Digitaler Lernflow

Analog zum Digitalen Workflow in der Photographie oder im Print Publishing bietet der Digitale Lernflow die Möglichkeit des vollumfänglich digitalen Lernens ohne Papier, Zwischenstufen oder Medienbrüche.

Nicht alle, aber immer mehr Erstsemester haben die Erwartungshaltung, dass sie im Studium mit elektronischen Medien lernen können. Zum anderen stehen auch immer mehr elektronische Medien für das Medizinstudium zur Verfügung. Während man noch vor 10 Jahren glaubte, dass über kurz oder lang das physisch vorhandene vom elektronisch vorhandenen Lernmaterial abgelöst werden würde, ist zur Zeit eher eine Koexistenz dieser beiden Medienformen zu beobachten.

Mobilität
Durch die Möglichkeit die Materialien des Digitalen Lernflow immer dabei haben zu können wird das Lernen erleichtert, es ist überall möglich und effizient. Jeder Studierenden kann heutzutage seine persönliche Lernumgebung mit allen relevanten Materialien mit sich führen. Tablets und Smartphones erlauben nicht nur die flexible, mobile und digitale Nutzung beim Lernen und Arbeiten, sondern auch im Hörsaal, auf Station, in der Klinik. Alle digitalen Medien können problemlos in Vorlesungen eingebunden und dort bearbeitet (annotiert) werden. Die bisherigen Lernmöglichkeiten werden damit (zunächst) um eine wertvolle, interaktive und immer zur Verfügung stehende Komponente bereichert. Das Tablet stellt den Einstieg in das verschränkte Lernen mit gedruckten und elektronischen Quellen dar. Es wird dem Studierenden früher oder später in seinem unmittelbaren Lernumfeld begegnen (wenn der Erstsemester es nicht bereits mitbringt) – sei es in Form einer elektronischen Patientenakte, eines interaktiven Fragebogens oder Screens für radiologische Bilder. Es ist nur folgerichtig und zielführend, dieses Gerät dem Studierenden möglichst früh zur Verfügung zu stellen.

Mehrwert
Welche Mehrwerte könnten Tablets gegenüber dem traditionellen Lernen bieten (außer des Komforts und der Schnelligkeit)?

  • Eine Kollektion von allen benötigten E-Books
  • Zeichenprogramm für Strukturformeln
  • Animationen, 3D (sowohl für Patientenaufklärung als auch in Skripten zum multimedialen Lernen)
  • Alle Inhalte auf dem Tablet sollten miteinander verknüpft, indexiert, strukturiert und leicht auffindbar sein – ev. als visuelle Netzwerkstruktur/Mindmap.
  • Medicampus-App bzw. die Medicampus-Seite für Tablets optimieren.
  • Vorlesung als Videos (z.B. um Müttern das Hören zu ermöglichen).
  • App zum Erstellen eigener Kartei- und Fragekarten (wie z.B. iBooks-Format von Apple)
  • Universeller, universitärer Cloudspeicher (so einfach) wie Dropbox, aber sicherer. App!
  • UKM-App für interkulturelle (mehrsprachige) Patientenaufklärung (teilsweise im Intranet vorhanden)
  • Digitale Lernkarten für alle Disziplinen (positiv wurden die Prometheus-Karten für die Anatomie hervorgehoben)
  • Alte Semesterabschlußklausuren, Fragensammlungen, Protokolle von mündl. Prüfungen digitalisieren und online (in Ilias?) zur Verfügung stellen (Frage des Urheberrechts).
  • Prüfungstools zum Kreuzen auch offline nutzen können (wenig hilfreich auf dem Smartphone, da die Übersicht/Statistik verloren geht)

Integration
Die elektronische Verfügbarkeit ermöglicht die Integration mit anderen Medien, das Tablet oder Smartphone läßt sich auch dazu benutzen, das gesamte Studium zu organisieren, ja das gesamte Leben. Die Bibliothek schiebt sich hier hinein und übernimmt den medienrelevanten Lebensausschnitt bzw. stellt Support und material dafür zur Verfügung.

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