

In unserer Forschung beschäftigen wir uns mit Bildungsprozessen im Kontext von Benachteiligung, mit inklusiver Didaktik und der Qualifizierung von (angehenden) Lehrkräften für inklusiven Unterricht. Unser übergeordnetes Ziel ist es, Bildungs- und Teilhabebarrieren zu analysieren und Wege zu finden, diese abzubauen. Dabei nehmen wir unterschiedliche Bildungskontexte in den Blick – von der didaktischen Gestaltung des Unterrichts bis hin zu lebenslaufbezogenen Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe liegen in der Untersuchung von inklusivem Unterricht auf der Mesoebene sowie von mathematischen und schriftsprachlichen Basiskompetenzen der Schüler:innen und digitalen sowie diagnostischen professionellen Kompetenzen der Lehrkräfte auf der Mikroebene.
Damit verbunden sind zunächst Fragen danach, welche unterrichtlichen Lernangebote Schüler:innen zur Verfügung stehen. Um diese Lernangebote passgenau zu gestalten, sind akkurate Beurteilungen der Lernbedürfnisse durch Lehrkräfte besonders relevant. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir Feedback im selbstregulierten Lernprozess als Ansatz zur Förderung der diagnostischen Kompetenz. Im Spezifischen beschäftigen wir uns damit, wie diagnostische Erkenntnisse der Gestaltung individueller Förderprozesse dienen und wiederum einen Beitrag zur Sicherung von Basiskompetenzen leisten können. In diesem Sinne nehmen wir auch digitale Kompetenzen von Schüler:innen und Lehrkräften mittels eines inklusiven digitalen Medieneinsatzes unter Berücksichtigung Künstlicher Intelligenz in den Blick.
Methodisch und methodologisch verfolgen wir sowohl qualitative Forschungsansätze, insbesondere (narrative) Interviews und ethnografische Zugänge, die im Sinne der Grounded-Theory-Methodologie oder der objektiven Hermeneutik bearbeitet werden, als auch quantitative Forschungsansätze, die inferenzstatistische Schlussfolgerungen zu Wirkungszusammenhängen erlauben. Perspektivisch erweitern wir unsere methodischen Zugänge aktuell durch Mixed-Methods Ansätze.
In der Lehre sind wir insbesondere im Lehramtsstudiengang für sonderpädagogische Förderung tätig, aber auch in anderen Lehramtsstudiengängen sowie im Fachstudiengang Erziehungswissenschaft. Wir betreuen Abschlussarbeiten zu verschiedenen Themen im Kontext inklusiver Bildung und pädagogischer Diagnostik.
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