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HERZLICH WILLKOMMEN

auf der deutschsprachigen Internetpräsenz des Horizon 2020-Projektes InnoSI: Innovative Social Investment - Strengthening Communities in Europe! Die Website informiert über die Projektaktivitäten am Institut für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität, die sich für die deutsche Teilstudie verantwortlich zeichnet. Die englischsprachige Website des Gesamtprojektes finden Sie hier.

InnoSI Abschlussveranstaltung in Leuven erzeugt hohe Resonanz

(17.10.2017)

Die Abschlussveranstaltung des InnoSI-Projektes in Leuven am 13.10.2017 war ein voller Erfolg. Neben den Partneruniversitäten und -organisationen des Projektes nahmen soziale Entrepreneure, Vertreter_innen öffentlicher Verwaltungen und Wissenschaftler_innen aus ganz Europa an dem Event teil. Key-Note Speaker Prof. Anton Hemerijck vom Europäischen Hochschulinstitut in Fiesole sprach über Soziale Investitionen als neues politisches Paradigma und plädierte für ein Umdenken der europäischen Wohlfahrtsstaaten im Bereich der sozialen Sicherung. Investitionen in qualitativ hochwertige soziale Dienstleistungen als allgemeines Bürgerrecht und ein Fokus auf den individuellen Lebensverlauf erhöhen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von Staaten, sondern helfen auch mehr Kapazitäten für die finanzielle Unterstützung von Menschen in Not frei zu setzen.

Die Erkenntnisse aus den Fallstudien des InnoSI Projektes zeigen, wie sozialinvestive Maßnahmen wirkungsvoll eingesetzt werden können und vor allem wie Bürgerinnen und Bürger sowie die zentralen zivilgesellschaftlichen Organisationen in die Entwicklung solcher Maßnahmen einbezogen werden können. In Workshops zu den Themen Finanzierung, Bürgerschaftlichem Engagement, Sozialwirtschaft und Ko-Produktion erarbeiteten die Konferenzteilnehmer_innen Möglichkeiten und Barrieren für innovative soziale Investments.

Eine zentrale Forderung, die sich aus der Diskussion der Projektergebnisse in diesem Rahmen ergab, lautet: Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft auf Augenhöhe schaffen und zwar von der Planung bis zur Implementation einer politischen Maßnahme. Dabei sollte auf die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen in verschiedenen Lebenslagen eingegangen werden, z.B. mit persönlich zurechtgeschnittenen Beratungs- oder Bildungsangeboten. Wenn Bürger_innen sich ernst genommen fühlen und selbst auf ihre Situation einwirken können, entfaltet eine Maßnahme ihre maximale Wirkung.

An dieser Stelle können Sie noch einmal das Tagungsprogramm einsehen und den zusammenfassenden Bericht zu den Fallstudien downloaden.

Neue Wege zu sozialen Rechten

Abschlussmeeting
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Zur Abschlussveranstaltung des Projekts „Innovative Social Investment: Strengthening communities in Europe“ (kurz: InnoSI) wird vom 12. bis 13. Oktober 2017 nach Leuven, nahe Brüssel, eingeladen. Unter dem Titel „Innovative Social Investment: Finding New Routes to Make Social Rights Real“ werden dort die Ergebnisse des 30-monatigen Projekts vorgestellt. Führende Wissenschaftler verschiedener europäischer Universitäten sowie Politiker, Praktiker und Soziale Entrepreneure diskutieren neue innovative Ansätze zu sozialen Investitionsstrategien.

Am ersten Konferenztag werden im Rahmen des internen Consortium Meeting die Ergebnisse des Projektes vorgestellt, diskutiert und für zukünftige Forschungsvorhaben fruchtbar gemacht. Der zweite Konferenztag bietet Platz für Diskussionen mit der Öffentlichkeit. Unter der Moderation von Prof. Chris Fox, Leiter des Forschungsprojekts an der Manchester Metropolitan University, wird die Fragestellung „Social investment vs social rights: clash of concepts?” diskutiert. Gastredner wird Anton Hemerijck sein, Professor für Politikwissenschaft und Soziologie am Europäischen Hochschulinstitut in Fiesole und Herausgeber des Sammelbandes „The Uses of Social Investment“.

