Neue Literatur zur historischen Städteforschung

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© Thorbecke

Mobile Ökonomien (Open Access)

Harm von Seggern (Hg.):
Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800). Ein Handbuch: Abteilung I: Analytisches Verzeichnis der Residenzstädte, Teil 3: Südwesten (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof), Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2026, ISBN (Print) 978-3-7995-4545-7.
Inhaltsverzeichnis

Beschreibung:
Mit dem hier vorgelegten Band zu den Residenzstädten im Südwesten des Alten Reichs findet die auf insgesamt vier Bände angelegte "1. Abteilung" des "Handbuchs der Residenzstädte" ihre Fortsetzung. Geboten wird ein umfassendes Verzeichnis aller Residenzstädte des Alten Reichs, die in ausführlichen Artikeln im Stil eines Dictionnaire raisonné vorgestellt werden. Es geht dabei um die Frage, ob und inwieweit Städte durch die Anwesenheit eines fürstlichen bzw. adligen Hofs verändert wurden und ob es Rückwirkungen auf den Hof gegeben hat.

Der dritte (Teil-)Band enthält über 180 Artikel, in denen die mal stärkere, mal schwächere höfische Prägung der Städte dargestellt wird. Neben den großen und bekannteren Residenzstädten wie Kassel, Karlsruhe, Stuttgart und Zweibrücken werden insbesondere kleinere Orte wie Fürstenberg, Lauterbach, Meisenheim, Staufen, Ziegenhain und viele andere in ihrer Bedeutung als Sitz eines Hofes hervorgehoben.

Christian Hagen/Harm von Seggern (Hg.):
Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800). Ein Handbuch: Abteilung I: Analytisches Verzeichnis der Residenzstädte, Teil 4: Südosten (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof), Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2026, ISBN (Print) 978-3-7995-4546-4.
Inhaltsverzeichnis

Beschreibung:
Mit dem hier vorgelegten Band zu den Residenzstädten im Südwesten des Alten Reichs findet die auf insgesamt vier Bände angelegte "1. Abteilung" des "Handbuchs der Residenzstädte" ihren Abschluss. Geboten wird ein umfassendes Verzeichnis aller Residenzstädte des Alten Reichs, die in ausführlichen Artikeln im Stil eines Dictionnaire raisonné vorgestellt werden. Es geht dabei um die Frage, ob und inwieweit Städte durch die Anwesenheit eines fürstlichen bzw. adligen Hofs verändert wurden und ob es Rückwirkungen auf den Hof gegeben hat.

Der vierte (Teil-)Band enthält über 200 Artikel, in denen die mal stärkere, mal schwächere höfische Prägung der Städte dargestellt wird. Neben den großen und bekannteren Residenzstädten wie Breslau, München, Prag und Wien werden insbesondere kleinere Orte wie Bartenstein, Liegnitz, Ratais, St. Veit an der Glan und viele andere in ihrer Bedeutung als Sitz eines Hofes hervorgehoben.

Gerhard Fouquet/Olaf Mörke/Matthias Müller/Werner Paravicini (Hg.):
Residenzstädte im Alten Reich (1300-1800). Ein Handbuch: Abteilung II/III, Teil 4: Sachartikel (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof), Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2026, ISBN (Print) 978-3-7995-4547-1.
Inhaltsverzeichnis

Beschreibung:
Die zweite und dritte Abteilung des Handbuchs "Residenzstädte im Alten Reich" wird mit einem gemeinsamen dritten Band abgeschlossen, der systematische Annäherungen an den Gegenstand in Form von Sachartikeln zu einzelnen Themenbereichen bietet. Er widmet sich sowohl sozialen Gruppen, Ökonomien und politischen Strukturen als auch Repräsentationen sozialer und politischer Ordnungen in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Residenzstädten. Damit erfolgt eine Zusammenführung von sozial-, wirtschafts- und politikgeschichtlichen mit kunst- und kulturhistorischen Perspektiven.

Behandelt werden für Residenzstädte wesentliche Entstehungsprozesse, Disruptionen und ihre Folgen sowie überörtliche Beziehungen, die Gestaltung von 'Residenzlandschaften' und die kulturelle Zentralität von Residenzorten, Eliten und Vergemeinschaftungen zwischen Stadt und Hof, die herrschaftlich-höfische Formung des Stadtraums, politische Interaktionen, visuelle Zeichensetzungen und performative Akte, die Hofversorgung und die residenzstädtischen Finanzen, spezifische mediale Darstellungen und Geschichtsbilder.

