Dass man von den jeweils zur Verfügung stehenden Handlungsoptionen stets diejenige realisieren sollte, die die besten Konsequenzen hat, ist eine naheliegende These. Warum sollte man A tun, wenn man weiß, dass B die besseren Folgen hat?
Doch so naheliegend diese Grundthese des Konsequentialismus auch ist, so viele Fragen wirft sie zugleich auf. Was zum Beispiel ist überhaupt eine „Konsequenz“? Und wie können wir die verschiedenen Konsequenzen verschiedener Handlungen miteinander vergleichen und bewerten? Soll es wirklich nur auf die Konsequenzen ankommen oder spielen auch andere Faktoren eine Rolle? Diese und andere Fragen sind seit langem Gegenstand der Diskussion unter Protagonisten und Kritikern des Konsequentialismus. Unterschiedliche Antworten auf sie haben zur Entstehung einer Vielzahl unterschiedlicher Varianten konsequentialistischer Ethik geführt.
Andere hingegen halten den konsequentialistischen Ansatz für grundsätzlich verfehlt – entweder weil ihnen schon die Grundthese nicht einleuchtet oder aber weil sie die mit ihr verbundenen Probleme für unlösbar halten.
Der Workshop will ein Forum für die Diskussion des konsequentialistischen Ansatzes bieten. Dabei soll sowohl die Grundthese adressiert werden als auch einige der mit ihr verbundenen Probleme.