Freitag, 12. Juni 2026 - 20 Uhr Samstag, 13. Juni 2026 - 20 Uhr
Heilig-Kreuz-Kirche Münster
Programm:
Giuseppe Verdi: Messa da Requiem
Mitwirkende:
Universitätschor Münster
Chöre der Medizinischen und Technischen Universität Lublin
Junges Klangforum Münster Sopran: Anna Nesyba Alt: Natalie Jurk Tenor: Luis Olivarez Sandoval Bass: Martin Berner Leitung: Volker Hagemann
Nach der Konzertreise nach Polen wird es in Münster monumental:
Der UNICHOR Münster bringt gemeinsam mit seinen Lubliner Partnerchören Giuseppe Verdis Messa da Requiem auf die Bühne – ein Werk wie ein Opern-Blockbuster ohne Szene, aber mit maximaler Wucht. Donnerndes Dies irae, innige Klage und große Gefühle.
Mit 230 Sänger:innen, großem Orchester und vier namhaften Solist:innen wird dieses Projekt zu einem musikalischen Großereignis im Zeichen deutsch-polnischer Freundschaft.
Musik besitzt die einzigartige Kraft, Menschen über Ländergrenzen hinweg tief miteinander zu verbinden. Ein eindrucksvolles Beispiel für dieses lebendige europäische Miteinander lieferte Ende Mai 2026 der Universitätschor Münster. Insgesamt 93 Chormitglieder machten sich auf den Weg in die polnische Partnerstadt Lublin, um dort ein musikalisches Großprojekt im Zeichen deutsch-polnischer Freundschaft zu realisieren. Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft stand nichts Geringeres als Giuseppe Verdis monumentale Messa da Requiem auf dem Programm.
Die Konzertreise markierte für den Unichor die erste große internationale Reise seit vielen Jahren. Das Ziel war ambitioniert: Gemeinsam mit dem Akademischen Chor der Medizinischen Universität Lublin sowie dem Akademischen Chor der Technischen Universität Lublin sollte ein gewaltiger Gesamtchor geformt werden. Zusammen mit den Sängerinnen und Sängern aus Münster standen schließlich rund 180 Stimmen auf der Bühne.
Schon kurz nach der Ankunft der Teilnehmenden begann die intensive Arbeitsphase. In der traditionsreichen Filharmonia Lubelska kamen die Ensembles zusammen, um gemeinsam unter der künstlerischen Leitung des renommierten polnischen Dirigenten Maciej Tworek an den komplexen Passagen von Verdis Meisterwerk zu feilen.
Neben den musikalischen Herausforderungen bot das abwechslungsreiche Programm den Studierenden aus dem Münsterland tiefe Einblicke in die Kultur und Geschichte Polens. Ein gemeinsamer Ausflug führte die Gruppe in das malerische Kazimierz Dolny an der Weichsel, gefolgt von einer Besichtigung der bekannten Lubliner Perła-Brauerei.
Auch von offizieller Seite wurde das internationale Kulturprojekt hoch geschätzt: Am Freitagnachmittag fand ein offizielles Treffen mit Vertretern der Stadt Lublin statt, um die langanhaltende städtische Freundschaft zu würdigen. Ein besonders bewegender Programmpunkt folgte am Samstag: Nach einer Stadtbesichtigung, die die Gruppe zur historischen Altstadt und zur Burg führte, besuchten die Chormitglieder das Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek für ein stilles Gedenken.
Der unbestrittene Höhepunkt der Reise ereignete sich am Freitagabend: Gemeinsam brachte das Sinfonieorchester der Philharmonie Lublin mit den vereinten Chören das Werk zur Aufführung. Vom markerschütternden Einbruch des berühmten „Dies irae“ bis hin zum schließenden „Libera me“ boten die rund 250 Beteiligten eine tief bewegende musikalische Erfahrung.
Dass dieses außergewöhnliche Kooperationsprojekt nachhaltig angelegt ist, zeigte sich nur kurze Zeit später: Mitte Juni wurde die deutsch-polnische Chorbegegnung mit weiteren Aufführungen direkt in Münster erfolgreich fortgeführt. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass Musik die schönste Sprache der Völkerverständigung bleibt.