Da Deutschland ein beliebtes Migrationsland darstellt und die UN-Beschlüsse (z. B. 2006) sowie die hieran anlehnenden KMK-Strategien (z. B. 2010) der gesellschaftlichen Heterogenität eine systematische und didaktische Basis bieten, muss der Fremdsprachenunterricht mittels Differenzierungs- und Individualisierungsstrategien auf die Vielfalt der Lernenden reagieren. Darüber hinaus wirft ein weit ausgelegter Inklusionsbegriff einen Blick auf alle Schüler:innen als individuell unterschiedliche Fremdsprachenlernende.
In diesem Seminar gewinnen Sie einen Überblick über theoretische Modelle und Konzepte zur Differenzierung und Individualisierung. In praxisorientierten Phasen und Unterrichtssimulationen gestalten und reflektieren Sie eigene Differenzierungsformen wie etwa Scaffolding, interessengeleitete Zugänge, Einbezug von Erstsprachen und digitaler Medien oder Aufgaben verschiedener Anforderungsniveaus. Zudem gilt es zu untersuchen, wie Differenzierungsstrategien sinnvoll mit einem kompetenzorientierten Französischunterricht verbunden werden können und welches Potenzial verschiedene Textformate dafür bieten. Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen von Heterogenität sichtbar zu machen und umsetzbare Ansätze zu entwickeln, die Sie – als angehende Lehrkräfte – zwar fordern, jedoch nicht überfordern.
Sie halten im Laufe des Semesters ein Referat, welches in einer Ausarbeitung verschriftlicht und mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet wird.
Anmeldung per CMS (oder, falls wegen fehlender Umschreibung noch nicht möglich, per Mail an Jasmin.Garavello@uni-muenster.de)
- Lehrende/r: Jasmin Garavello