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Das Seminar führt in zentrale Fragestellungen, Methoden und Gegenstände der germanistischen Mediävistik ein. Auf der Basis des Oxford Guide to Middle High German Studies und des Lehrbuchs von Hilkert Weddige sollen historische, kulturelle und literarische Kontexte der mittelalterlichen Literatur und verschiedene Gattungen und Texttypen exemplarisch erarbeitet werden, um den Studierenden einen Überblick über die reiche Literaturproduktion des deutschsprachigen Raums zu vermitteln. Dabei sollen auch grundlegende Konzeptbegriffe wie z. B. Autorschaft erschlossen werden. Ziel ist es, die Studierenden zum eigenständigen Umgang mit der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters anzuleiten. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Die relevanten Kapitel aus dem Oxford Guide to Middle High German Studies werden im Learnweb bereitgestellt. Das Lehrbuch von Weddige wird zur Anschaffung empfohlen.
- Hilkert Weddige: Einführung in die germanistische Mediävistik. 9. durchgesehene Auflage 2017. München: C.H. Beck 2017.
- Lehrende/r: Simone Kügeler-Race
‚Klimawandel‘ bezeichnet den bis dato tiefgreifendsten Transformationsprozesses, der von der Menschheit ausgelöst ist und der in einem nicht abschätzbaren Maß auf das Erdsystem rückkoppelt. Geologen haben daher das neue Erdzeitalter des ‚Anthropozäns‘ ausgerufen. Dieser Prozess könnte das planetarische Habitat als existentielle Grundlage (nicht nur) der Menschen in hohem Maß gefährden. Auch sind die ökologischen und sozialen Folgen dieses Prozesses geographisch sehr ungleich verteilt, weshalb Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si‘“ (2015) einen Dialog über die Art und Weise fordert, wie wir für das gemeinsame Haus Sorge tragen und die Zukunft unseres irdischen Habitats gestalten können.
Dieses Seminar will das Thema ‚Klimawandel und seine Folgen‘ in einer schöpfungstheologischen Perspektive reflektieren: Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Klimakrise für die Schöpfungstheologie und welche Bedeutung hätte eine solche die Klimafolgen reflektierende Theologie für die Herausforderung einer ‚schöpfungsökologischen Transformation‘. Schöpfung darf als ein von Gott offenbarter Raum verstanden werden, in dem seine Schöpfermacht als Ausdrucks-Raum für die Geschöpfe wirksam wird. Ein hermeneutischer Schlüssel dafür könnte lauten: „Ich drücke mich selbst aus, indem ich die Welt zum Ausdruck bringe; ich erkunde meine eigene Sakralität, in dem ich die der Welt zu entschlüsseln suche“ (Paul Ricoeur; zit. n. Laudato si‘ Nr. 85).
- Lehrende/r: Thomas Hilker
Den unbedingten Grund unseres Lebens ins Wort zu heben, heißt für einen Christen, das Ganze seiner Existenz in den Blick zu nehmen, das „in die dunklen Abgründe der Wüste dessen hinein [führt], den man Gott nennt“, so Karl Rahner. Wie also von der Macht Gottes sprechen und wie sie verorten? Gemäß der biblischen Überlieferung ist Gott als eine Macht zu begreifen, die dem Menschen etwas zumutet, und zwar den befreienden Prozess der Menschwerdung. Die Gottesfrage ist so eine Anfrage an den unbedingten Grund des menschlichen Daseins und der Möglichkeit seiner Freiheit.
Dieser Vorgang ist ein in existentieller und geistiger Hinsicht durchaus schwieriger Vorgang, denn es gilt zu verstehen, dass er an Orten geschieht, wo Menschen leben; in Räumen, in denen Menschen in ihre(n) Geschichte(n) verstrickt sind. Befreiung kann geschehen, wo diese prekären Verstrickungen in die Macht Gottes gestellt werden. Dazu gilt es auch zu verstehen, dass die Macht Gottes in seinem Wort wirkt, aber auch in der Sprache über ihn als theologische Rede von Gott, die sich selbst wieder in die Macht Gottes hineinstellen muss, wenn Sie nicht aus der befreienden Zumutung seiner Macht heraustreten will!
