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Germanistisches Institut sucht Freiwillige zur Aufnahme von Gesprächen

Forschungsprojekt möchte deutsche Alltagssprache vermitteln

Die Projektgruppe "Plattform Gesprochenes Deutsch" am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) sucht Freiwillige, die Alltagsgespräche mit einem Audiogerät aufnehmen. Diese Hörbeispiele sollen später im Unterricht für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache verwendet werden. Teilnehmen können Personen aller Altersstufen, die Deutsch als Muttersprache sprechen. Interessierte melden sich bei Juliane Schopf unter der E-Mail-Adresse juliane.schopf@uni-muenster.de oder telefonisch unter 0251 83-24186. Wer mitmachen möchte, kann sich ein Aufnahmegerät im Institut ausleihen oder wird von den Wissenschaftlern bei der Aufnahme unterstützt.

Die Gespräche können in unterschiedlichen Alltagssituationen aufgenommen werden. Dazu zählen zum Beispiel Bestellungen im Restaurant, Telefonate mit der Mutter oder der Einkauf beim Bäcker. Damit die Hörer die Gesprächsteilnehmer später leichter zuordnen können, sollte die Gruppe nicht zu groß sein. Ab Herbst werten die Wissenschaftler die Aufnahmen aus. Darauf aufbauend entwickeln sie Lehreinheiten zu sprachlichen Besonderheiten wie dem Satzbau im gesprochenen Deutsch. Bislang wurden rund 200 Gesprächssequenzen aufgenommen, in denen Personen beispielsweise ihren Schlüssel nachmachen lassen oder einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren.

Auslöser für das Forschungsprojekt war, dass bislang Hörbeispiele für den Deutschunterricht oftmals künstlich wirkten: Dialoge wurden getrennt aufgenommen und erst später zusammengeschnitten. Ziel des Projektes ist es daher, eine fundierte Datenbasis für Lehrende und Lernende von Deutsch als Zweit- und Fremdsprache zu schaffen, mit deren Hilfe sie die gesprochene deutsche Alltagssprache authentisch vermitteln und erlernen können. Darüber hinaus dient die Datenbank als Forschungsgrundlage, um wissenschaftliche Fragen zum gesprochenen Deutsch und zu Strukturen der mündlichen Kommunikation zu beantworten. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Günthner und Dr. Beate Weidner wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Homepage zum Forschungsprojekt