Rund 200 Gäste feierten am 28. Januar 2012 in der Aula des Schlosses die Absolventinnen und Absolventen unserer Fakultät, die in der jüngsten Zeit ihren Abschluss machen konnten. Geehrt wurden 25 Männer und Frauen mit Master, Diplom, Lizenziat und Promotion. Gleichzeitig erhielt Boris Krause den Aschendorff-Dissertationspreis.
Zu Beginn berichtete Dekan Prof. Dr. Klaus Müller aus der Fakultät. Er betonte, dass die Zahl der Studierenden stetig steige - zur Zeit seien es etwa 2500. Um so schlimmer sei es, dass fünf Lehrstühle vakant seien, "und die Neubesetzungen kommen nur schleppend voran". Müller erinnerte an wichtige Ereignisse in den letzten Monaten, so die Feste zu "60 Jahre ICS" und "100 Jahre Missionswissenschaften", den 70. Geburtstag von Prof. em. Thomas Pröpper sowie den Studientag zum Memorandum. Auch verschiedene Preise hätten Mitglieder der Fakultät errungen. Anschließend zeichnete Müller ein Bild der gegenwärtigen Kirche, in der oder für die viele der Absolventinnen und Absolventen in Zukunft arbeiten würden. Er zeigte sich besorgt über restaurative Momente in der Kirche und stellte der Forderung nach "Ent-Weltlichung" der Kirche etwas anderes entgegen. "Weihnachten ist die Verweltlichung Gottes. An dieser Ver-Weltlichung muss die Kirche Maß nehmen."
Den Promotionsvortrag hielt Dr. Thomas Suermann und skizzierte dabei seine herausragende Arbeit im Fach Pastoraltheologie, die den Titel trägt: "Analyse der Zusammenarbeit von Katholische Diözesen und externen, betriebswirtschaftlichen Strategieberatungen". Sein Anliegen war dabei ein doppeltes: Zum einen, externe Beratung nicht rundheraus abzulehnen, weil es in der Verwaltung der Kirche problematisch sei, wirtschaftswissenschaftliche Bedingungen zu missachten. Zum anderen aufzuzeigen, dass nicht alle Belange der Kirche mit wirtschafts-wissenschaftlichen Begriffen angemessen zu beschreiben sei. Ziel der Kirche sei eben nicht "die möglichst effektive Erbringung von Dienstleistungen."
Umrahmt von ausdrucksstarkem A-Capella-Gesang der Gruppe "cantus." überreichte Klaus Müller anschließend die Zeugnisse, gratulierte zum Erfolg und wünschte Gottes Segen für die Zukunft. Außerdem übergab er die Urkunde des Aschendorff-Verlages, dessen Dissertationspreis Boris Krause mit seiner Arbeit zum Thema "Religion und die Vielfalt der Moderne" gewonnen hat. Mit dem Sektempfang im Foyer des Schlosses ging der stimmungsvolle "Actus Academicus" zuende. Im kommenden Semester wird der Actus am 7. Juli gefeiert.















