Im Anschluss werden parallel vier Workshops zu der Fragestellung „Innovative social investment: a vehicle to deliver social rights“ angeboten. Den Abschluss bildet eine Diskussion, zu der Frage „Innovative social investment: what needs to happen next?”. Kritische Anmerkungen dazu gibt Sari Rautio, „impact investing“-Expertin bei Sitra, dem finnischen Fonds für soziale Innovationen.

Die Agenda der Abschlussveranstaltung können Sie hier downloaden.

Für die Anmeldung zur Veranstaltung folgen Sie bitte dem Link:
https://euclidnetwork38.wildapricot.org/events


NEU ERSCHIENEN: Vorbeugen statt Reparieren? Soziale Investitionen im europäischen Vergleich

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Soziale Investitionen erhalten in Politik und Wissenschaft aktuell verstärkt Aufmerksamkeit. Zum einen, weil der Mensch immer mehr zum Investitionsobjekt des Staates wird und die „Verbetriebswirtschaftlichung“ des Wohlfahrtsstaates weiter vorangetrieben wird. Zum anderen werden soziale Investitionen vor allem im Nachgang der Finanzkrise als wichtiger Baustein im Wohlfahrtsstaat angesehen. In Europa stehen dabei drei Politikfelder im Mittelpunkt: die frühkindliche Bildung, Maßnahmen, die auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie abzielen und die aktive Arbeitsmarktpolitik. Das InnoSi-Projekt setzt da an und geht den beiden Fragen nach, ob sich in Europa Gemeinsamkeiten beim Umbau des Wohlfahrtsstaates feststellen lassen und welche Wirkungen diese Maßnahmen eigentlich auf die Menschen haben, die von ihnen betroffen sind?

In ihrem kürzlich veröffentlichten Beitrag „Vorbeugen statt Reparieren? Soziale Investitionen im europäischen Vergleich“ führen Dr. Matthias Freise und Carolin Schönert (M.A.) in das Konzept der sozialen Investitionen ein und geben einen Überblick über sozialinvestive Schwerpunkte in den zehn europäischen Ländern, die im Rahmen der InnoSI-Studie untersucht wurden.

Freise, Matthias; Schönert, Carolin (2017): Vorbeugen statt Reparieren? Soziale Investitionen im europäischen Vergleich. In: Forschungsjournal Soziale Bewegungen. Oldenbourg: De Gruyter, Vol. 30, Nr. 2, S. 218-225.



Mehr als Schall und Rauch? Dr. Matthias Freise über Sozialinvestment Agendas in Europa auf der ECPR in Oslo

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Welche Rolle Organisationen der Sozialwirtschaft bei der Policy-Erstellung, Implementierung und Finanzierung von sozialen Investitionen im europäischen Vergleich spielen erörterte Dr. Matthias Freise in seinem Vortrag "More than Smoke and Mirrors? Social Investment Agendas in Europe“ auf der Konferenz des European Consortium for Political Research (ECPR, 6.-9.9.2017) in Oslo. Er stellt fest, dass das sozialinvestive Agenda Setting europäischer Wohlfahrtsstaaten zwar zu einer höheren Bedeutung der Sozialwirtschaft in der Implementierung von sozialen Maßnahmen führt, jedoch nur sehr begrenzt zu mehr Beteiligung bei der Erstellung oder Finanzierung von Policies. Der dritte Sektor wird so zur Kosten- und Aufgabenreduktion des Staates genutzt, bietet jedoch deutlich mehr Potenziale. Wie die Ergebnisse des InnoSI Projekts zeigen sind soziale Investitionsstrategien, die Organisationen der Sozialwirtschaft als gleichberechtigte Partner involvieren besonders erfolgreich, da sie die Bedürfnisse und Umstände der Nutzer_innen sozialer Maßnahmen besser aufnehmen und bedienen können. Gleichzeitig sind die Organisationen gut vernetzt, arbeiten idR kosteneffizient und sind flexibler als staatliche Behörden.

