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Digitaler Lernflow: Tablets in der Bibliothek eingetroffen

Fünf neue Tablet-Computer sind diese Woche in der Bibliothek eingetroffen. Sie wurden aus QV-Mitteln angeschafft, um ihre Eignung für den Digitalen Lernflow zu evaluieren. Mit einem Microsoft Surface (Win RT), einem Samsung ATIV Smart PC (Win 8), einem Samsung ATIV Tab P8510 (Win RT) und 2 Samsung Galaxy Tab 2 10.1 (Android) sind alle gängigen 10-Zoll-Tablets und Betriebssysteme vertreten (iPads sind ja bereits vorhanden).

In den nächsten Wochen werden diese Tablets durch die neugegründete Tablet-Taskforce im praktischen Gebrauch auf Herz und Nieren getestet. Insbesonderes Augenmerk wird auf die Funktionalität und Alltagstauglichkeit im Hinblick auf die Einbindung der vorhandenen Lernmaterialien der Medizinfakultät gelegt, als da u.a. sind:

  • Onlinelehrbücher der verschiedenen Verlage
  • Prüfungstool Thieme examen online
  • INMEDEA Patientensimulator
  • Vorlesungsskripte
  • Fragensammlungen

Mail-, Kalender-, Kontakt-, Notiz-, Cloud- und Soziale Funktionen (zB zum Erstellen/Teilen von Vorlesungsmitschriften) sollen ebenfalls getestet werden.

Eine erste Inaugenscheinnahme bestätigte die hohe handwerkliche Qualität der Tablets, die im Jahr 3 nach iPad nun auch von Nicht-Apple Firmen erreicht wird, und eine ausreichende Ausstattung in Punkto Kamera, WLAN, Bildschirm, Anschlußmöglichkeiten, etc pp. Gewicht, Wertigkeit und Preis sind auf den ersten Blick ebenfalls ok (deshalb haben wir zB auf das Surface Pro verzichtet). Interface und Bedienbarkeit sind beim Samsung Galaxy Tab 2 10.1 (Android) hervorragend, während sich bei den Windows-Tablets das Urteil der Fachpresse mit kleinen Ausnahmen bestätigt.

Windows
Bei den Windows-Tablets ist Windows nicht die Lösung sondern das Problem: Die Kacheloberfläche ist gelungen, ebenso die speziell für das Tablet programmierten Apps wie zB der PDF-Viewer, der Internet Explorer oder die Kommunikationsschiene, auch wenn hier im Gegensatz zu den Desktop-Versionen zu viel Funktionalität und Einstellungsmöglichkeiten verloren geht. Man kann natürlich Apps aus dem Microsoft-Store nachkaufen, Adobe Reader ist kostenlos aber enttäuschend und die simple Highlighter-App PDF Touch kostet 2,49€ ohne im Mindesten an den Goodreader heranzureichen. Der MS-Store ist bekannterweise noch sehr dünn und – großes Manko für die Ausleihe – man kann nicht auf Rechnung (mit Gutscheinkarten) bezahlen.

Was man nicht gewohnt ist vom iPad: Man findet wieder Fehlermeldungen und – häufig – stört das Warten auf die Sanduhr die reibungslose Nutzung.

Eine Cloudanbindung zu Dropbox oder SugarSync fehlt ebenfalls, kann allerdings per RainbowDrive (kostenlos) nachgerüstet werden, wenn man die Box-App oder SkyDrive von MS nicht nutzen möchte. Dann gibt es allerdings keine Integration mit Office oder PDF.

Will man mehr, kann man das Windows-Desktop aufrufen, das aufgrund der klitzekleinen Icons mit dem Finger nur schwer zu bedienen ist. Die Bildschirm-Tastatur bindet sich nicht gut ein, verdeckt mehr als die Hälfte des Word-Dokuments und ist auch nicht besser als die – kleinere – des iPads (nur der Anschlage“blob“ton ist witziger). Man braucht einen Stift, und dann spielt der Desktop wohl auch seine Stärken aus. Bei mir führte das Scrollen des Cursors in Dokumenten zu einem Aha-Erlebnis.

Ausleihe
Nach dem Test gehen die Geräte in die Tablet-Ausleihe und können dann von jedem Angehörigen der Fakultät ausgeliehen werden. Schon jetzt zeigt sich, dass diese Geräte – im Gegensatz zum iPad – aufgrund einer fehlenden Möglichkeit, Tablets zu Klonen nicht mit Apps der Bibliothek bestückt werden können.

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