Am 01.09.2026 startet eine neue Ausschreibung zum größten Schülerwettbewerb für historisches Lernen in Deutschland – der von der Körber-Stiftung ausgerichtete „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten”. Alle zwei Jahre werden Schüler:innen bundesweit dazu aufgerufen, zu einem bestimmten Thema die Geschichte ihrer Stadt, ihrer Schule, ihrer Familie zu erforschen. Können Kinder und Jugendliche solche Forschungsleistungen erbringen? Was bringt ihnen Forschendes Lernen? Welche Schülerinnen und Schüler sollte man zu einer Teilnahme motivieren und warum? Wie können Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler beim Forschen vor Ort unterstützen? Diese Fragen werden in der Theorie durchaus kontrovers diskutiert. Ihre Beantwortung ist für Lehrkräfte jedoch praxisrelevant. Einige sehen den Geschichtswettbewerb als "Elitenphänomen" durchaus kritisch. Andere sehen hier eine Ressource zur Partizipation an Geschichte und ein wichtiges Instrument zur individuellen Förderung. Anliegen der Übung ist es nicht allein die theoretischen Grundlagen Forschenden Lernens zu diskutieren. Im Zentrum steht vielmehr ein Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis. Im Gespräch mit Expert:innen, der Auseinandersetzung mit Materialien aus der Wettbewerbspraxis und Schülerprodukten soll der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten als produktive Lernumgebung erschlossen werden. Ziel der Übung ist es nicht nur, Studierenden einen Einblick in die Praxis des Geschichtswettbewerbs zu vermitteln, sondern auch, sie selbst zu befähigen, Kinder und Jugendliche im Geschichtswettbewerb als Tutor:innen zu begleiten und so Handlungskompetenzen im Bereich der individuellen Förderung zu erwerben.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27