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Alternative Medien aus nicht-westlicher Perspektive: Neue Publikation in Journalism

Gemeinsam mit Shangyuan Wu haben Saïd Unger und Thorsten Quandt den Beitrag A study of alternative media from the Global South/ non-Western perspective: Scrutinizing how “alternativeness” varies in Africa, Asia, Latin America, and the Middle East veröffentlicht. Der Artikel widmet sich einer zentralen Forschungslücke der internationalen Medien- und Journalismusforschung: Während alternative Medien bislang überwiegend aus westlicher Perspektive untersucht wurden, richtet die Studie den Blick gezielt auf Afrika, Asien, Lateinamerika und den Nahen Osten.

Die Autor:innen analysieren, wie alternative Medien in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Kontexten entstehen, genutzt und verstanden werden. Dabei zeigt die Studie, dass „Alternativität“ außerhalb westlicher Demokratien häufig eng mit Fragen von Medienkontrolle, politischen Machtverhältnissen, gesellschaftlicher Teilhabe und kultureller Identität verknüpft ist. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass alternative Medien im Globalen Süden nicht nur als Gegenöffentlichkeiten fungieren, sondern oft auch wichtige Räume für politische Mobilisierung, Informationszugang und gesellschaftlichen Wandel schaffen.

Veröffentlicht wurde der Beitrag in Journalism, einer international führenden Fachzeitschrift der Journalismus- und Medienforschung. Das Journal publiziert peer-reviewte Beiträge zu aktuellen Entwicklungen im Journalismus, zu Medienwandel und digitalen Öffentlichkeiten.

Literaturangabe:
Wu, S., Quandt, T., & Unger, S. (2026). A study of alternative media from the Global South/non-Western perspective. Journalism. https://doi.org/10.1177/14648849261452333