
Erster Band der Xenokratie Working Papers erschienen
In dem von Ulrike Ludwig und Frederik Schulze herausgegebenen Band widmen sich die Autor:innen der Frage, wie "das Andere" konstruiert wird und welche Funktion diese Zuschreibung in Herrschaftsstrukturen innehat. Der vorliegende Band kontrastiert die gängigen Ansätze der Postcolonial Studies mit dem Konzept der "Xenokratie". Im Zentrum steht die These, dass Fremdwahrnehmungen in der Vormoderne weniger homogen und stärker lokal geprägt waren als in der Moderne. Die vier Beiträge (zum griechisch-römischen sowie koptischen Ägypten, zu Schwedisch-Pommern und Madras) analysieren, wie Fremdwahrnehmungen lokal generiert wurden und welche Rolle diese fluiden Differenzsetzungen für die administrative Praxis spielten. Anhand von Fallstudien wird die Variabilität dieser Konstruktionen aufgezeigt.
Die Xenokratie Working Papers beim Publikationsserver miami der Universität Münster