Die Reisegruppe aus Münster und Oppeln vor der Basilika Johannes Paul II.
© Annika Heck

Studien- und Begegnungsfahrt nach Oppeln/Opole vom 9.-14. Mai 2017 
Ein Reisebericht von Prof. Dr. Reinhold Zwick

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen den Katholisch-Theologischen Fakultäten der Universitäten Münster und Oppeln/Opole in Polen und in Kooperation mit der KSHG Münster besuchte vom 9. bis 14. Mai eine insgesamt 27-köpfige Gruppe von Dozierenden und Studierenden Oppeln und Krakau. Die Studien- und Begegnungsreisen finden im zweijährigen Turnus statt, 2019 erwarten wir den Gegenbesuch aus Oppeln.

Die beiden ersten Vormittage in Oppeln standen im Zeichen eines wissenschaftlichen Symposiums unter dem Thema „Juden – Christen – Muslime. Was sie verbindet – was sie trennt“, einem Thema also, das nicht zuletzt durch die sog. Fluchtbewegungen aus dem Nahen Osten und aus Afrika in Deutschland und Polen hochaktuell ist. Die insgesamt acht Vorträge – je vier von deutscher wie von polnischer Seite – verbanden sich untereinander sehr gut und wurden rege diskutiert. Sehr hilfreich war sowohl für die Vorträge wie für die Diskussionen die ausgezeichnete Simultanübersetzung. Passend zum Symposium besuchte die Gruppe begleitet durch eine kundige Führung den jüdischen Friedhof in Oppeln.

Kommunionkinder vor der Ikone der Schwarzen Madonna in Czenstochau
© Clauß Peter Sajak

Der Ausflug führte erstmals in der Geschichte unserer Begegnungsreisen zum Wallfahrtsort Czenstochau, der nicht nur wegen der dortigen Verehrung des Gnadenbildes der „Schwarzen Madonna“, sondern auch als Brennpunkt der Geschichte Polens überragende Bedeutung besitzt.

Beim zweiten Teil der Reise, mit zwei Übernachtungen in Krakau, vergrößerte sich die Gruppe um zwanzig Studierende und zwei Professoren aus Oppeln. Gemeinsam besuchten wir die Gedenkstätte in Auschwitz und hielten anschließend auf der Weiterfahrt nach Krakau zu einem Friedensgebet in der neuen, imposanten „Basilika Johannes Paul II.“ Einkehr. Am letzten Tag in Krakau gab es nach einer eindrucksvollen Stadtführung Zeit für eigene Erkundungen in dieser wunderbaren und geschichtsträchtigen Stadt – und auch Gele-genheiten zum Austausch mit den polnischen Studierenden. Gemeinsam feierten wir auf dem Weg zurück nach Oppeln und Münster Gottesdienst im „Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes“, in dessen Mittelpunkt das von der in Polen hochverehrten Heiligen Faustyna visonär geschaute Gnadenbild der „Barmherzigkeit Jesu“ steht.

Nachdem von Oppelner Seite Prof. Martin Worbs sehr lange den Austausch betreut hatte, ist ihm nun der in Bamberg habilitierte Fundamentaltheologe Prof. Krystian Kaluza nachgefolgt. Er hat die Reise überaus engagiert organisiert und begleitet. Dafür gilt ihm, aber auch allen anderen, die ihm hilfreich zur Seite gestanden haben, unser ganz herzlicher Dank.

Wir alle haben die Reise sehr genossen. Neue Freundschaften sind entstanden, andere haben sich vertieft, mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen sind wir heimgekehrt.

Für die Reisegruppe: Prof. Dr. Reinhold Zwick

Fotos

In der Bibliothek von Czenstochau - rechts Prof. Krystian Kaluza
© Annika Heck
  • Ausschwitz - Stammlager
    © Annika Heck
  • Besichtigung des jüdischen Friedhofs in Oppeln
    © Clauß Peter Sajak
  • Die deutsche Reisegruppe auf dem Wawel in Krakau
    © Annika Heck
  • Die deutsche Reisegruppe auf dem Wawel in Krakau
    © Annika Heck
  • Die Rampe in Ausschwitz-Birkenau
    © Annika Heck
  • Dei Reisegruppe aus Münster und Oppeln vor der Basilika Johannes Paul II.
    © Annika Heck
  • Jüdischer Friedhof in Oppeln - 2
    © Annika Heck
  • Jüdischer Friedhof in Oppeln
    © Annika Heck
  • Kommunionkinder vor der Ikone der Schwarzen Madonna in Czenstochau
    © Clauß Peter Sajak