Soziale Investitionen zwischen Austerität und Innovation - InnoSI auf der ESA in Athen

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„Wie können robuste Strategien innovativer sozialer Investitionen entwickelt werden, die den aktuellen sozioökonomischen Herausforderungen europäischer Wohlfahrtsstaaten gerecht werden?“ lautet die zentrale Fragestellung des InnoSI-Projekts. Mit Blick auf den Abschluss des Projekts Ende Oktober, nahm Carolin Schönert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt, eine Zusammenfassung der Projektergebnisse vor und stellte diese auf der Konferenz der European Sociological Association (ESA, 29.8.-1.9.2017) in Athen unter dem Titel "Social Investment in Europe - Between Austerity and Innovation. Insights from the InnoSI project" vor. Dabei stellte sie fest, dass soziale Investitionen weniger quantitativ sichtbare, sondern vielmehr qualitative Reformen darstellen, z.B. neue Kollaborationen zwischen Ministerien oder intersektorale Vernetzung. Es ist ein Trend zur dezentralen Policy-Erstellung und -Implementation zu sehen, der aber durch eine Zentralisierung von Zielvorstellungen und Minimumstandards komplementiert wird. Besonders vielversprechend sind Initiativen, die fachübergreifend arbeiten, verschiedene Anspruchsgruppen beteiligen, eine Lebenslauforientierung vornehmen, nutzerorientiert arbeiten, eine langfristige Finanzierungsperspektive haben und auf höherer Ebene vernetzt sind.

Kurzbeschreibung der Fallstudie „Berufundfamilie“ im Newsletter des BBE

Women In The Workplace
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Im achten Newsletter der BBE Europa-Nachrichten, dem Newsletter für Engagement und Partizipation, stellt Dr. Serge Embacher, Politikwissenschaftler und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des BBE, die Fallstudie „Berufundfamilie“ vor. Diese Studie wurde im Rahmen des EU-Projekts InnoSI (Innovative Social Investments strengthening communities in Europe) durchgeführt und evaluiert das Audit „Berufundfamilie“, das vom Universitätsklinikum Münster (UKM) seit 2010 implementiert wurde, um sich verstärkt auf betriebliche Familienmaßnahmen zu konzentrieren. Die InnoSI-Studie untersucht den Innovationscharakter, die Umsetzung und die Auswirkungen von sozialen Investitionen – hier im Bereich der Familienpolitik. Die Erkenntnisse der verschiedenen Fallstudien sollen dazu beitragen, innovative und wirksame sozialpolitische Strategien zu identifizieren, die auch in anderen Politikfeldern und Ländern anwendbar sind.

Die Fallstudie „Berufundfamilie“ beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Familienbewusstsein in Unternehmen implementieren lässt, wie also die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Praxis erreicht werden kann. Durch die Evaluierung des Audits „Berufundfamilie“ am UKM liefert das Fallbeispiel Antworten auf diese Frage.

Den Beitrag von Dr. Serge Embacher können Sie hier downloaden.

Die komplette Fallstudie finden Sie hier.

Öffentlich-soziale Kooperationen in Göteborg

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Die schwedische InnoSI Fallstudie in der Stadt Göteborg zeigt parallel zur MAMBA Fallstudie in Münster wie wichtig die Zivilgesellschaft für die Wirksamkeit sozialer Investitionen ist.
Seit 2015 bildet die göteborger Stadtverwaltung mit neun verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen eine öffentlich-soziale Kooperation (IOP) für einen umfassenden und flexiblen Umgang mit minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten. Die Kooperation bündelt soziale Dienstleistungen der psychosozialen Stabilisierung, Organisation des Alltags, Beratung sowie Bildung und Qualifizierung. Die Besonderheit der Kooperation ist, dass sie die Bedarfe der Geflüchteten ins Zentrum ihrer Arbeit stellt und verwaltungstechnische oder ökonomische Fragestellungen zurückstellt. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit setzt ein geteiltes Verständnis aller Akteure, Kooperationsbereitschaft und die Partizipation der Zivilgesellschaft in der Gestaltung politischer Maßnahmen voraus. Die Aufnahme minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge ist eine besonders komplexe Aufgabe, die gesamtgesellschaftliches Engagement notwendig macht.