- Lehrende/r: Thomas Hilker
Wie über die Macht Gottes sprechen und wo sie verorten? Gemäß der biblischen Überlieferung ist Gott als eine Wesensmacht zu begreifen, die dem Menschen den Prozess der Menschwerdung zumutet, und zwar als Erlösung und Befreiung. Dieser bedeutende Vorgang ist eine Zumutung, weil der Mensch dazu die mitunter prekären Bedingungen seines Daseins ins Auge fassen muss. Aber der Mut dazu wird durch das Wort Gottes zugesprochen.
Damit stellt sich die Frage nach Gott als eine Anfrage an den unbedingten und geheimnishaften Grund des menschlichen Daseins, der entziffert werden kann aus der Erfahrung Gottes. Diese stellt sich überraschend ein, und zwar in konkreten Lebenssituationen und an ungewöhnlichen Räumen (‚Anders-Orten‘), in denen die Macht Gottes einfällt und von denen her die theologische Rede über Gott als befreiendes Wort wirksam werden kann.
Die Frage, die wir uns diesem Seminar stellen lautet daher: Wie über die Macht Gottes sprechen? Und wo sind die Orte und Räume zu finden, an denen die Macht Gottes erfahren werden kann? Kann Theologie die Macht Gottes einräumen? Wir werden in diesem Seminar insbesondere die Theologie Hans-Joachim Sanders diskutieren müssen, der einen Entwurf zur Dogmatik vorlegt, der sich der skizzierten Herausforderung stellt.
- Lehrende/r: Thomas Hilker
Den unbedingten Grund unseres Lebens ins Wort zu bringen, heißt für einen Christ-gläubigen Menschen, das Ganze seiner Existenz in den Blick zu nehmen, das „in die dunklen Abgründe der Wüste dessen hineinführt, den man Gott nennt“, so Karl Rahner. Gemäß der biblischen Überlieferung ist Gott als eine Macht zu begreifen, die dem Menschen diese ‚Wüste‘ zumutet, und zwar als einen befreienden Prozess der Menschwerdung.
Dieser Prozess ist ein durchaus schwieriger Vorgang, denn es gilt zu verstehen, dass Gott an Orten und Räumen einfällt, wo Menschen in ihre(n) Geschichte(n) verstrickt sind. Befreiung kann geschehen, wo diese prekären Verstrickungen in die Macht Gottes gestellt werden. Daher gilt es auch zu verstehen, dass die Macht Gottes in seinem Wort wirkt und er einfällt in die theologische Rede über ihn, wenn diese sich selbst in die Macht Gottes hineinstellt.
- Lehrende/r: Thomas Hilker
‚Klimawandel‘ ist eine Chiffre für den tiefgreifendsten Wandel unseres planetarischen Habitats, der von der Menschheit ausgelöst worden ist und der in einem nicht abschätzbaren Maß auf das Erdsystem rückkoppelt. Dieser anhaltende Transformationsprozess könnte das Ökosystem der Erde als Lebensgrundlage (nicht nur) der Menschen in hohem Maß gefährden, weshalb Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si‘“ einen Dialog über die Art und Weise fordert, wie wir für das gemeinsame Haus Sorge tragen und die Zukunft unseres irdischen Habitats gestalten können.
Schöpfung könnte zunächst
als der offenbarte Wirk-Raum der Schöpfermacht Gottes verstanden werden, der als solcher Ausdrucks-Raum der Geschöpfe eröffnet. Deshalb kann der Gedanke von Paul Ricoeur die Erfahrung von Schöpfung erschließen und als Motiv verstanden werden für
die Bildung einer spirituellen ‚Sorge für das gemeinsame Haus‘: „Ich drücke mich selbst aus, indem ich die Welt zum Ausdruck
bringe; ich erkunde meine eigene Sakralität, in dem ich die der Welt zu
entschlüsseln suche“. (zit. n. "Laudato
Si‘" Nr. 85)
- Lehrende/r: Thomas Hilker
- Lehrende/r: Thomas Hilker
In der Übung werden einführende Texte zur Theologie diskutiert und Lesetechniken gemeinsam erprobt, um wissenschaftliche Beiträge sinnerschließend lesen und darstellen zu können. So wird die Fähigkeit zur Darstellung, strukturierten Analyse und konstruktiven Kritik des Gelesenen eingeübt.
