Neue Literatur zur historischen Städteforschung

© Böhlau

Die Straße in der großen Stadt (Open Access)

Katharina Krause:
Die Straße in der großen Stadt. London und Paris (1770-1860), Wien: Böhlau, 2026, ISBN (Print) 978-3-205-22394-8, ISBN (Online) 978-3-205-22395-5.
DOI: 10.7767/79783205223955
CC-Lizenz: CC BY 4.0

Beschreibung:
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde in London und in Paris geklärt, was eine moderne Straße in der Innenstadt ausmacht. Der vorliegende Band zeichnet die Entwicklung urbaner Straßen nach und betrachtet sie erstmals aus architekturhistorischer Perspektive. Mit zahlreichen Bildquellen, Reiseberichten und Statistiken wird gezeigt, wie sich die Sicht auf die Straße veränderte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Interessenskonflikten, die sich durch Hausbesitz, Ladennutzung, Straßenpublikum und Verwaltung ergaben. Um den Bedürfnissen der Wirtschaft zu genügen, entwickelte sich die Straße von einem Raum, in dem man sich aufhalten konnte, zu einem reinen Verkehrsraum.

© De Gruyter Oldenbourg

Stadt, Migration und politische Partizipation

Grazia Prontera:
Stadt, Migration und politische Partizipation. München in den 1970er und 1980er Jahren (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 131), Berlin: De Gruyter Oldenbourg, 2026, Habilitationsschrift, ISBN (Print) 978-3-11-165597-0, ISBN (Online, pdf) 978-3-11-165696-0, ISBN (Online, epub) 978-3-11-165764-6.
DOI: 10.1515/9783111656960

Beschreibung:
Mitte der 1970er Jahre waren Migranten ein fester Bestandteil der westdeutschen Gesellschaft. Gleichwohl waren deren politische Partizipationsmöglichkeiten hart umstritten. Politik und Gesellschaft rangen um die Frage, ob die Bundesrepublik ein Einwanderungsland sei. In den Auseinandersetzungen um die Integration und Partizipation von Migranten übernahm München eine Pionierrolle. Als eine der ersten verabschiedete die Stadt 1974 ein "Ausländerprogramm" und richtete einen Ausländerbeirat ein, der die Interessen migrantischer Einwohner und ihre Forderung nach sozialer und politischer Teilhabe vertreten sollte. An der Schnittstelle zwischen Migrations- und Stadtgeschichte zeigt Grazia Prontera die Möglichkeiten und Grenzen dieses Gremiums in den mühsamen Aushandlungsprozessen zwischen Bund, Land und Kommune, die von programmatischen Innovationen ebenso geprägt waren wie von bürokratischen Zuständigkeitsfragen und parteitaktischen Erwägungen.

© Thorbecke

Heraldry in Medieval and Renaissance Cities

Torsten Hiltmann/Laurent Hablot/Matteo Ferrari (Hg.):
Heraldry in medieval and Renaissance cities. The case of Italy in the European context (Heraldic studies, 6), Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2026, ISBN (Print) 978-3-7995-1470-5.
Inhaltsverzeichnis

Beschreibung:
Still today, coats of arms adorn city walls and shape the appearance of towns in Italy, where the Medieval and Renaissance monumental heritage often remains strikingly intact. Yet this phenomenon of urban heraldry is far from unique to the Italian peninsula; it constitutes a shared feature of cities across Europe. Recent research has revitalized the study of this symbolic marking of urban space, contributing new insights and methodologies.

Still, many questions remain regarding the chronology of this process, the actors involved, its spatial dynamics, and its broader cultural and political stakes. This volume brings together analytical contributions and focused case studies to explore these dimensions, offering a contemporary perspective on urban heraldry and engaging with renewed approaches in the history of visual culture.

© Nomos

Samtherrschaft - Kondominium - Gemeinderschaft

Heike Hawicks (Hg.):
Samtherrschaft - Kondominium - Gemeinderschaft. Gemeinsame Stadtherrschaft in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Rechtsgeschichtliche Forschungen, 11), Baden-Baden: Nomos, 2026, Konferenzschrift, ISBN (Print) 978-3-7560-3599-1, ISBN (Online) 978-3-7489-6754-5.
DOI: 10.5771/9783748967545

Beschreibung:
Dieser Band zu einer Tagung am 10. und 11. Oktober 2023 in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften behandelt das Thema der Samtherrschaften oder Kondominate im Rahmen eines Überblicks, wobei mittelalterliche und frühneuzeitliche Städte des Alten Reiches im Mittelpunkt stehen. Wurde bisher eher ein regionaler Ansatz für die Untersuchung von herrschaftlichen Kondominaten gewählt, stehen hier die Auswirkungen auf Städte und ihre Bewohner in verschiedenen Regionen des Reichs vergleichend im Fokus. Anhand konkreter Beispiele werden zudem die politischen Rahmenbedingungen und rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten von gemeinsamer Stadtherrschaft untersucht.