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Buchkritik: Dr. House revisited

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Der Doktor um den es hier geht, hat eigentlich immer miese Laune, mag seine Patienten nicht und geht seinen Kollegen ständig auf den Keks. Die Rede ist vom Diagnostiker Dr. House, Protagonist der gleichnamigen US-Serie (177 Folgen), dessen Interesse eher weniger der Medizin oder seinen Patienten gilt, so dass kaum von einer Krankenhaus-Serie gesprochen werden kann.

Sarah Khan hat einen erhellenden Essay über Dr. House geschrieben, der uns darüber aufklärt, was es denn nun mit „Dr. Arschloch“ auf sich hat, also, dass es zum Beispiel um die Philosophie und Denkschule des amerikanischen Pragmatismus geht, und dass diese Serie eigentlich ein geistiges Trainingscamp darstellt. Darüber, wie man unter Druck handelt, darüber, wie man Menschen durchschaut. In einem Interview anlässlich der Veröffentlichung ihres Essays sagte Sarah Khan „Er will Sex mit seinem eigenen Gehirn. Das ist sehr erstrebenswert.“

Das Buch finden Sie in der ZB Medizin unter der Signatur WZ 305.R/216.

Die Staffeln der Serie auf DVD erhalten Sie direkt an der Leihstelle zur Ausleihe.

Foto: © diaphanes-Verlag

Ein Gedanke zu „Buchkritik: Dr. House revisited

  1. Niklas

    Habe mir das mal ausgeliehen und fand es echt öde. Statt den Leser zu erhellen, schmiert es ihm Offensichtlichkeiten in die Ohren. Ein rumrühren in diesem House Scenario ohne für mich relevante oder überraschende Inhlate. Andererseits, was erwartet man von einem Booklet zur Serie? Man ließt es vielleicht, um noch mehr input von der Art zu bekommen, wie es die Serie selbst bietet. Wie Metal Magazine oder Promis im Jahresrückblick. Bloß, dass in etwa die gleichen Gedanken sind, die man eh schon hatte. Und die jetzt nochmal zu lesen, im House Kontext ohne House‘ Art ist todlangweilig.

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