Phoenix-Pharmazie-Wissenschaftspreis

Herausragende interdisziplinäre Forschung zwischen Medizinischer Chemie und Elektrophysiologie: Bernhard Wünsch mit „Phoenix-Pharmazie-Wissenschaftspreis“ ausgezeichnet

Prof. Dr. Bernhard Wünsch vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der WWU erhielt Anfang Dezember den „Phoenix-Pharmazie-Wissenschaftspreis 2020“. Er wurde zusammen mit seinen Kollegen für seine interdisziplinäre Arbeit zwischen Medizinischer Chemie, Molekulardynamik und Elektrophysiologie geehrt.

Der Pharmazeutische Chemiker Prof. Dr. Bernhard Wünsch vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhielt gemeinsam mit Prof. Dr. Guiscard Seebohm und Dr. Julian Schreiber aus dem Institut für Genetik von Herzerkrankungen den „Phoenix-Pharmazie-Wissenschaftspreis 2020“. Der alle zwei Jahre vergebene Preis wird für hervorragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Pharmazeutischen und Medizinischen Chemie vergeben.
In der Preisträgerarbeit haben Bernhard Wünsch und seine Kollegen den Wirkungsmechanismus von neuartigen Wirkstoffen auf molekularer Ebene aufgeklärt. Im Mittelpunkt steht hierbei ein besonderer Subtyp des N-Methyl-D-aspartat- (NMDA) Rezeptors, der einen Liganden-gesteuerten Ionenkanal darstellt. Im Ruhezustand stehen der geöffnete und geschlossene Zustand des Ionenkanal-Rezeptors miteinander im Gleichgewicht. Wie durch einen „Fuß-in-der-Tür“ (Foot-in-the-door-Mechanismus) können unsere Wirkstoffe die Bewegung des Phenylalanins-176 – eine besondere Aminosäure weit außen am Rezeptor – blockieren und auf diese Weise den Ionenkanal inhibieren und die Passage von Ionen hemmen. Da der NMDA-Rezeptor eine besondere Rolle bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen, wie beispielsweise Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson oder Morbus Huntington spielt, ist die Aufklärung des molekularen Mechanismus‘ bedeutsam für die Entwicklung innovativer Therapiemöglichkeiten.

Link zu UKM Pressemitteilung

Link zu Originalpublikation in "Nature"
Link zu DAZ Artikel "Den Fuß in die Tür stellen"

Teamwork against forgetfulness: WWU researchers decipher mechanism of action of possible Alzheimer's drugs

The team led by Prof. Bernhard Wünsch and Prof. Guiscard Seebohm succeeded in deciphering a common mechanism of action of ifenprodil and other inhibitors. "Communications Biology" publishes the important discovery in the current issue.

Link - Pressemitteilung

PubMed - Link

Four million euros for research into ion channels: DFG approves joint Research Training Group of Chemistry and Pharmacy as well as Medicine

Press release from 15.05.2019

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