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Research Projects

Here you can find a small selection of ongoing and completed research projects on German-American Educational History. The Center does not only want to point out current topics and trends of research in this field, but also seek to support and encourage research. Therefore, it also offers talented students the opportunity (linked with a corresponding lecture) of writing their Bachelor's or Master's thesis on a topic of interest to German-American Educational History.

  • German Schools in the USA (1850-1900): An Historical Comparison between private and public education in Cincinnati, Milwaukee, and Indianapolis

    Jan-Lucas Schmitt
    Master's Thesis, Summer Term 2017

    Wie viele Deutsche insgesamt in die USA eingewandert sind, ist nicht eindeutig gesichert. Manche Quellen geben fünf, andere bis zu sieben Millionen Menschen an, die bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs in der Neuen Welt ihre neue Heimat suchten. Die deutschstämmigen Emigranten machten hierbei die zahlenmäßig größte Gruppe aus. Die Einwanderer brachten in die sich nach dem Unabhängigkeitskrieg konstituierende Gesellschaft ihre eigenen Vorstellungen von Bildung und Kultur in dem Maße mit, wie sie beide in ihrer Heimat erfahren hatten. Gerade im Vormärz und nach der gescheiterten 1848er Revolution wanderten viele politisch Verfolgte und hochgebildete Männer und Frauen in die USA aus. Dort versuchten sie, ihre Vorstellungen von einer besseren Gesellschaft durch die Umsetzung von moderneren Bildungskonzepten einzubringen. Von ihnen wurde der Typus des 'Deutsch-Amerikaners' propagiert und als Bildungsideal vertreten. Das Schulwesen der USA war zu dieser Zeit auf einem eher grundlegenden Niveau und abgesehen von den elitären Universitäten an der Ostküste gab es wenige Möglichkeiten, sich höher bilden zu können.
    An dieser Stelle setzt die Arbeit an. Hier werden die Geschichten dreier Schulen aus drei Städten des Mittleren Westens mit großem Anteil an deutschstämmigen Siedlern verglichen. Der Vergleich fokussiert sich auf Gründungsproblematiken, Schülerzahlentwicklung, Schulkonzept und die Kooperation mit staatlichen Stellen in den sich neu bildenden Staaten. Der Untersuchungszeitraum reicht dabei von 1850, also der Zeit, in der die jeweiligen Staaten noch die Siedlungsgrenze darstellten, bis 1900, wo sie schon durchgängig besiedelt sind, Infrastruktur ausgebaut und die sich für die Schulen ergebenden Probleme nicht mehr technischer, sondern eher sozialer Natur. Somit soll abschließend die Frage beantwortet werden können, ob die deutschstämmigen Einwanderer sich aktiv, wenn auch vielleicht nur auf lokaler Ebene, für eine Entwicklung des amerikanischen Schulsystems – und damit auch der Gesellschaft – einsetzten, oder ob die Bereitstellung alternativer Schulkonzepte sich nur an deutschstämmige Einwanderer richtete und deswegen vorrangig zum Erhalt der deutschen Kultur und Religion gedacht war.

  • Between Mass Education an Elitism - Educational Opportunities and Learning Achievements in American Higher Education (1945-2010)

    Anna-Lena Hageneier
    Master's Thesis, Summer Term 2017

  • The Educational Agenda of German-American Drama

    Nicholas Johnson, Tim Zumhof
    Lecture Series
    Summer Term 2018

  • US-Collegesport - Amateur Sports with an Educational Entitlement and long Tradition or commercialized Professional Sports focusing on Profits?

