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Ihre Veröffentlichung: digital UND gedruckt

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Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster veröffentlicht Ihr Buch und Ihre Veröffentlichung – digital und gedruckt – in einer neuen wissenschaftlichen Schriftenreihe der WWU .

Ab sofort können Autoren der Universität zusätzlich zur digitalen Version auch in Buchform veröffentlichen, und zwar in der Schriftenreihe „Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster“, die von der ULB herausgegebenen wird. In Zusammenarbeit mit dem münsterschen Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat bietet die ULB eine kostengünstige Print-on-Demand-Lösung. Autoren oder Herausgeber können so mit nur geringem Mehraufwand ein buchhandelsfähiges Werk realisieren inklusive ISBN-Nummer, Erfassung im Verlagskatalog und Meldung an das „Verzeichnis lieferbarer Bücher“.

Alles Wissenswerte zum neuen Angebot der ULB finden Sie in der aktuellen ULB-Nachricht zum Thema.

Ein Gedanke zu „Ihre Veröffentlichung: digital UND gedruckt

  1. Timo Altenkämper

    Hallo zusammen!
    Die neue, kombinierte Möglichkeit zur Veröffentlichung seiner Promotion in digitaler und gedruckter Form finde ich grundsätzlich attraktiv. Das der Service in einem kostengünstigen Rahmen durch die Universität und ein Verlagshaus angeboten wird ist sicher eine Entscheidungshilfe bei der umfangreichen Angebotspalette der verschiedenen Firmen aus Münster und dem Internet. Auch die kniffelige Frage der Nutzungsrechte am eigenen Werk scheint akzeptabel gelöst zu sein. Dennoch möchte ich dazu auffordern kritisch zu überdenken, ob eine Begrenzung zur Veröffentlichung von Dissertationen auf den Kreis der mit „magna“ oder besser abgeschlossenen Promovenden sinnvoll ist.

    Durch die Annahme einer abgeschlossene Dissertation sowie die sich anschließende Disputation bzw. das Rigorosum kann der Promovend das Verfahren zum Erlangen des akademischen Grades überhaupt erst erreichen. Haben im Verlauf mehrere Gutachter/Berichterstatter sowohl die schriftliche Arbeit als auch die Fähigkeit im Umgang mit wissenschaftlichen Fragestellungen als befriedigend bewertet, anders gesagt für würdig befunden, vergibt die Hochschule den Doktorgrad unter der Voraussetzung, dass die Veröffentlichung nach universitären Vorgaben erfolgt. Mit dem neuen Angebot zur Veröffentlichung in einer Schriftenreihe beginnt jedoch eine Farce. Welche Dissertation ist „hochwertig“ und warum wird nur diese Arbeit für das Angebot der Uni zugelassen? Letztlich haben auch die Promovenden mit „rite“ oder „cum laude“ ihre Arbeit getan und den Nachweis des wissenschaftlichen Arbeitens erbracht. Sämtliche erfolgreichen Promovenden, also auch die mit den Noten zwei und drei, sind von der WWU bzw. ihren Fakultäten am Ende für würdig befunden worden den Doktorgrad der Hochschule führen zu dürfen, jedoch sind sie nicht würdig für eine Veröffentlichung in der Hochschulschriftenreihe. Das nenne ich verdrehte Welt! Die Qualität oder Wertigkeit der Schriftenreihe steigt nicht dadurch, dass man sie auf Dissertationen mit bestimmten Abschlussnoten beschränkt. Auch eine vermeintlich „einfache“ statistische oder literarische Dissertation kann richtungsweisende Anstöße oder Informationen für vermeintlich „hochwertige“ experimentelle Dissertationen liefern. Ebenso verhält es sich für wissenschaftliche Arbeiten mit der Note drei oder null. Nur die Gesamtheit aller Dissertationen, Habilitationen und Forschungsprojekte macht die gute und fundierte wissenschaftliche Qualität der WWU aus und eben nicht nur herausragende Einzelstücke. Zuletzt bleibt die provokative Frage: Wer überprüft überhaupt, dass Monographien und Sammelbände über Tagungsakten, Forschungsberichte und Festschriften bis hin zu Schriftenreihen von Instituten etc. hochwertig sind?

    Ich plädiere dafür, jede bestandene Promotionsarbeit auf Wunsch des Promovenden zur Veröffentlichung in die wissenschaftliche Schriftenreihe der WWU aufzunehmen.

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