Welche Rede von Gott ist möglich in der heutigen Situation Mexikos?



Eine theologische Analyse nach dem Dokument der Bischofskonferenz Mexikos von 2010 und dem Begriff „Intelligenz des Opfers“ von Carlos Mendoza-Álvarez

(José Rodrigo Alcántara Serrano)

Abstract (Deutsch)

Die Mexikaner erleben seit dem Jahr 2006, als der sogenannte „Krieg gegen den Drogenhandel“ angefangen hat, eine der schwierigsten Phasen ihrer Geschichte.  Einige der häufigsten kriminellen Handlungen in diesem Kontext sind: Drogenhandel, Entführung, Menschenhandel, Geldwäsche, verschiedene Erpressungsweisen und Einschüchterungsmorde. Vor einer Realität, in der die Menschen das Leben in Fülle nicht haben, weil sie unter einer Situation von Anti-Reich leben, fragen wir uns: Ist es möglich, eine Rede über Gott unter diesen Umständen zu halten? Ist es möglich von Gott zu reden, wenn das Primat der Gewalt (Negativität der Geschichte) die menschliche Freiheit und Frieden (Zeichen der messianischen Zeiten) beherrscht? Und wenn ja, welche Sprache über Gott ist möglich im Kontext von Leiden der Unschuldigen?

Unsere Aufgabe als Theologen ist in diesem Sinne, die historischen Ereignisse aus der Sicht des Wortes Gottes, der Leben in Fülle für Alle will, zu lesen, damit wir die gute Botschaft des Evangeliums den leidenden Menschen verkünden.

Aus der Sicht der Opfer, die der oben genannte Krieg produziert hat, versucht diese Arbeit eine Rede von Gott zu formulieren; eine Rede, die bedeutsam und befreiend für das mexikanische Volk sein kann. Nach dem scharfsinnigen Dokument der Bischofskonferenz Mexikos von 2010 und den philosophisch-theologischen Begriffen wie „Intelligenz des Opfers“ (Mendoza-Álvarez, Girard, Alison), „Erinnerung und Erzählung“ (Metz, Ricoeur) und den mannigfachen theologischen Gedichten von Javier Sicilia, versucht Rodrigo Alcántara eine theologische Analyse über diese Situation zu erstellen.

Abstract (Englisch)

Mexican people live since 2006 one of the worst phases of their history because in that year the “war against the drug cartels” began.  In this context, the criminal actions are frequently related to drug traffic, kidnapping, human slavery, money-laundering, different ways of blackmail, and murdering to intimidate. In front of this reality, where the people do not have a life in plenitude since they live in a situation of anti-Kingdom, we ask the question: is it possible to make a speech over God, when the primacy of the violence (negativity of the history) prevails over the liberty and over the peace (signs of the messianic times)? If the answer is yes, which speech over God is possible in the context of suffering of innocents?

Our work as theologians in this sense is to read the events of the history in the perspective of the God´s word that wants for everyone a life in plenitude, so that we can announce the good News of the Gospel to suffering people.

On the perspective of the victims who resulted from the previously mentioned war, the aim of this investigation is to formulate a speech over God; a speech that can be significant and emancipatory for the Mexican people. Rodrigo Alcántara intends to present a theological analysis of this situation according to the document of the Conference of the Mexico’s Bishop and the philosophic-theological concepts as “intelligence of the victims” (Mendoza-Álvarez, Girard, Alison), “memory and narration” (Metz, Ricoeur) and the several theological Poems of Javier Sicilia.