„Globalisierung“ ist ein schillernder Begriff, der zunehmend auch zur Beschreibung antiker Verflechtungsprozesse herangezogen wird. Für die Alte Geschichte stellt sich dabei die grundlegende Frage, inwiefern Konzepte wie Vernetzung, Mobilität und kultureller Austausch geeignet sind, die Dynamiken der antiken Welt zu erfassen, ohne moderne Kategorien unreflektiert zu übertragen.
Die Übung ist als Lektürekurs konzipiert und führt in zentrale Forschungspositionen zur „Globalisierung in der Antike“ ein. Anhand ausgewählter Texte werden unterschiedliche theoretische Ansätze und Interpretationsmodelle gemeinsam erarbeitet und kritisch diskutiert. Ziel ist es, den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur zu schulen, Argumentationsstrukturen zu analysieren und Forschungsdebatten eigenständig nachzuvollziehen.
Im Fokus stehen dabei sowohl grundlegende Konzepte als auch konkrete Fallbeispiele aus verschiedenen Regionen und Epochen der antiken Welt. Die Übung vermittelt damit zentrale Kompetenzen für das Lesen, Verstehen und Einordnen historischer Forschung.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, wöchentlich anspruchsvolle englischsprachige Fachtexte sorgfältig zu lesen und aktiv in die Diskussion einzubringen.
- Lehrende/r: Michael Blömer