STILL IMAGES – MOVING PEOPLE? HOW VISUAL IMAGES TRIGGER THE WILLINGNESS TO PARTICIPATE IN POLITICAL PROTEST

Kooperationsprojekt von PD. Dr. Stephanie Geise (WWU Münster) mit den beiden PolitikwissenschaftlerInnen Prof. Diana Panke (Universität Freiburg) und Dr. Axel Heck (Universität Kiel)
© AdobeStock

Zeitraum Oktober 2017 bis März 2019
Leitung PD Dr. Stephanie Geise
Projektteam

Sebastian Hollekamp, studentischer Mitarbeiter (Master StratKomm), WWU
Maike Kreyenborg, studentische Mitarbeiterin (Master Kowi), WWU
Malte Krieter, studentischer Mitarbeiter (Master Kowi), WWU
Katharina Maubach, studentische Mitarbeiterin (Master Kowi), WWU
Stephan Schwartländer, studentischer Mitarbeiter (Master Kowi), WWU

Regina Darenko, studentische Mitarbeiterin (BA Kowi), WWU
Laura Annchristin Möller, studentische Mitarbeiterin (BA Kowi), WWU
Laura Katharina Stricker, studentische Mitarbeiterin (BA Kowi), WWU

Kooperationspartner Prof. Dr. Diana Panke, Universität Freiburg
Dr. Axel Heck, Universität Kiel
Institutionen Institut für Kommunikationswissenschaft (Westfälische Wilhelms-Universität Münster, WWU) | Seminar für Wissenschaftliche Politik (Albert-Ludwigs-Universität) | Institut für Sozialwissenschaft/Politikwissenschaft (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)
Finanzierung Friede-Springer-Stiftung
Schlagwörter Politische Partizipation, Protestbereitschaft, Protestverhalten, Protestkommunikation, Visual und Multimodal Framing, Rezeptions- und Wirkungsforschung, Politische Verhaltens- und Einstellungsforschung, Eyetracking, apparative Beobachtungsverfahren, Experimentalforschung.


Abstract

Schon seit geraumer Zeit sensibilisieren die empirischen Sozialwissenschaften für die sprichwörtliche „Macht der Bilder“; und nie zuvor waren die Verfügbarkeit und Präsenz von Bildern so ausgeprägt wie im Zeitalter der neuen Medien und sozialen Netzwerke. Gleichzeitig beobachten wir enorme soziale Verwerfungen innerhalb der Gesellschaften, die sich in eine zunehmende Protestbereitschaft von BürgerInnen übertragen und in Form sozialer Bewegungen (PEGIDA etc.) und der Gründung neuer Parteien (AfD etc.) verfestigen. Vor dem Hintergrund der Theorien der kommunikationswissenschaftlichen Framing- sowie der politikwissenschaftlichen Partizipationsforschung untersuchen wir im Projekt «Still Images – Moving People» den Zusammenhang zwischen der Rezeption, Einordnung und Verarbeitung von positiv und negativ gerahmten Medienbildern ausgewählter Protestbewegungen und ihrer Protest-Issues auf die politische Partizipationsbereitschaft der BürgerInnen. Ziel des zu Grunde liegenden Forschungsprogramms ist es, die behavioralen, affektiven und kognitiven (Wechsel-)Wirkungen der Rezeption politischer Medienbilder auf die politische Partizipation in den Blick zu nehmen. In der Pilotstudie, die wir von Oktober 2017 bis März 2019 durchführen, fokussieren wir zunächst auf die Frage, welchen Einfluss die wahrgenommene emotionale Valenz (positiv vs. negativ) der Medienbilder auf die unmittelbare visuelle Rezeption sowie auf die weitergehende Verarbeitung und Auseinandersetzung der Rezipientinnen hat.

Das Projekt wird von Oktober 2017 bis März 2019 (für die Dauer von 18 Monaten) von der Friede-Springer-Stiftung gefördert. Projektleiterin ist PD Dr. Stephanie Geise vom IfK der WWU.

Methode

Um zu untersuchen, wie sich die Rezeption der Protestberichterstattung auf die politische Partizipationsbereitschaft auswirkt, führen wir eine Experimentalstudie durch, bei der die unmittelbare Rezeption der 120 TeilnehmerInnen durch die innovative Methode des Eyetrackings apparativ beobachtet wird. Den Probanden werden dabei Protestbilder aus vier verschiedenen Politikfeldern gezeigt und deren Blickverhalten durch die Eyetracking-Messgeräte aufgezeichnet. Das Eyetracking erlaubt, durch genaue Beobachtung der Pupillenbewegung beim Betrachter die Fixationspunkte auf einem Bild sowie die Fixationsdauer und Intensität aufzuzeichnen und durch Anwendung quantitativer Verfahren auszuwerten. Auf Basis des zu entwickelnden Wirkungsmodells werden im Rahmen der interdisziplinären Forschungsgruppe aus KommunikationswissenschaftlerInnen und PolitikwissenschaftlerInnen geeignete Maßnahmen zur Förderung demokratischer Resilienz und politischer Partizipationsbereitschaft identifiziert.