4. Trierer Nachwuchstagung für interdisziplinäre Antisemitismusforschung

Vom 16. bis 18. September 2026 fand an der Universität Trier die 4. Trierer Nachwuchstagung für interdisziplinäre Antisemitismusforschung statt. Veranstaltet wurde sie von der  Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung. Jonas Erulo sprach im Panel „Kritische Gesellschaftstheorie des Antisemitismus“ zum Thema „Antisemitismus als Vermeidung der ‚Aufgabe der Vermittlung‘. Zum allgemeinen Aspekt des Antisemitismus und zur Funktionslogik des christlichen Antijudaismus“.

Ausgangspunkt war die Frage, wie sich der allgemeine, universal mobilisierbare Charakter des Antisemitismus mit seiner Fixierung auf Jüdinnen*Juden zusammendenken lässt. Mit Klaus Heinrich und der Kritischen Theorie bestimmte er Antisemitismus aus sozialpsychologischer, gesellschaftskritischer und erkenntniskritischer Perspektive in Verbindung mit einer Absage an die Aufgabe, Subjekt und Gesellschaft zu vermitteln und zu emanzipieren. Dabei untersuchte er die Funktionslogik des christlichen Antijudaismus in struktureller, psychoanalytischer und politisch-theologischer Hinsicht als ein Denken, das für eine verkürzte Erlösungsvorstellung anfällig ist.  Die öffentliche Keynote der Tagung mit dem Titel What is Antisemitism Scholarship in the Context of Scholarly Antisemitism? hielt Prof. David Hirsh (Goldsmiths, University of London / London Centre for the Study of Contemporary Antisemitism).

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