Einen ausführlichen Beitrag zur Fallstudie, der zuletzt im Europa-Newsletter des BBE erschienen ist, können Sie hier herunterladen.

Die komplette Fallstudie finden Sie hier.

InnoSI stellt Poster auf InZentIM Tagung vor

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Zur ersten Tagung des InZentIM (Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung) hatte die Universität Duisburg-Essen vom 21. bis 23. Juni 2017 nach Essen eingeladen. „Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten und Migranten auf kommunaler Ebene – eine interdisziplinäre Perspektive“, lautete das Leitthema der Veranstaltung, zu der nationale und internationale Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zusammen kamen. Unter dem Motto „Beispiele guter Praxis auf kommunaler Ebene“ wurden Projekte gesucht, „die sich in Städten und Gemeinden als besonders erfolgreich bei der Integration von Geflüchteten und Migrant_innen erweisen“.

Diesem Aufruf folgend stellte Pia Kreimeier, Mitarbeiterin im InnoSI Projekt, ein Poster zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Asylbewerber_innen auf kommunaler Ebene – Erkenntnisse aus dem EU-Projekt InnoSI“ vor. Im Vordergrund stand die Fallstudie des MAMBA-Netzwerks in Münster, das durch seine Netzwerkstruktur eine gezielte und reibungslose Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerber_innen erreicht und so einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration leistet.

Für einen Überblick finden Sie hier den zusammenfassenden Kurzbericht und hier die Fallstudie.

Soziale Investitionen im Vergleich: Ein Besuch in Schottland.

Greenock
© C. Schönert

Im Rahmen des EU Projektes FAB-MOVE nutzte Carolin Schönert ihren Aufenthalt in Inverclyde, Schottland von Mai bis Juni 2017 um mehr über die Bedingungen, Angebote, Innovationen und Herausforderungen von Sozialunternehmen in dem liberalen Wohlfahrtsstaat zu erfahren. Insbesondere der Umgang mit dem sektoralen Wandel von einem Industriestandort zur Dienstleistungsgesellschaft sowie die Auswirkungen des Brexits auf wohlfahrtsstaatliche Akteure standen im Zentrum von Diskussionen mit PraktikerInnen und BürgerInnen. Für die in der Region bevorstehende Herausforderung der Integration von Flüchtenden konnten die Erkenntnisse der Fallstudie MAMBA des Projektes InnoSI fruchtbar gemacht werden, die insbesondere die neuartige Kooperationskultur lokaler Akteure unter die Lupe genommen hat. Die schottische Partner-Organisation Inverclyde Community Development Trust (ICDT) unterstützt die sozioökonomische Entwicklung der Region durch aktive Arbeitsmarktpolitik, die Koordination von ehrenamtlichen Engagement, Kulturangeboten und gemeinschaftsbildenden Leistungen.

Hier können Sie die Präsentation der Fallstudie MAMBA (Englisch) herunterladen.

