Dieses Seminar bietet eine Einführung in zentrale theoretische Ansätze und empirische Forschungsbefunde der Familiensoziologie. Im Mittelpunkt stehen die Frage, wie Familienleben sozial organisiert ist, wie sich Familien im gesellschaftlichen Wandel verändern und welche Rolle Familien für Individuen und Gesellschaft spielen. Dabei werden sowohl klassische als auch aktuelle Perspektiven auf Familie behandelt und anhand empirischer Studien vertieft. Die Themen reichen von Familienformen im internationalen Vergleich über Partnerwahl, Elternschaft und Sozialisation bis hin zu Geschlechterverhältnissen, Generationenbeziehungen, Familienpolitik und neuen Formen von Familie im 21. Jahrhundert. Die Studierenden setzen sich zudem mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie niedrigen Geburtenraten, Migration, demografischem Wandel und der Pluralisierung von Lebensformen auseinander.

Am Ende des Seminars verfügen die Studierenden über grundlegende Kenntnisse zentraler Theorien der Familiensoziologie und kennen wichtige Entwicklungen und Trends des Familienwandels. Sie sind in der Lage, empirische Forschung zu familienbezogenen Themen kritisch zu lesen, deren Ergebnisse zu diskutieren und gesellschaftliche Entwicklungen aus einer familiensoziologischen Perspektive einzuordnen. Darüber hinaus erwerben sie ein Verständnis für die Vielfalt familialer Lebensformen und die Bedeutung von Familie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten.

 

Kurs im HIS-LSF

Semester: WiSe 2026/27