„Ist Ihr Opa dabei?“ fragte der SPIEGEL im Mai 2026 in seiner Titelgeschichte, die sich mit der digitalisierten NSDAP‑Mitgliederkartei befasste und damit auf breite Resonanz stieß. Ob das digitale Tool wirklich unseren Blick auf die Vergangenheit ändert, wie der SPIEGEL behauptet, bleibt zunächst offen. Klar ist aber, dass sich Familienforschung als geschichtskulturelle Praxis nicht erst seit dem genannten Artikel steigender Beliebtheit erfreut. Hiervon zeugen nicht zuletzt die Aktivitäten von Archiven und genealogischen Vereinen, die Interessierte bei ihrer Forschung unterstützen. 

Das Seminar befasst sich mit geschichtswissenschaftlichen, geschichtskulturellen und geschichtsdidaktischen Zugängen zur Familienforschung. Im Fokus stehen die Potentiale biographischer und mikrohistorischer Zugriffe für das historische Lernen. Dabei gerät auch die die Rolle geschichtskultureller Akteure (z.B. Archive, genealogische Vereine) in den Blick, die im Rahmen des Seminars ggf. auch besucht werden. Methodische Zugriffe (Quellenarbeit, Oral‑History, digitale Tools) werden praktisch erprobt und im Hinblick auf ihre Lernpotentiale diskutiert.

Kurs im HIS-LSF

Semester: WT 2026/27