BMFTR SynDIKAT

Zeitraum: Mai 2026-April 2029

Leitung: Prof. Thorsten Quandt (Universität Münster), Prof. Christian Grimme (Universität Münster, Wirtschaftsinformatik), Dr. Dennis Assenmacher (Gesis – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften), Prof. Johannes Breuer (Center for Advanced Internet Studies), Prof. Tobias Gostomzyk (TU Dortmund)

Bearbeitung: Paula Jung, Malin Richter

Finanzierung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Schlagworte: Online-Kommunikation, Social Media, Desinformation, Synthetische Daten, Simulation, Künstliche Intelligenz

Abstract

Das Projekt adressiert im Kontext der Desinformationsforschung zu Social Media die Herausforderungen, die durch eingeschränkten Datenzugang und das Fehlen standardisierter Benchmarks zur Evaluation von Algorithmen und Daten entstehen. Ohne eine geeignete Vergleichsbasis für entwickelte Ansätze und Methoden zur Erkennung und Bekämpfung von Desinformation sowie deren Verbreitung und Wirkung bleibt die Anwendbarkeit aller entwickelten Verfahren anekdotisch belegt und wissenschaftlich intransparent. Das Projekt SynDIKAT zielt darauf ab, ein Framework zu entwickeln, welches einerseits den Datenaustausch zwischen Forschenden erleichtert und gleichzeitig Datenschutz und Lizenzvereinbarungen berücksichtigt. Andererseits – und dies ist ein zentraler Teil der Lösung des Benchmarking-Problems – schlägt das Projekt vor, synthetische Social-Media-Daten unter Verwendung von LLMs und agentenbasierten Simulationen zu generieren, um realistische und vielfältige Datensätze zu erstellen. Das Projekt soll auf diesem Wege die Grundlage für eine zunächst nationale und später internationale „Data Sharing Community“ legen, um die Forschung im Bereich Desinformation voranzutreiben und die Belastbarkeit sowie Transparenz wissenschaftlicher Erkenntnisse zu verbessern. Projektpartner sind neben dem Online Communication LAB das Institut für Wirtschaftsinformatik (Prof. Christian Grimme) der Universität Münster, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Dr. Dennis Assenmacher), das Center for Advanced Internet Studies (Prof. Johannes Breuer) sowie die Professur für Medienrecht der TU Dortmund (Prof. Tobias Gostomzyk).