Promotionen

Doktorandenkolloquium 2026

Lehrreich und diskussionsintensiv verlief das Doktorandenkolloquium im Versicherungs-, Haftungs- und Schadensrecht, das vom 22. bis 24. Januar 2026 zum zweiten Mal von den Universitäten Düsseldorf, Mannheim und Münster gemeinsam veranstaltet wurde. Finanziell gefördert und fachlich begleitet wurde die Tagung durch die Dr. Paul-Otto Faßbender Stiftung für Bildung und Wissenschaft.

 

Insgesamt nahmen 14 Doktorandinnen und Doktoranden der drei Universitäten teil, die sich in intensiven Diskussionsrunden mit ihren laufenden Dissertationsprojekten auseinandersetzten. Wissenschaftlich betreut werden die Promotionsvorhaben von Prof. Dr. Petra Pohlmann (Universität Münster)Prof. Dr. Dirk Looschelders (Universität Düsseldorf) und Prof. Dr. Oliver Brand, LL.M. (Cambridge) (Universität Mannheim), die das Kolloquium nicht nur konzeptionell prägten, sondern den Teilnehmenden auch mit ihrer langjährigen Erfahrung wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Arbeiten gaben.

Unterstützt wurde das Kolloquium zudem durch das fundierte Fachwissen externer Gäste: Rechtsanwalt Joachim Sixt, LL.M., Rechtsanwalt Dr. Ludwig Hirsch (Noerr) sowie Prof. Dr. Michael Beurskens, LL.M. (Gewerblicher Rechtsschutz), LL.M. (University of Chicago), Attorney at Law (New York) (Universität Passau) bereicherten die Diskussionen mit praxisnahen und interdisziplinären Perspektiven.

Tagungsort war die Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen, deren besondere Atmosphäre den fachlichen Austausch zusätzlich förderte. Neben kleinen Arbeitsgruppen stellten die Doktorandinnen und Doktoranden ihre Forschungsvorhaben in Plenumsvorträgen vor: Inhaltlich reichte das Spektrum von Fragen des Rückversicherungs- und Haftpflichtversicherungsrechts über verschiedene Aspekte des Aufsichtsrechts, einschließlich interdisziplinärer Ansätze, bis hin zu einem Vergleich mit dem chinesischen Versicherungsrecht.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung lag auf übergreifenden Themen rund um wissenschaftliches Arbeiten und berufliche Perspektiven. Prof. Dr. Michael Beurskens sprach in seinem Vortrag „Wie verändert Künstliche Intelligenz das (juristische) Promovieren und hat sie realen Nutzen?“ über die Chancen und Herausforderungen neuer Technologien für die juristische Forschung. Joachim Sixt widmete sich mit dem Thema „Examen, Promotion – und was noch? Das Privileg einer hochqualifizierten Ausbildung oder: Der ach so lange Weg in den Beruf – Die Sicht eines Syndikusrechtsanwalts“ einem wichtigen Berufsbild. Beide Beiträge boten den Teilnehmenden wertvolle Orientierung und Denkanstöße über die eigene Dissertation hinaus.

Das Doktorandenkolloquium 2026 erwies sich als äußerst gewinnbringend: Es lieferte wichtige Anregungen für die einzelnen Dissertationsprojekte, erweiterte den fachlichen Horizont aller Beteiligten und trug maßgeblich zur Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler im Versicherungsrecht bei. Nicht zuletzt sorgte die eindrucksvolle Kulisse des Schlossgartens in Schwetzingen bei sonnigem Winterwetter für einen ebenso inspirierenden wie gelungenen Rahmen der Tagung.

Doktorandenkolloquium 2024

Lehrreich, informativ, gesellig – so gestaltete sich im Januar 2024 das Doktorandenkolloquium im Versicherungs-, Haftungs- und Schadensrecht, an dem die Universitäten Düsseldorf (Prof. Dr. Dirk Looschelders), Mannheim (Prof. Dr. Oliver Brand, LL.M.) und Münster (Prof. Dr. Petra Pohlmann) beteiligt waren.

Am Doktorandenkolloquium im Jahr 2024 nahmen 12 Doktoranden teil und diskutierten mit ihren Betreuern sowie den Fachleuten aus der Praxis Dr. Christina Paffenholz (Chefredakteurin ZIP/EWiR, Otto Schmidt Rechtsverlag), PD Dr. Dominik Schäfers, LL.M. (Rechtsanwalt/Counsel, BLD Bach Langheid Dallmayr), Dr. Alexander Hirsch (Rechtsanwalt/Partner, Noerr) und Rechtsanwalt Joachim Sixt, LL.M. (Zürich) (Group Legal Department, Head of International Law/Prokurist, ARAG).

