Energieprojekte im Münsterland – Strategien der Legitimationskommunikation und ihre Wirkung

Abstract

Die Erzeugung und der Zugang zu erschwinglicher und sauberer Energie ist eines der siebzehn Ziele der Vereinten Nationen (2021) für eine nachhaltige Entwicklung weltweit. Der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen in Form von Infrastrukturprojekten wird jedoch nicht nur von technischen, sondern ebenso von gesellschaftspolitischen Fragen und umfangreichen Diskussionen begleitet. Auch in Münster und im Münsterland wird die Thematik intensiv diskutiert, z. B. in Bezug auf die Nutzung öffentlicher Flächen für Photovoltaik-Anlagen, den Verlauf von Stromtrassen oder aber hinsichtlich der Kopplung von erneuerbarem Strom und Wärme.

Das Forschungsprojekt untersucht vor diesem Hintergrund, wie beteiligte Organisationen zu Energie-Infrastrukturprojekten mit dem Ziel der Legitimierung kommunizieren, wie diese Kommunikation wahrgenommen wird und welche Erwartungen an die Kommunikation gerichtet werden. Zur Beantwortung dieser Fragen liegt dem Projekt ein Mixed-Method-Design zugrunde. Zwei empirische Teilstudien bauen dabei aufeinander auf: Mittels einer Inhaltsanalyse wird untersucht, wie Projekt- und Entscheidungsträger:innen zu Energierprojekten kommunizieren. Anschließend wird die Q-Methode eingesetzt, um die Wahrnehmungen betroffener und interessierter Bürger*innen zu erfassen.

Zur Projektwebseite: https://communicating-energy.de/