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Theater und Demokratie

Freitag, 5. Juni
10:15 - 11:45
Studiobühne Domplatz 23

Was haben Theater und Demokratie(bildung) miteinander zu tun? Dieser Frage geht das Seminar aus kultur- und theatergeschichtlicher Perspektive und in der Praxis nach. Von Theater spricht man, wenn etwas öffentlich zur Aufführung gebracht und von Menschen gesehen und gehört wird. Theater kann als Probehandeln in einem ästhetischen Feld beschrieben werden; es kann ein Ort sein, an dem eine Gesellschaft über sich selbst nachdenkt. In diesem Verständnis bietet Theater einen Ort für Demokratie, wenn mit Demokratie das Diskutieren von gesellschaftlichen Konflikten gemeint ist. In theatergeschichtlicher Sicht hatten jedoch nicht alle Menschen die gleichen Möglichkeiten, an solchen ästhetischen Aushandlungsprozessen teilzunehmen. Die Institution Theater regelt also auch Teilhabemöglichkeiten.

In dieser Sitzung richten wir den Fokus auf das frühe 20. Jahrhundert, die Theateravantgarde und durchaus divergente Konzepte des Politischen Theaters; diese reichen von kulturrevolutionären Aktionen bis hin zur propagandistischen Instrumentalisierung.

Bei Interesse wird um vorherige Anmeldung gebeten: juboden@uni-muenster.de