Reihe: Forum Politische Geographie

Nach dem Ende des Kalten Krieges haben sich die Geographien der politischen Räume rasant gewandelt. Das Resultat ist eine Neuverhandlung des Dreiecks von Gesellschaft, Raum und Macht auf allen Maßstabsebenen. Dabei wurde und wird vielfältig offenkundig, dass "der Raum" für seine Gesellschaft keine simple Distanz- oder Ressourcenmatrix darstellt; er repräsentiert und verkörpert vielmehr eine tiefe Symbolik der Macht, eine unsichtbare Topographie der politischen Bedeutung, die oft erst den Schlüssel für das Verständnis von Konflikten mit territorialer Dimension bildet. Es ist ein Kernziel der Politischen Geographie, diesen tief greifenden Wandel sowohl mit neuen theoretischen Konzepten als auch mit neuen Forschungsfragen und empirischen Untersuchungen kritisch zu begleiten.

Vor diesem Hintergrund zeichnet sich seit den 90er Jahren im angloamerikanischen, aber auch im deutschen Sprachraum eine deutliche Renaissance der Politischen Geographie innerhalb der Hochschullandschaft ab. Ihre gesteigerte Bedeutung dokumentiert sich auch im Aufbau eines mitgliederstarken Arbeitskreises im Verband der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) sowie in einer dichten Folge von Tagungsaktivitäten. Mittlerweile sind daraus eine Reihe von Forschungsprojekten und publikationsreifen Ergebnissen erwachsen. Um diesem
"Emerging Field" wissenschaftlicher Forschungsarbeiten in der Humangeographie eine auch nach außen klarer sichtbare Plattform zu verleihen, wurde die Schriftenreihe "FORUM POLITISCHE GEOGRAPHIE" gegründet. Sie soll dazu dienen, in Form von Monographien und Sammelbänden über aktuelle konzeptionelle Debatten und empirische Forschungsergebnisse zu berichten.

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