Klöster und Orden prägten die mittelalterliche Gesellschaft in vielfacher Weise. Sie waren Orte religiöser Lebensführung, Zentren von Bildung, Schriftlichkeit und Erinnerung, Träger von Grundherrschaft und Wirtschaft sowie Akteure politischer und sozialer Ordnung. Das Proseminar führt am Beispiel mittelalterlicher Klöster und Orden in zentrale Themen und Arbeitsweisen der mittelalterlichen Geschichte ein. Behandelt werden unter anderem benediktinisches Mönchtum, monastische Reformbewegungen, Cluny, die Zisterzienser, geistliche Ritterorden und Bettelorden. Dabei geht es nicht nur um religiöse Ideale und Regeltexte, sondern auch um Besitz, Arbeit, Stifterbeziehungen, Konflikte, Schriftlichkeit und die Einbindung der Orden in Gesellschaft und Herrschaft.

Zugleich dient das Proseminar der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in der mittelalterlichen Geschichte. Eingeübt werden der Umgang mit Quellen und Forschungsliteratur, Literaturrecherche, Bibliographieren, Quellenanalyse, Entwicklung einer Fragestellung, Referat und Hausarbeit.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27