    Marius Dirksmeier
    Master's Thesis, Winter Term 2016/17

    In keinem anderen Land der Welt hat sich das System des kommerzialisierten und professionalisierten Collegesports für Frauen und Männer so entwickelt wie in den USA. Und nur in den Vereinigten Staaten werde an den Colleges und Universitäten Stadien gebaut, die zehnmal so viele Zuschauer fassen, wie Studenten an diesen Instituten eingeschrieben sind.*

    Dieses Zitat stammt aus dem Werk Sport in den USA von Annette R. Hofmann und illustriert sehr anschaulich, wie groß die Bedeutung der Sportstätten und der dazugehörigen College-Mannschaften an einem Großteil der US-Bildungseinrichtungen ist. Hiermit existiert ein deutlicher Kontrast zur hiesigen Bildungslandschaft und die im Umlauf befindlichen Summen mit den dazugehörigen Vorgängen dürften bei Studierenden sowie Lehrenden für Verwunderung sorgen.

    Während dieser Bereich in Deutschland bisher aus wissenschaftlicher Perspektive eher oberflächlich analysiert wurde, herrscht in den USA seit Jahrzehnten eine lebhafte Diskussion bzgl. der Kontroversen, die durch das System in einer Vielzahl entstehen. Da diese nicht vollständig abgebildet werden können, liegt der Fokus dieser Masterarbeit darauf, zu untersuchen, inwiefern einige Sport-Programme (Football, Basketball) der Bildungseinrichtungen sich verselbstständigt haben und ob es sich bei den Athleten wirklich noch um Studierende handelt, die einen höheren Bildungsgrad anstreben, wie es von allen zuständigen Stellen (Universitäten/Colleges, National Collegiate Athletic Association) propagiert wird.

    Hierfür wird zu Beginn die Geschichte des College-Sports ab dem 19. Jahrhundert behandelt, um die traditionell hohe Bedeutung des Universitätssports zu beleuchten. Dieser Teil der Untersuchung führt zur Analyse der aktuellen Verhältnisse, die durch TV-Vermarktung und Merchandising einen neuen Grad der Kommerzialisierung erreicht haben. In Abgrenzung hierzu, soll im Anschluss die Gewichtung des eigentlichen Bildungsauftrages der Einrichtungen und die Situation der Studierenden beleuchtet werden, um letztlich beide Teile gegenüberzustellen und eine fundierte Stellungnahme zur Thematik abzugeben.

    Durch einen mehrwöchigen Aufenthalt an der IUPUI Indianapolis, durch Recherchen in der dortigen Bibliothek sowie durch einen Besuch der University of Notre Dame konnten interessante Erkenntnisse für die vorliegende Fragestellung gewonnen werden. Weiterhin sollen die dort geknüpften Kontakte mittels einer kleinen Befragung wichtige Beiträge zur Gestaltung der Arbeit liefern.


    *) Ronald A. Smith. "Intercollegiate Athletics. Die Vergangenheit ist auch Gegenwart." In: Annette R. Hofmann (Hrsg.). Sport in den USA. Münster: Waxmann 2012, 97-112, hier 97.
  • The Concept of Democracy in John Dewey's "Democracy and Education" (1916)

    Nora Milius
    Bachelor's Thesis, Summer Term 2016

  • Clemens Vonnegut and the High Tide of German-American Culture and Education in Indianapolis (1848-1906)

    Maria Drahmann
    Master's Thesis, Summer Term 2016

    The German mass migration to the United States of America in the second half of the nineteenth century had an impact on the American culture that is still visible today. Clubs and Vereine, German architecture or simply the German Gemütlichkeit are only a few examples of the cultural heritage that German immigrants brought to "the New World" and that are still highly appreciated by the American citizens of the twenty-first century.

