatensystem aufgetragen. Man erhält als Resultat ein so genanntes “Aktions-Portfolio”, das es ermöglicht, die Projektziele in vier Gruppen zu unterscheiden und diesen bestimmte Aktionen zuzuordnen: Diejenigen Projektziele, die eine hohe Wichtigkeit aber eine niedrige Zufriedenheit verzeichnen (Rechteck links oben), sind sofort zu verbessern. Diejenigen mit niedriger Wichtigkeit und niedriger Zufriedenheit (Rechteck links unten) sind mittelfristig zu verbessern, während die Projektziele mit hoher Wichtigkeit und hoher Zufriedenheit (Rechteck rechts oben) langfristig zu verbessern sind. Projektziele mit niedriger Wichtigkeit aber hoher Zufriedenheit (Rechteck rechts unten) sind zu festigen.

Das Portfolio-Rechteck wird von einer imaginären Diagonalen, die von links unten nach rechts oben verläuft, in zwei gleiche Dreiecke zerschnitten. Projektziele, die in der Nähe dieser Diagonalen liegen, haben den gleichen Grad an Wichtigkeit wie Zufriedenheit. Diese Ziele gelten zunächst als erfüllt, es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Ziele bzw. erwartete Vorteile, die unterhalb der Diagonalen liegen, stellen die Stärken des Projekts dar. Je weiter ein Ziel jedoch oberhalb dieser Diagonale liegt, desto unzufriedener sind die Kunden relativ zur Wichtigkeit – dies sind die Projektschwächen – und desto schneller muss gehandelt werden.

Keines der Projektziele fällt in die „kritischen“ Quadranten oben links oder rechts. Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht also nicht. Der Punkt „Bessere Prüfungsvorbereitung“ bedarf aber einer genaueren Analyse. Er schrappt zwar haarscharf am gefährlichen Quadranten links oben vorbei, liegt aber deutlich über der imaginären Diagonalen, d.h. die Antwortenden hatten hier eine besonders hohe Erwartungshaltung (83%), die sich aber schlußendlich als nicht erfüllt (oder nicht erfüllbar) erwies, hier wurden nur 71% Zustimmung (trifft -voll- zu) verzeichnet. Ganz anders der Punkt „Fachkundige Unterstützung durch das Bibliothekspersonal“: Hier wurden die Erwartungen übererfüllt, die Studienteilnehmer waren wesentlich angetaner vom Support der Bibliothek als erwartet. 42% hatten diese Erwartung an das Projekt, aber 83% gaben nach Projektende an, ihre Erwartungshaltung sei erfüllt worden, waren also mit dem Support zufrieden.

(hier finden Sie weitere Ergebnisse dieser Umfrage)