Nutzerstimmen bei InnoSI: Ein Herzstück

(30.05.2017)

Die Einbeziehung von Nutzerstimmen ist ein Kernelement des InnoSI Projektes. Im Rahmen des Workpackage 5 sammelte die in Manchester situierte gemeinnützige Organisation Peoples Voice Media „User Voices“ zu den verschiedenen sozial investiven und innovativen Programmen, die im Rahmen der Fallstudien in den 10 InnoSI Ländern evaluiert wurden. Dafür wurden rd. 100 Menschen im Umgang mit Medientechnologie sowie im Geschichten-Erzählen geschult und zu sogenannten „Community Reportern“ ausgebildet. Sie erzählen und illustrieren Geschichten zu den Themen Familie, Arbeitslosigkeit, Bildung und Gesellschaft, die nicht nur zeigen, wie Sozialpolitik wirkt, sondern auch welche persönlichen Kontexte, Herausforderungen und Wünsche eine Rolle spielen. Diese Geschichten wurden im Rahmen de Workpackage 5 analysiert und ausgewertet.

Die Ergebnisse können in folgendem Bericht  nachgelesen werden: Wp5 D5.pdf (Englisch).

Hier finden Sie eine Landkarte mit Links zu den User Voice Stories:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1lwSE3H2Y3LYxG1JAR2mQ9kYbggc&ll=53.15325458205641%2C13.250148300000092&z=4

(Hinweis: i.d.R. können englische Untertitel über das Rädchen eingestellt werden)

Investment in die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerber_innen in den Arbeitsmarkt zahlt sich aus.

Fallstudie “MAMBA – labour market integration for refugees and asylum seekers in the city of Muenster (NRW)” erschienen.
Integration Pic3
© PVM Ingolstadt

Die Praxis der Kettenduldung führte in Deutschland in den letzten Jahren aufgrund von Restriktionen des Aufenthaltsorts und der Arbeitsmöglichkeiten zum Ausschluss einer wachsenden Zahl von Asylbewerber_innen von Arbeitsmarkt und Gesellschaft. Im Zuge der Lockerung dieser Restriktionen wurde auf Bundesebene das XENOS Programm aufgelegt, welches u.a. lokale Netzwerke in der Stabilisations- und Integrationsarbeit unterstützt. Als 2015 eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kamen, wurde das Programm auch auf Flüchtlinge ausgeweitet und läuft seither unter dem Namen Integrationsrichtline Bund (gefördert von ESF und Bundesministerium für Arbeit und Soziales).

Seit 2008 wird in diesem Rahmen das MAMBA Projekt in Münster gefördert, welches eine Brücke zwischen Arbeitsmarkt- und Flüchtlingspolitik schlägt. Innovativ ist das Projekt insbesondere, weil es alle relevanten Akteure zusammenbringt und soziale, psychologische, rechtliche sowie Arbeitsmarktdienstleistungen aus einer Hand anbietet. Das Netzwerk wird als soziales Investment untersucht, da öffentliche Gelder, private Spenden und Freiwilligenarbeit investiert werden, um sozialer Exklusion vorzubeugen und die Arbeitsmarktintegration zu fördern.

Das InnoSI Projekt evaluierte das MAMBA Netzwerk hinsichtlich folgender Fragestellungen:

Wurden die Netzwerkstrukturen und Dienstleistungen so implementiert wie vorgesehen?
Welche Wirkungen entfaltete das Projekt für die Teilnehmenden und die Kommune?
Was lässt sich daraus lernen und für andere Politikbereiche oder Länder fruchtbar machen?


Die Fallstudie kann hier heruntergeladen werden. Für einen Überblick finden Sie den zusammenfassenden Kurzbericht in Deutsch und in Englisch.

Hier können Sie sich Video-Clips mit persönlichen Erfahrungen von Asylbewerber_innen und Flüchtlingen in Deutschland anschauen, die im Rahmen des Community Reportings entstanden sind:
https://www.youtube.com/watch?v=ORzdaExt3WA&list=PL1vtHOjD7gN1wSC3qh-V9TiOq075zzP4P.