    In order to comprehend the German immigration process and to understand how Germans carried their culture overseas this master thesis focuses on a single individual: Clemens Vonnegut. When he came to the USA in 1851 he was driven by the old German Turner spirit an seized the oppourtunity of the new American freedom. By pointing out the Westphalian society in which he grew up and the general reasons for Germans to immigrate to America, the first sections of this thesis give necessary background information about the young Vonnegut and the influence he was under in his early years. The following sections take a deeper look into his concrete actions one he settled in Indianapolis, Indiana. The focus here lies on education and culture since the German immigration group had a huge impact on the development of those two aspects within the American society. Clemens Vonnegut was not only a member of many German clubs in Indianapolis; he also founded and co-founded the Indianapolis Turnverein, the German-American Independent School and the Freethinker Society. Moreover, he was a school commissioner for the Indianapolis Public School for 28 years and took an active role in implementing German and physical education as school subjects. He also was one of the key figures to bring the National College to Indianapolis which later turned into today's School of Physical Education and Tourism Management of the IUPUI. With all his activities and changes that Clemens Vonnegut brought to Indianapolis, he is an excellent example in order to understand the German influence on education and culture in the USA during the second half of the nineteenth century.

  • Demetrius Augustine Gallitzin (1770-1840): Transatlantic educational Reforms between Enlightenment and Catholic Piety in Münster and Pennsylvania

    Andreas Oberdorf, MEd, MA
    PhD project, since April 2015

    The research project analyzes the life and impact of Demetrius Augustine Gallitzin (1770-1840), a Catholic missionary, publicist, educational pioneer, and parish priest of Loretto in Pennsylvania, sent from Münster to America in 1792. As the son of a Russian prince and ambassador and a German countess, he spent his childhood together with his sister among the parents' illustrious visitors and guests in The Hague. They all took part in a lively exchange about the Enlightenment's ideas concerning religion, philosophy, science, and education. After the parents' separation in 1779, his mother Amalia von Gallitzin moved with her children to Münster, where they soon gathered around them an intellectual, literary-philosophical circle of clergymen, educationalists, aristocrats, poets, and publicists, seeking for individual self-fulfillment in the tension between reason, faith and piety, following the ideas and spirit of a Catholic Enlightenment. In 1792, the young Gallitzin left Europe for the United States, devoting himself to the Catholic mission and eventually settled in Pennsylvania. Gallitzin was one of the few missionaries who clearly understood how to defend his positions and the essential dogmas of Catholicism in the face of ever tougher anti-Catholic sentiments by using a new enlightened Catholic language. Besides, he wanted to improve the living conditions of his parishioners and to care for their religious and useful education. Gallitzin composed apologetic treaties and maintained close relations back to Europe. Large parts of his correspondences are still unknown or were hitherto neglected in historical research. Within these transatlantic networks of discourse and exchange, Gallitzin appears as an important mediator who furthered the transfer of ideas, concepts, and media between Europe and America, especially in the field of education. (Poster)


    Publication:

    • Andreas Oberdorf. "Von Münster nach Amerika: Das Leben und Wirken des Demetrius Augustinus von Gallitzin (1770-1840). Überlegungn zu einem transatlantischen 'Bildungsraum' der Katholischen Aufklärung." In: David Käbisch, Michael Wermke (Hrsg.): Transnationale Grenzgänge und Kulturkontakte. Historische Fallbeispiele in religionspädagogischer Perspektive. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2017 [Studien zur Religiösen Bildung; 14], 99-115.

  • "Stop Teaching Your Kids Dutch" - (Dis-)Continuities in German American Life in the US (1890-1932)

    Anne Overbeck, MA
    Research project, 2015/16

    In 1890, German Americans were a proud and visible community in many cities throughout the US. Innumerous newspapers, clubs, businesses catered to a clientele familiar with German customs and the German language. German culture - in the sense of high brow Kultur - was a defining characteristic of this group's identity. World War I, so the opinion of current research, put an end to this era. A community that had drawn a big part of its self confidence from cultural superiority was now depicted as a community of cheating, lying, dishonest traitors. German Americans reacted to this development by shedding their German roots. Upon closer examination, however, the German American community proved to be far more resilient than current scholarships gives it credit for. The research project takes a look at how the German American community defined its ethnic identity from the height of its influence in the 1890 to the post-WW I era. Special attention is given to how German Americans communicated their situation to their relatives in Europe, thereby encouraging or discouraging them to emigrate to the US. (Poster)


    Publications:

