
Sudan Retold: Buchvorstellung und Diskussion
Sonntag, den 17. Mai 2026, 11 Uhr in der VHS Münster, Aegidiistr. 70
„Kandik kämpft gegen das Böse. Mit ihren Superkräften beschützt die Heldin ihr Dorf vor AngreiferInnen – im Comic. Die sudanesische Künstlerin Sara Amin hat sich dazu von der Geschichte inspirieren lassen. ‚Kandake‘ hießen vor 2000 Jahren die Königinnen von Meroë, im nubischen Königreich Kusch. Während der Revolution 2018/19 wurden Sudans Aktivistinnen ‚Kandake‘ genannt. Sie kämpften für Demokratie und Freiheit, leider ohne Superkräfte. Die Revolution gilt als ‚gestohlen‘“. Mit diesem Beispiel aus dem Band „Sudan Retold“ verdeutlicht Cornelia Wegerhoff wie jede Zeit Geschichten neu liest und damit bewahrt (Amnesty Journal 02/2026).
Die Journalistin moderiert die Buchvorstellung mit Larissa- Diana Fuhrmann sowie den Künstlerinnen Amna Elhassan und Rund Alarabi. Sie haben an dem Kunstband mitgearbeitet, der Beiträge von 40 Kulturschaffenden enthält - unter anderem von der Illustratorin, die „Kandik“ als Superheldin zeichnet oder dem Musiker, der sudanesische Klänge mit Hiphop, Jazz und Reggae mischt. Denkanstöße gibt Larissa-Diana Fuhrmann, die über den Einfluss forscht, den Gewaltkonflikte auf Künstler*innen haben, und umgekehrt den Einfluss von Kunst auf betroffene Gemeinschaften. Sandra Hetzl übersetzt Deutsch/Arabisch, Ibrahim Abdulhalim macht Musik.
Der Eintritt ist frei – eine Spende ist erwünscht.
Die Veranstaltung wird unter Zusammenarbeit verschiedener Vereine und Institutionen organisiert. Darunter sind Afrikanische Perspektiven e.V., die vhs-Münster, Postcolonial, Transnational and Transcultural Studies am Englischen Seminar der Universität Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Darfur-Hilfe e.V., Arabisch-deutscher Literaturkreis | ArDeLit, Afrika Kooperative e.V.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://afrikanische-perspektiven.de
