Durch das Sprechen wird ein Gedicht erst in seiner Gesamtheit erfahrbar – und durch die Erarbeitung einer eigenen Sprechfassung lässt sich auch zu einer Interpretation des Textes finden. Das Interpretieren ist dabei nicht analytischer Selbstzweck, sondern wird in einen kreativen und performativen Zusammenhang eingebunden. Die Kombination von Dichtungssprechen und Interpretation wird im Seminar praktisch erprobt und methodisch reflektiert, spielerische Formate führen zu neuen Zugängen zur bislang vielleicht noch gar nicht so beliebten Gattung Lyrik und die performative Arbeit kann auch im Allgemeinen das Selbstvertrauen in den eigenen sprecherischen Auftritt sehr stärken. Stimm- und Sprechübungen sind deshalb bei Bedarf Bestandteil des Seminars. Eingeladen sind alle, die offen sind für neue Arbeitsweisen und gerne Gedichte sprechen möchten und / oder das demnächst auch mit SchülerInnen tun werden. Bei der Weihnachtsrezitation des Centrums für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis am 15.12.26 könnte sich auch Gelegenheit zu einem Auftritt ergeben.
Literatur:
Cornelia Ertmer: Gestaltendes Sprechen in der Schule. Münster 1996.
- Lehrende/r: Andrea Kresimon