Internationale Summer School in Usbekistan: Germanistik aus zentralasiatischer und interkultureller Perspektive

Vom 17. bis 22. August 2026 fand an der Staatlichen Universität Urgench die zweite internationale Summer School des deutsch-usbekischen Hochschulnetzwerks statt. Im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit des Germanistischen Instituts mit den Partnerhochschulen in Usbekistan kamen Wissenschaftler*innen sowie Studierende aus Deutschland und Usbekistan zusammen, um aktuelle Fragen der Germanistik zu diskutieren und gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt der Summer School standen u.a. Themen wie KI in Wissenschaft und Lehre, interkulturelle Kommunikation, kontrastive Perspektiven in Literaturwissenschaft sowie aktuelle Herausforderungen der Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache.
Das unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Silvia Reuvekamp aufgebaute deutsch-usbekische Hochschulnetzwerk verbindet Partnerhochschulen in Urgench, Termez, Buchara, Chirchiq, Fergana und Nukus. Ziel ist es, die Germanistik in Zentralasien durch gemeinsame Forschung, Lehre und wissenschaftliche Qualifizierung weiterzuentwickeln und zugleich gemeinsam neue Perspektiven auf Sprache, Literatur und Kultur in die (internationale) Germanistik einzubringen.
Ein Beispiel dafür ist das im Rahmen der Summer School vorgestellte gemeinsame Lehrwerk zur interkulturellen Kommunikation aus deutsch-usbekischer Perspektive, das zentrale Aspekte des zentralasiatischen Kontextes aufgreift. In den Workshops wurde u. a. ein gemeinsames Forschungsprojekt zum interkulturellen Erzählen behandelt und erprobt.
Die Summer School stärkt damit die bestehenden Hochschulpartnerschaften und trägt zugleich zur internationalen Vernetzung und Weiterentwicklung der Germanistik bei. Das Hochschulnetzwerk schafft auch künftig Räume für wissenschaftlichen Austausch sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Weitere Links:
Projektseite Interkulturelle Germanistik Zentralasiens (InGeZA)