Lehrinhalte:

Ausgehend von einer Musizierweise, die auf vorgegebene Skalen, Metren und Harmonieschemata weitgehend verzichtet, steht der Klang als musikalisches Material und seine Gestaltung im interaktiven Improvisationsprozess im Zentrum. Dazu bieten bewährte musikalische Spielregeln (u.a. Friedemann, Schwabe, Stockhausen) vielfältige Möglichkeiten, das eigene Instrument sowie Kleininstrumente und Klangerzeuger auf ihre Klangmöglichkeiten hin zu erkunden und musikalische Gestaltungsprinzipien im Zusammenspiel mit anderen zu erproben. Zentrale Themen bilden Hör- und Wahrnehmungsstrategien, musikalische Interaktionsfähigkeit, Umgang mit Material, Struktur und Form, musikalische Kreativität sowie Überlegungen zur Folgerichtigkeit musikalischer Prozesse. Neben den künstlerischen Erkundungen bieten gemeinsame Reflexionsgespräche die Möglichkeit, das eigene Verständnis für improvisatorische Prozesse zu erweitern und sich über Aspekte kreativer Musizier- und Lernprozesse vor dem Hintergrund musik-pädagogischer Fragestellungen auszutauschen.

 

Erworbene Kompetenzen:

Die Studierenden lernen, musikalische Gruppenprozesse zu initiieren, zu gestalten und zu reflektieren; sie erweitern ihr methodisches Repertoire und erschließen sich Möglichkeiten, musikbezogene Lernprozesse kreativ zu gestalten. Die Teilnehmer*innen verfeinern ihre improvisatorischen Fähigkeiten und werden mit der Ästhetik sowie Spielweisen Freier Improvisation vertraut.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27