Das Team DCK auf Exkursion in Kevelaer

Jeden Sommer fährt unser Projektteam gemeinsam auf eine Exkursion zu Weiterbildungszwecken: Ziel ist meistens ein Kirchort, dessen Inventarisierung gerade bearbeitet wird oder in Planung ist. Vor Ort treffen wir häufig Ehrenamtliche oder Expert*innen im Bereich der Kunstgeschichte oder der Vermittlung christlichen Kulturerbes.
In diesem Jahr stand ein besonderes Treffen auf dem Programm: Der Besuch der Goldschmiede Polders in Kevelaer. Mehr als 150 Jahre Familientradition führen Ludger Polders und sein Sohn Benedikt hier weiter. Seit 1862 entstehen hier sakrale Objekte, die auf der ganzen Welt in Gebrauch sind.
Was sich davon in Pfarreibesitz im Bistum Münster befindet, wird auch durch die Hände unserer Mitarbeiter*innen wandern und Eingang in die Datenbank finden. Eine einmalige Gelegenheit, direkt mit einem fachkundigen Hersteller der Objekte in den Austausch gehen zu können!

Ludger Polders und seine Frau gewährten einen tiefen Einblick in die Geschichte und Arbeitsweise der Goldschmiede. Polders mahnte augenzwinkernd: In den Kirchen ist eben nicht alles aus purem Gold - in den allermeisten Fällen handelt es sich nur um vergoldete Stücke...
Die Zeit reichte kaum aus, um alle Fragen des Teams zu klären: Wie lässt sich feststellen, ob Kupfer oder Messing das Trägermaterial eines Objekts ist? Woran erkenne ich, ob eine Cuppa gedrückt oder getrieben wurde? Wie funktioniert ein Sepiaguss?
Wir bedanken uns herzlich, dass die Familie Polders uns mit ihrer Expertise so einen spannenden Vormittag geschenkt hat!

Anschließend folgte die Besichtigung der neogotischen Marienbasilika mit ihrer farbenprächtigen Ausmalung, die unser 'Team Niederrhein' bei ihrem noch ausstehenden Inventarisierungsbesuch lange beschäftigen wird. Die Wallfahrtskirche wurde 1858 bis 1864 erbaut und beeindruckte uns mit Orgelspiel und den zahlreichen Stücken ihrer vielfältigen Kunstsammlung.