© Wallstein Verlag

Mobile Ökonomien (Open Access)

Nicole Stadelmann:
Mobile Ökonomien. Das Wirtschaften und Haushalten St. Galler Handwerkerfamilien in der Frühen Neuzeit (Frühneuzeit-Forschungen, 25), Göttingen: Wallstein, 2026, Dissertation, ISBN (Print) 978-3-8353-5605-4, ISBN (Online) 978-3-8353-8038-7.
DOI: 10.46500/83535605
CC-Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Beschreibung:
Unser Verständnis von Arbeit ist einem starken Wandel unterworfen. Zunehmend werden mit Job Sharing, Homeoffice und Teilzeitarbeit flexiblere Arbeitsmodelle gefordert und erprobt. Zugleich nimmt weltweit die Zahl der sogenannten working poor zu - Personen, die mit nur einer Erwerbsarbeit nicht genug verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Die vormoderne Arbeitswelt war der unseren in mancher Hinsicht ähnlich. Oft gingen Ehepartnerinnen und -partner verschiedenen Erwerbsarbeiten nach, waren in mehreren Berufen tätig. Frauen und Männer, Töchter und Söhne trugen zum Familieneinkommen bei. Frauen waren Meisterinnen, Lohnarbeiterinnen, Unternehmerinnen. Nicht nur beruflich, auch räumlich waren Handwerkerinnen und Handwerker überaus mobil.
Der mikrohistorische Fokus auf eine offene Familienwirtschaft ermöglicht es, diese flexiblen handwerklichen Ökonomien zu erfassen. Der Beitrag von Nicole Stadelmanns Buch zur deutschsprachigen Handwerksforschung liegt in der Zusammenführung der zünftigen und außerzünftigen Produktion. Indem dabei die Arbeit der Frauen in der Produktionssphäre sichtbar wird, leistet die Studie auch wichtige Erkenntnisse zur Frauen- und Geschlechtergeschichte.

© Nünnerich-Asmus

Soziale urbane Peripherie

Dirk Rieger (Hg.):
Soziale urbane Peripherie. Armut in der Stadt (Lübecker Kolloquium zur Stadtarchäologie im Hanseraum, 13), Oppenheim am Rhein, Nünnerich-Asmus Verlag & Media, 2026, Konferenzschrift, ISBN (Print) 978-3-96176-333-7.
Inhaltsverzeichnis


Beschreibung:
Lebensrealitäten sozialer Peripherie im Stadtbild.
Wie gelingt der archäologische Nachweis von sozial am Rande der Gesellschaft lebenden Personen?
Wie wohnten und lebten sie?
Und wo haben sie im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen?

Es sind nicht der Adel, Kaufleute oder Ikonen der Kirche, die am Burgtor in Lübeck abgebildet sind, sondern Spielleute und Bettler. Bei diesen Originalen aus dem Spätmittelalter handelt es sich um wenige der äußerst seltenen echten Darstellungen von Armut in der Stadt. Solche Objekte zeigen: Das Betteln und das Leben am Rand der Gesellschaft sind kein modernes Phänomen und ihre Sichtbarwerdung im öffentlichen Raum wohlhabender Städte auch nicht.

Das vorliegende Buch erforscht die Lebenswelten, darunter die Arbeits- und Wohnstrukturen von am Rande der Gesellschaft stehender Personenkreise und zieht dabei Vergleiche zur bürgerlichen Architektur. Neben den Lebensorten von Buden, Gängen, Kellern und Armenhäusern widmet sich der Band auch den infrastrukturellen Unterschieden. Gab es bestimmte topografische Lagen für diese Bevölkerungsteile? Boten diese den Menschen den gleichen Zugang zu Kloaken oder Brunnen und erfüllten damit die Grundbedürfnisse des Lebens? Sind diese Menschen als Individuen eindeutig zu identifizieren, z. B. aufgrund der Lage auf den Friedhöfen, in Sonderbestattungen, durch morphologische Merkmale der Skelettstruktur oder durch Nachweise einer Mangelernährung oder einer höheren Sterblichkeitsrate?
Anhand archäologischer Funde aus dem Hanseraum eröffnen sich neue Einblicke in den historischen Kontext der Armut in der Stadt. Erstmals liegt damit ein Sammelwerk über dieses gegenwärtig hochaktuelle Thema aus Sicht der Archäologie aus ganz Nordeuropa vor.