Zusammenfassung der MAMBA Fallstudie im Europa-Newsletter des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE): http://www.b-b-e.de/eunewsletter/bbe-europa-nachrichten-newsletter-fuer-engagement-und-partizipation-nr-5-vom-762017/#25924

Fallstudie zu sozialem Investment im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie veröffentlicht

"Reconciliation of Work and Family through the Programme Audit Berufundfamilie – a Case Study of Münster´s University Hospital"
Kurzbericht Ukm Foto
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Mehr und mehr Unternehmen, soziale und öffentliche Einrichtungen stellen das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Fokus. Dieses aufkommende Interesse ist Treiber und gleichzeitig Ergebnis politischer Interventionen: So fördert das Bundesprogramm „Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken“ das Audit berufundfamilie, welches aus einem Projekt der Hertie-Stiftung hervorgegangen ist. Das Audit dient als Management- und Monitoringinstrument, welches im Rahmen von Unternehmen oder Universitäten Vereinbarkeitsmaßnahmen bewertet, Veränderungen unterstützt und im Falle der erfolgreichen Einführung das Zertifikat „familiengerecht“ vergibt.

Das InnoSI Projekt evaluierte das Audit am Beispiel des Universitätsklinikums Münster hinsichtlich folgender Fragestellungen:

Wie wurden die Vereinbarkeitsmaßnahmen im Rahmen des Audits umgesetzt?
Welche Wirkung entfalteten die Neuerungen in Bezug auf die Beschäftigten und die Institution?
Was lässt sich daraus lernen und für andere Politikbereiche oder Länder fruchtbar machen?


Die Fallstudie kann hier heruntergeladen werden. Für einen Überblick finden Sie den zusammenfassenden Kurzbericht in Deutsch und in Englisch.

Pressemitteilungen zur Studie:

http://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=8778 

http://www.ffp.de/reader/mit-familienbewusster-personalpolitik-dem-fach-kraeftemangel-die-stirn-bieten.html

Drei Fragen an Dr. Matthias Freise im Newsletter wissen.leben.familie

Das Servicebüro Familie der WWU nimmt in seinem Newsletter wissen.leben.familie Bezug auf den InnoSI Schwerpunkt „Vereinbarkeit in Beruf und Familie“ im Rahmen der Hitze-Haus Tagung im November 2016.  Der Artikel stellt die Schwierigkeiten der Organisation von Kinderbetreuung in der WWU dar und betont die Bedeutung von Vernetzung, um den Bedarfen von Familien gerecht zu werden. Dafür ist es notwendig einen „Dialog zwischen Bürgern und Politik, [herzustellen] um Maßnahmen so zu gestalten, dass Familien profitieren“ wie Dr. Regina Ahrens vom Forschungszentrum Familienfreundliche Personalpolitik Münster erklärt.

Den Rahmen zur Wirksamkeit sozialer Investitionen in der Familienpolitik gibt Dr. Matthias Freise im Anschluss. Er erläutert, dass solche Investitionen nicht ausschließlich als Ausgaben zu sehen sind, sondern langfristig zu Kosteneinsparungen im öffentlichen Bereich führen und gleichzeitig die Lebenszufriedenheit von Familien steigern.

►Nachzulesen auf Seite 6/7 des Newsletters wissen.leben.familie

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Projekttreffen in Debrecen

Vom 11. bis 12.1. 2017 trafen sich die Projektmitglieder der 10 Partneruniversitäten in Debrecen (Ungarn) zum fachlichen Austausch der bisherigen Ergebnisse. Veranstaltet wurde das Treffen vom Institut für Soziologie und Sozialpolitik der Universität Debrecen.

Schwerpunkte waren:
- die Zusammenfassung und Interpretation der 20 Fallstudien (WP4);
- die Verflechtung der Nutzer-Stimmen mit den Forschungsergebnissen (WP5);
- die Diskussion der ökonometrischen Analyse sozialpolitischer Ausgaben in 28 EU-Staaten (WP6);
- Zukunftsprognosen sozialinvestiver Strategien (WP6);
- und die Verständigung über Verbreitungsstrategien (WP7, WP8).

Die Inhalte der Arbeitspakete (WPs) können hier abgerufen werden.

