Im Mittelpunkt steht ein vor kurzem von der Universität Münster erworbenes Konvolut antiker Münzen ehemals aus dem Besitz des Archäologen Otto Rubensohn. Diese Münzen sind bislang unveröffentlicht und sollen erstmals im Oktober 2027 im Rahmen einer Ausstellung zunächst im Archäologischen Museum der Universität Münster, später auch in Berlin präsentiert werden. Die Studierenden werden unmittelbar in die wissenschaftliche Vorbereitung dieser Ausstellung und des begleitenden Katalogs einbezogen. Sie beschäftigen sich mit der Bestimmung und wissenschaftlichen Bearbeitung der Münzen, ihrer historischen und sammlungsgeschichtlichen Kontextualisierung sowie mit Fragen der Präsentation und Vermittlung numismatischer Objekte. Zugleich wird die Biografie Otto Rubensohns als Klassischer Archäologe, Forscher und Sammler untersucht. Das Seminar verbindet damit objektbezogene numismatische Arbeit mit wissenschafts- und sammlungsgeschichtlichen Fragestellungen.

Es handelt sich um eine gemeinsame Lehrveranstaltung mit der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben den hybriden Sitzungen kommt die Berliner Gruppe nach Münster, um dort mit den Originalen zu arbeiten, die für die Ausstellung vorgesehenen Räumlichkeiten zu besichtigen und die Präsentation der Sammlung vorzubereiten, anschließend fährt die Münsteraner Gruppe nach Berlin, um die Gegebenheiten für eine dortige Präsentation zu sichten.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27