  • Anfragen

    Die Direktorinnen und Direktoren der Forschungsstelle stellen für eine Promotionsbetreuung eigene Anforderungen auf. Bitte wenden Sie sich mit Betreuungsanfragen direkt an die einzelnen Direktorinnen und Direktoren, die Sie hier finden.

  • Voraussetzungen

    Die folgenden Ausführungen gelten nur für die Betreuung durch Prof. Dr. Petra Pohlmann. Bitte wenden Sie sich ansonsten direkt an die anderen Direktorinnen und Direktoren.


    Die große Zahl der Anfragen zwingt dazu, objektive Kriterien für eine Vorauswahl aufzustellen, um zu gewährleisten, dass angenommene Doktoranden angemessen betreut werden können.

    Wenn Sie überlegen, zu promovieren, sollten Sie sich zunächst fragen, ob Sie die formalen Voraussetzungen der hiesigen Promotionsordnung erfüllen. Informationen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zur Promotion finden Sie hier.

    Es kommen noch folgende Überlegungen hinzu:
    Ihr Forschungsvorhaben sollte inhaltlich zu den Forschungsschwerpunkten von Lehrstuhl und Forschungsstelle passen. In Betracht kommen also Themen aus dem Allgemeinen Zivilrecht, dem Zivilprozessrecht, dem Wettbewerbs- oder Kartellrecht oder dem Versicherungsrecht. Auch Themen aus anderen Bereichen des Wirtschaftsrechts sind möglich.  

    Die Vielzahl der Anfragen erfordert, dass ich grundsätzlich nur Doktoranden annehmen kann, die auch in Münster studiert haben. 

    Um beurteilen zu können, wie gut Ihre Fähigkeiten beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten sind, dient in erster Linie Ihre Examensnote als Anhaltspunkt. Entweder im ersten oder im zweiten Staatsexamen müssen Sie daher eine Note im Prädikatsbereich erreicht haben.

    Darüber hinaus ist es grundsätzlich erforderlich, dass Sie ein Seminar meines Lehrstuhls besucht haben.

    In Einzelfällen kann eine Ausnahme von diesen Regeln gemacht werden. In Betracht kommen z.B. besondere praktische Erfahrungen, besondere Vorbildungen oder Auslandserfahrungen. Ausnahmen können allerdings nur gemacht werden, wenn die Voraussetzungen der Promotionsordnung noch erfüllt sind.

    Damit Ihre Anfrage angemessen beurteilt werden kann, müssen Sie sich schriftlich mit den üblichen Unterlagen bewerben. Diese sollten einen

    • aktuellen Lebenslauf,
    • Kopien von relevanten Zeugnissen und
    • Themenvorschläge für Ihre Arbeit

    umfassen. Erst dann ist es sinnvoll, in einem persönlichen Gespräch Inhaltliches zu klären.

  • Abgeschl. Promotionen

    Die folgende Liste enthält lediglich die abgeschlossenen Promotionen seit 2022.


    Bertelsmeier, Katharina (geb. Knuf) – Entwicklung und Entwicklungstendenzen der Rentenversicherung – Eine rechtsvergleichende Untersuchung zwischen Deutschland und den BRICS-Staaten Brasilien und China

    Friehoff, Lukas – Eine BaFin-Regulatory Sandbox für die deutsche Versicherungsaufsicht: Notwendig und, wenn ja, zulässig?

    Homann, Tobias – Versicherungsvertragsrechtliche und versicherungsaufsichtsrechtliche Implikationen internationaler Versicherungsprogramme

    Lethmate, Frederik – Das Interesse am Bauwerk – Leistungsgegenstand bei Architektenverträgen und Versicherungsschutz auf Grundlage der AVB Arch./Ing. 2020

    Schütz, Camilla – Der Versicherungsfall in der Haftpflichtversicherung als Gegenstand der Inhaltskontrolle

    Scheiper, Johanna – Einheit und Vielheit im Konzern – Eine Untersuchung der Konflikte zwischen nationalem Konzernrecht und europäischen Vorgaben am Beispiel des Versicherungsaufsichtsrechts und des Kartellrechts unter Einbeziehung eines gesamteuropäischen Lösungsansatzes