Wir danken den Kollegen der Universität Debrecen für den freundlichen Empfang und die sehr gute Organisation. Es war ein gelungenes und produktives Treffen, welches in Bälde zu verschiedenen Formen der Ergebniszusammenführung führen wird. Alle neuen Produkte des Projektes werden zeitnah digital zur Verfügung gestellt.

Projektergebnisse im Fokus

Hitze-Tagung
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Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nahmen an der Tagung Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft teil, die das InnoSI-Projekt vom 23. bis 25. November in der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster durchgeführt hat. Im Fokus der Veranstaltung standen die Ergebnisse des Projektes, die nicht nur wissenschaftlich aufbereitet wurden, sondern auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Praxis ausführlich diskutiert wurden. Heinz-Josef Kessmann vom Diözesancaritasverband Münster, Gabriele Stillger von der Freiwilligenakademie Bielefeld-OWL, Prof. Dr. Irene Gerlach vom FFP Münster, Dr. Joachim Rock vom Paritätischen Gesamtverband Berlin und Prof. Dr. Maike Tietjens als ehemaliges Vorstandsmitglied des Deutschen Turnerverbandes diskutierten ausführlich über Möglichkeiten und Grenzen sozialer Investitionen in Deutschland. Henning Scherf, ehemaliger Oberbürgermeister Bremens, präsentierte anschaulich sein Projekt „Leben im Alter“, eine idealtypische soziale Investition. Die einführende Präsentation von Dr. Matthias Freise können Sie hier herunterladen.

InnoSI-Workshop in Bologna

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Vom 6. bis 7. Oktober fand in Bologna, Italien, ein Workshop zum Thema "Social Investment" statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierten das Konzept Social Investment, seine Verbindungen zu Themen wie Sozialer Innovation und Sozialem Unternehmertum, und seiner wissenschaftlichen und praktischen Bedeutung. Danielle Gluns vertrat Prof. Dr. Annette Zimmer mit einem Vortrag zum Thema "Social Innovation in Postmodern Times - A Panacea for Contemporary Problems?"

Tagung Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft

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Vom 23. bis 25. November führt das Institut für Politikwissenschaft in Kooperation mit der katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus eine Tagung zum Thema „Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft“ durch, bei der auch erste Ergebnisse des InnoSI-Projektes präsentiert werden. Clou der Tagung ist die Kombination von wissenschaftlichen Fachvorträgen und anwendungsbezogenen Praxisberichten. So berichtet beispielsweise Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister Bremens, von seinen Erfahrungen aus einem Wohnprojekt im Alter. Das Programm der Tagung können Sie hier herunterladen. Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, können Sie sich hier online anmelden.

User Voice Germany

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Vor welchen Herausforderungen stehen junge geflüchtete Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt? Wie schätzen sie die Instrumente ein, die Dabei zum Einsatz kommen? Welche halten sie für brauchbar, welche eher nicht? Diesen Fragen gingen die Community Reporter von Peopole's Voice Media nach und stellten für die deutsche Teilstudie des InnoSI-Projektes ein Videotagebuch zusammen. Erste Ergebnisse können auf Youtube eingesehen werden. Eine Übersicht aller InnoSI Beiträge bei Youtube gibt es hier.

Social Innovation Camp in Berlin

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Am 23. September wurde in den Räumen und unter Leitung des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in Berlin der Workshop „Social Innovation Camp“ zur Zukunftsforschung durchgeführt. Dies fand im Rahmen des von der Turku Universität in Finnland entworfenen Futures Fit Konzepts statt und stellt einen weiteren Schritt hin zur Identifizierung möglicher Zukunftstrends dar. Vorausgegangen war hier bereits eine Dephi-Expertenbefragung, die das BBE als deutscher Impact Partner von InnoSI betreute. Geladene Teilnehmer aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft konnten ihre Expertise auf unkonventionelle Art zur Anwendung bringen und Probleme sowie Potenziale für zukünftige Entwicklungen in der Europäischen Union diskutieren. Spannend dabei ist, dass dieser Workshop gleichzeitig in zehn europäischen Ländern durchgeführt wird und so Ähnlichkeiten und Unterschiede hinsichtlich von Zukunftserwartungen im europäischen Vergleich sichtbar gemacht werden können.

Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge

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Das Job-Netzwerk MAMBA unterstützt Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt unabhängig vom Aufenthaltsstatus bei der Integration in den Arbeitsmarkt, indem es arbeitsuchende Menschen und Unternehmen zusammenbringt. Dabei verfolgt es eine Reihe innovativer Ansätze der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Wie und unter welchen Rahmenbedingungen diese Maßnahmen greifen, ist Gegenstand einer Fallstudie, die das deutsche Projektteam im Rahmen von InnoSI durchführt. Zum heutigen Gespräch in den Räumlichkeiten des Projektes reiste auch Dr. Judit Csoba von der Universität Debrecen (Ungarn) an, die die 20 Fallstudien aus zehn europäischen Ländern koordiniert.

InnoSI-Panel auf der 12. internationalen Konferenz der ISTR in Stockholm

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Gemeinsam mit Partnern der Universität Bologna führte das Münsteraner Projektteam ein Panel zu ersten Ergebnissen des InnoSI-Projektes im Rahmen des Weltkongresses der International Society for Third Sector (ISTR) in Stockholm durch. Während der gut besuchten Veranstaltung wurden die Ergebnisse einer umfangreichen Interviewerhebung zur Rolle der Sozialökonomie bei der Implementation sozialer Investitionen präsentiert, die die Universität Münster im Winter 2015/16 durchgeführt hat. Zudem präsentierten Wissenschaftler der Universität Bologna (Italien) die Ergebnisse ihrer ökometrischen Bestandsaufnahme sozialer Investitionen in Europa. Beide Studien stehen auf der zentralen Website des Projektes zum Download bereit. Die Powerpointpräsentation des Münsteraner Teams finden Sie hier.

InnoSI untersucht Vereinbarkeitsmaßnahmen

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Die Förderung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine zentrale soziale Investition in vielen europäischen Ländern. Auch das deutsche Projektteam untersucht eine solche Maßnahme, nämlich das umfangreiche Förderprogramm des Universitätsklinikums Münster, das als Schichtbetrieb Betreuungsangebote rund um die Uhr für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorhält. Wie diese angenommen werden und welche Wirkungen sie entfalten, ist Gegenstand der Evaluationsstudie, die das Forschungszentrum Familienbewusste Familienpolitik in Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft für InnoSI durchführt.

Soziale Ökonomie und Sozialinvestitionen

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Welche Rolle spielen unterschiedliche Traditionen der Wohlfahrtsproduktion für den Einsatz sozialinvestiver Instrumente, und in welchen Politikfeldern kommen sie in Europa derzeit verstärkt zum Einsatz? Dieser Frage ging das Münsteraner Projektteam auf den Grund, indem es 33 Expertinnen und Experten in den zehn Projektländern (plus Frankreich) interviewte und dazu eine umfangreiche Literaturauswertung vornahm. Die Ergebnisse der Studie sind nun in einem Bericht zusammengefasst worden, der hier heruntergeladen werden kann.

Soziale Investitionen auf dem Prüfstand

Valencia
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Nach dem Auftakttreffen des InnoSI-Projektes im Juni 2015 in Buxton bei Manchester trafen sich die zehn nationalen Projektteams zum Jahresbeginn in Valencia, um zum einen die vorläufigen Ergebnisse dreier Studien zu diskutieren, die im Rahmen des Projektes erstellt wurden. Zum anderen bereiteten sie die Durchführung von zwanzig aufwändigen Evaluationsstudien vor, die 2016 den Löwenanteil der Projektarbeit ausmachen werden. Die Universität Münster evaluiert ein Projekt, das den Arbeitsmarktzugang von geflüchteten Menschen unterstützt sowie das Vereinbarkeitsprogramm des Universitätsklinikums Münster.