Halbfinale Moot Court im Strafrecht 2026 erreicht

Im Mai 2026 fand an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf der diesjährige bundesweite Moot Court im Strafrecht statt. Dem Wettbewerb stellten sich Studierende von 14 rechtswissenschaftlichen Fakultäten aus ganz Deutschland, die im Rahmen einer simulierten Strafverhandlung neben ihren juristischen Fähigkeiten auch ihre rhetorische Leistung unter Beweis stellen konnten.

In einer intensiven Vorbereitungsphase hatte das sechsköpfige Team der Universität Münster eine Lösung für einen komplexen Sachverhalt erarbeitet. Die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung mussten sich dabei sowohl mit schwierigen Fragen des Medizinstrafrechts und der Zurechnung als auch mit prozessualen Herausforderungen wie dem zwangsweisen Entsperren eines Smartphones mittels Fingerabdrucks und daraus resultierenden Beweisverwertungsverboten auseinandersetzen. Jedes Teammitglied brachte dabei seine individuellen Stärken ein, um die Argumentation auf den Punkt zu bringen.

Der Wettbewerb begann am Donnerstag (14.05.2026) mit einer herzlichen Begrüßung durch die Gastgeberin Prof. Dr. Anne Schneider. Nach der Bekanntgabe der Vorrundenbegegnungen folgte ein entspanntes Get-Together bei Pizza und Getränken im Botanischen Garten der Universität Düsseldorf, das Raum für einen ersten Austausch bot.

Gruppenfoto im Botanischen Garten
© Fee Hinkel (hhu)

Am Freitagvormittag wurde es dann ernst: In den Räumlichkeiten des Landgerichts Düsseldorf setzte sich das Münsteraner Team in der Vorrunde erfolgreich gegen die Teams der Universität des Saarlandes und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg durch.

Münsteraner Team vor dem LG D'dorf
© Feemke Frerichs

Mit diesem Erfolg im Rücken zog das Team ins Halbfinale ein, um dort am Oberlandesgericht Düsseldorf erneut zu plädieren. Im Halbfinale musste es sich jedoch nach einem intensiven juristischen Diskurs knapp geschlagen geben. Im Finale setzte sich schließlich die Humboldt-Universität Berlin, die damit Veranstalterin des nächstjährigen Moot Courts sein wird, gegen die Universität Düsseldorf durch.

Ein gemeinsames Beisammensein rundete das äußerst positive Bild der Veranstaltung ab, die einen intensiven Austausch zwischen Studierenden, Betreuenden sowie den anwesenden Professorinnen und Professoren ermöglichte.

Wir gratulieren dem Team herzlich zu seiner Leistung!