- Lehrende/r: Thomas Hilker
- Lehrende/r: Thomas Hilker
In der Übung werden einführende Texte zur Theologie diskutiert und Lesetechniken gemeinsam erprobt, um wissenschaftliche Beiträge sinnerschließend lesen und darstellen zu können. So wird die Fähigkeit zur Darstellung, strukturierten Analyse und konstruktiven Kritik des Gelesenen eingeübt.
- Lehrende/r: Thomas Hilker
- Lehrende/r: Thomas Hilker
Was bedeutet es, unter unseren gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen die Frage nach Gott zu stellen? Gemäß der biblischen Überlieferung ist Gott als eine Macht zu begreifen, die dem Menschen etwas zumutet, und zwar den befreienden Prozess der Menschwerdung. Damit ist die Gottesfrage zugleich eine Anfrage an den unbedingten Grund des menschlichen Daseins. Dieser Vorgang ist ein in existentieller und geistiger Hinsicht durchaus schwieriger Vorgang, denn es gilt zu verstehen, dass die Macht Gottes Macht überraschend und an ungewöhnlichen Orten einfällt sowie in seinem Wort, in der Geschichte und in der Rede über ihn wirkmächtig ist. Gott fällt ein in die theologische Sprache über ihn! Und diese theologische Rede von Gott muss sich selbst in die Zumutung Gottes hineinstellen, will sie nicht Gefahr laufen, hoffnungslos unverständlich zu werden und aus der befreienden Bedeutung seiner Macht herauszutreten!
Die Frage, die wir uns diesem Seminar stellen lautet also: Wie über die Macht Gottes sprechen? Und wo sind die Orte und Räume zu finden, an denen die Macht Gottes erfahren werden kann? Wir werden in diesem Seminar insbesondere die Theologie Hans-Joachim Sanders diskutieren müssen, der einen Entwurf zur Dogmatik vorlegt, der sich der skizzierten Herausforderung stellt. Er erschließt die Aussagen des christlichen Glaubens von den traditionellen Orten katholischer Theologie her, wie sie in der Lehre von den „loci theologici” klassisch formuliert worden sind, aber auch mit Hilfe sogenannter ‚Heterotopien‘ die zur Sprache gebracht werden müssen. Denn die Topologie dieser ‚Andersorte‘, d.h. deren Erzählung und Raumerfahrung kann die verborgene Bedeutung (oder: den verschütteten Sinn) lebensweltlicher Zusammenhänge allererst zur Sprache bringen. Erst so wäre zu verstehen, dass die Macht Gottes auch und gerade durch diese ‚Andersorte‘ in ihrer prekären, anonymen und aporetischen Struktur in die Rede von Gott einfällt und wirksam wird.
- Lehrende/r: Thomas Hilker
- Lehrende/r: Thomas Hilker
Den unbedingten Grund unseres Lebens in den Blick zunehmen und ins Wort zu heben, heißt für einen Christen, das Ganze seiner Existenz in den Blick zu nehmen, das „in die dunklen Abgründe der Wüste dessen hinein [führt], den man Gott nennt“, so Karl Rahner. Wie also von der Macht Gottes sprechen und wie sie verorten? Gemäß der biblischen Überlieferung ist Gott als eine Macht zu begreifen, die dem Menschen etwas zumutet, und zwar den befreienden Prozess der Menschwerdung. Die Gottesfrage ist so eine Anfrage an den unbedingten Grund des menschlichen Daseins und der Möglichkeit seiner Freiheit.
Dieser Vorgang ist ein in existentieller und geistiger Hinsicht durchaus schwieriger Vorgang, denn es gilt zu verstehen, dass er an Orten geschieht, wo Menschen leben; in Räumen, in denen Menschen in ihre(n) Geschichte(n) verstrickt sind. Befreiung kann geschehen, wo diese prekären Verstrickungen in die Macht Gottes gestellt werden. Dazu gilt es auch zu verstehen, dass die Macht Gottes in seinem Wort wirkt, aber auch in der Sprache über ihn als theologische Rede von Gott, die sich selbst wieder in die Macht Gottes hineinstellen muss, wenn Sie nicht aus der befreienden Zumutung seiner Macht heraustreten will!
- Lehrende/r: Thomas Hilker
- Lehrende/r: Thomas Hilker