    • Anne Overbeck. "Wissen wandert: Deutschamerikaner in Kultur und Wirtschaft." In: Willi Kulke (Ed.). Vom Streben nach Glück: 200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika. Essen: Klartext, 2016, 95-108.
    • Anne Overbeck, Kerstin Wölki. "Goethe oder Washington? Die Situation der Deutschamerikaner zur Zeit des Ersten Weltkriegs." In: Willi Kulke (Ed.). Vom Streben nach Glück: 200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika. Essen: Klartext, 2016, 145-157.
    • Anne Overbeck. "Between Goethe and Washington: German-American Life in Indianapolis in the Early 20th Century." In:  Jürgen Overhoff, Anne Overbeck (Eds.). New Perspectives on German-American Educational History. Topics, Trends, Fields of Research. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2017, 122-142 [Studies in German American Educational History; 1].
  • German-American Educational History: Topics, Trends, Fields of Research

    Prof. Dr. Jürgen Overhoff
    Lecture Series
    Summer Term 2015

    Harvard and Yale, the Collegiate System, Democracy and Education, John Dewey – Wilhelm von Humboldt, the University of Berlin, academic freedom, the unity of teaching and research: German and American philosophies of education and their propagators have shaped the modern and distinctively western understanding of Bildung and education to a considerable degree. As the development of educational ideals in Germany and America has been marked by fruitful mutual interaction, the lecture series of the Center for German-American Educational History – organized in collaboration with Faculty from the University of Pennsylvania, Philadelphia – has seeked to sharpen the notion of an entangled and intertwined German-American Educational History.

    8 April 2015: Prof. Dr. Jürgen Overhoff (Münster): Introduction

    15 April 2015: Dr. Charlotte Lerg (München): The Uses and Abuses of the first German-American Professorial Exchange: Academic Diplomacy, 1904-1914

    22 April 2015: Prof. Dr. Heike Bungert (Münster): German Americans and their efforts to bring “Cultur” to the United States, 1848-1914

    29 April 2015: Prof. Dr. Patrick Erben (West Georgia): “To direct my loving countryman’s defect”. Translingual education in  German-speaking Pennsylvania

    6 May 2015: Prof. Dr. Hartmut Lehmann (Kiel): The quincentennial commemoration of the Protestant Reformation on both sides of the Atlantic

    13 May 2015: Prof. Dr. Frank Trommler (Philadelphia): Negotiating German “Bildung” and “Kultur” in American intellectual life, 1870-1918.

    20 May 2015: Prof. Dr. Ewald Terhart (Münster): “Research on Teaching” in the USA and “Didaktik” in (West)-Germany. Influences since 1945

    3 June 2015: Prof. Dr. Bethany Wiggin (Philadelphia): Poor Christoph’s Almanac: Popular Education in Colonial German Almanacs

    10 June 2015: Anne Overbeck, MA (Münster): “Stop teaching your kids Dutch!” (Dis-)Continuities in German-American Life in Indianapolis in the 19th and early 20th century.

    17 June 2015: Prof. Dr. Katja Sarkowsky (Münster): Hyphenated Americanism: Horace Kallen, Randolph Bourne, and the Debate about Cultural Pluralism during World War I

    24 June 2015: Prof. Dr. Simon Richter (Philadelphia): Goethe goes to Yale: William A. Speck, Alice Raphael, and the Education of America’s (privileged, male) youth, 1913-1928.

    1 July 2015: Prof. Dr. Johannes Bellmann (Münster): The Reception of John Dewey in Germany

    8 July 2015: Prof. Dr. Leo O’Donovan, SJ (Washington, D.C.): American and German Perspectives on Universal Ethics: Searching fora New World Order


    Publication:

    • Jürgen Overhoff, Anne Overbeck (Eds.). German - American Educational History. Topics, Trends, Fields of Research. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2017 [Studies on German American Educational History; 1]. 235 pp., paperback, ISBN 978-3-7815-2138-4 (Table of Contents) (Introduction) (Link)