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Arbeit wird zunehmend über Staatsgrenzen hinweg organisiert: Unternehmen verlagern ihre Produktion über globale Wertschöpfungsketten, während zugleich Millionen Arbeitskräfte zu den Orten der Produktion wandern. Das Seminar analysiert aus humangeographischer Perspektive, wie Arbeit über Grenzen hinweg räumlich organisiert, reguliert und gelebt wird. Im ersten Teil werden grundlegende Konzepte zu Arbeit, Märkten und Migration vorgestellt und geographisch verortet (räumliche Arbeitsteilung, Einbettung, Mobilität und Transnationalität); der zweite Teil wendet sie auf aktuelle Dynamiken an: globale Wertschöpfungsketten, Arbeitsmigration und Migrationsinfrastrukturen sowie transnationale Arbeitsregime und ihre Regulierung. Regional liegt der Schwerpunkt auf China, ergänzt durch Fallstudien aus Europa, Afrika und Lateinamerika.
Ziel des Seminars: Die Studierenden werden lernen, zentrale Theorien zu transnationaler Arbeit und Migration zu erläutern und geographisch zu verorten, die räumliche Organisation von Produktion und Migration zu analysieren und diese Konzepte eigenständig auf konkrete Fallstudien anzuwenden.
- Lehrende/r: Clara Baumann
Das Seminar führt in zentrale wirtschaftsgeographische Ansätze zu (ungleicher) Entwicklung und Abhängigkeit ein und verknüpft diese mit aktuellen Fallstudien aus dem sogenannten „globalen Süden“. Im ersten Teil des Seminars werden zunächst der Entwicklungsbegriff selbst sowie theoretische Konzepte wie die Dependenztheorie und die Weltsystemanalyse vorgestellt, und neuere Ansätze zu Süd-Süd-Verflechtungen und „abhängiger Entwicklung“ diskutiert. Die Dynamiken und Mechanismen ungleicher Entwicklung werden hier als sowohl als strukturell-historisch bedingt, als auch als räumlich verankert verstanden. Der zweite Teil wendet diese Konzepte auf aktuelle wirtschaftsgeographische Dynamiken an, darunter chinesische Direktinvestitionen, Infrastruktur- und Rohstoffprojekte, Arbeitsmärkte, Migration, sowie ökologische Konflikte im Kontext globaler Produktionsnetzwerke. Regional liegt der Schwerpunkt auf Lateinamerika, ergänzt durch vergleichende Perspektiven aus Ostasien und Afrika.
- Lehrende/r: Clara Baumann
Der Kurs wird vom 06. bis 10. April 2026 stattfinden. Nähere Informationen werden wir im Laufe des Semesters bekannt geben.
- Lehrende/r: Clara Baumann