© Böhlau

Die Straße in der großen Stadt (Open Access)

Katharina Krause:
Die Straße in der großen Stadt. London und Paris (1770-1860), Wien: Böhlau, 2026, ISBN (Print) 978-3-205-22394-8, ISBN (Online) 978-3-205-22395-5.
DOI: 10.7767/79783205223955
CC-Lizenz: CC BY 4.0

Beschreibung:
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde in London und in Paris geklärt, was eine moderne Straße in der Innenstadt ausmacht. Der vorliegende Band zeichnet die Entwicklung urbaner Straßen nach und betrachtet sie erstmals aus architekturhistorischer Perspektive. Mit zahlreichen Bildquellen, Reiseberichten und Statistiken wird gezeigt, wie sich die Sicht auf die Straße veränderte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Interessenskonflikten, die sich durch Hausbesitz, Ladennutzung, Straßenpublikum und Verwaltung ergaben. Um den Bedürfnissen der Wirtschaft zu genügen, entwickelte sich die Straße von einem Raum, in dem man sich aufhalten konnte, zu einem reinen Verkehrsraum.

© De Gruyter Oldenbourg

Stadt, Migration und politische Partizipation

Grazia Prontera:
Stadt, Migration und politische Partizipation. München in den 1970er und 1980er Jahren (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 131), Berlin: De Gruyter Oldenbourg, 2026, Habilitationsschrift, ISBN (Print) 978-3-11-165597-0, ISBN (Online, pdf) 978-3-11-165696-0, ISBN (Online, epub) 978-3-11-165764-6.
DOI: 10.1515/9783111656960

Beschreibung:
Mitte der 1970er Jahre waren Migranten ein fester Bestandteil der westdeutschen Gesellschaft. Gleichwohl waren deren politische Partizipationsmöglichkeiten hart umstritten. Politik und Gesellschaft rangen um die Frage, ob die Bundesrepublik ein Einwanderungsland sei. In den Auseinandersetzungen um die Integration und Partizipation von Migranten übernahm München eine Pionierrolle. Als eine der ersten verabschiedete die Stadt 1974 ein "Ausländerprogramm" und richtete einen Ausländerbeirat ein, der die Interessen migrantischer Einwohner und ihre Forderung nach sozialer und politischer Teilhabe vertreten sollte. An der Schnittstelle zwischen Migrations- und Stadtgeschichte zeigt Grazia Prontera die Möglichkeiten und Grenzen dieses Gremiums in den mühsamen Aushandlungsprozessen zwischen Bund, Land und Kommune, die von programmatischen Innovationen ebenso geprägt waren wie von bürokratischen Zuständigkeitsfragen und parteitaktischen Erwägungen.

© Thorbecke

Heraldry in Medieval and Renaissance Cities

Torsten Hiltmann/Laurent Hablot/Matteo Ferrari (Hg.):
Heraldry in medieval and Renaissance cities. The case of Italy in the European context (Heraldic studies, 6), Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2026, ISBN (Print) 978-3-7995-1470-5.
Inhaltsverzeichnis

Beschreibung:
Still today, coats of arms adorn city walls and shape the appearance of towns in Italy, where the Medieval and Renaissance monumental heritage often remains strikingly intact. Yet this phenomenon of urban heraldry is far from unique to the Italian peninsula; it constitutes a shared feature of cities across Europe. Recent research has revitalized the study of this symbolic marking of urban space, contributing new insights and methodologies.

Still, many questions remain regarding the chronology of this process, the actors involved, its spatial dynamics, and its broader cultural and political stakes. This volume brings together analytical contributions and focused case studies to explore these dimensions, offering a contemporary perspective on urban heraldry and engaging with renewed approaches in the history of visual culture.

© Nomos

Samtherrschaft - Kondominium - Gemeinderschaft

Heike Hawicks (Hg.):
Samtherrschaft - Kondominium - Gemeinderschaft. Gemeinsame Stadtherrschaft in Spätmittelalter und Früher Neuzeit (Rechtsgeschichtliche Forschungen, 11), Baden-Baden: Nomos, 2026, Konferenzschrift, ISBN (Print) 978-3-7560-3599-1, ISBN (Online) 978-3-7489-6754-5.
DOI: 10.5771/9783748967545

Beschreibung:
Dieser Band zu einer Tagung am 10. und 11. Oktober 2023 in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften behandelt das Thema der Samtherrschaften oder Kondominate im Rahmen eines Überblicks, wobei mittelalterliche und frühneuzeitliche Städte des Alten Reiches im Mittelpunkt stehen. Wurde bisher eher ein regionaler Ansatz für die Untersuchung von herrschaftlichen Kondominaten gewählt, stehen hier die Auswirkungen auf Städte und ihre Bewohner in verschiedenen Regionen des Reichs vergleichend im Fokus. Anhand konkreter Beispiele werden zudem die politischen Rahmenbedingungen und rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten von gemeinsamer Stadtherrschaft untersucht.